Fitnessgeräte: Peloton streicht jeden fünften Job und wechselt den Chef aus
Im November musste die New Yorker Firma ihre Umsatzprognose für das bis Mitte 2022 laufende Geschäftsjahr zusammenstreichen.
Foto: APDer Fitnessgeräte-Spezialist Peloton will mit einem Chefwechsel und Sparmaßnahmen aus seiner Krise kommen. Peloton wolle mit 2800 Jobs rund ein Fünftel der Arbeitsplätze streichen und stoppe den Bau einer Fabrik, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf das Unternehmen.
Peloton zählte am Anfang der Pandemie zu den großen Gewinnern. Viele Kunden geschlossener Fitness-Studios holten sich die vergleichsweise teuren Trainingsräder und Laufbänder der Firma nach Hause. Doch der Boom flaute mit Lockerung der Corona-Beschränkungen ab, während Peloton offensichtlich die Nachfrage überschätzte. Im November musste die New Yorker Firma ihre Umsatzprognose für das bis Mitte 2022 laufende Geschäftsjahr zusammenstreichen – um bis zu eine Milliarde Dollar.
Da der Börsenwert von Peloton angesichts der Probleme von einst rund 50 Milliarden auf 8 Milliarden Dollar einbrach, erwägten zuletzt laut Medienberichten unter anderem Amazon und Nike Übernahmeangebote. Der Chefwechsel und die Sparmaßnahmen dürften darauf hinweisen, dass Peloton seine Zukunft als eigenständiges Unternehmen absichern will.
Die Peloton-Aktie, die zuletzt angesichts der Übernahmespekulationen um rund ein Fünftel hochsprang, gab nach Bekanntwerden der Unternehmenspläne im frühen US-Handel um mehr als drei Prozent nach.