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Fluggesellschaften Französischer Finanzminister sieht Lufthansa als Vorbild für Air France

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Fluggesellschaft Air France. Die Airline müsse auf das gleiche Niveau wie die Lufthansa kommen. Quelle: dpa

Frankreichs Finanzminister will Verluste bei Air France nicht auffangen. Die Airline müsse wettbewerbsfähiger werden - so wie die Lufthansa.

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Der französische Finanzminister sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Fluggesellschaft Air France. "Wenn Air France sich nicht anstrengt, wettbewerbsfähiger zu werden und auf das gleiche Niveau wie die Lufthansa und andere Fluggesellschaften zu kommen, wird Air France verschwinden", sagte Bruno Le Maire am Sonntag dem Fernsehsender BFM.

Die französische Regierung werde nicht die Verluste der Airline, an der Frankreich 14 Prozent hält, auffangen. Zudem sei es wichtig, dass die Gespräche zwischen dem Unternehmen und den Gewerkschaften wieder aufgenommen würden.

Die Beschäftigten hatten mehrheitlich die von der französisch-niederländischen Fluggesellschaft angebotene Lohnerhöhung abgelehnt. Daraufhin kündigte Airline-Chef Jean-Marc Janaillac seinen Rücktritt an. Eine Entscheidung über einen Interimsmanager werde auf der Hauptversammlung am 15. Mai angepeilt, teilte die Fluggesellschaft mit.

Seit Wochen wird bei Air-France-KLM immer wieder gestreikt. Die Gewerkschaften haben für Montag und Dienstag zu weiteren Streiks aufgerufen. Die Fluggesellschaft rechnet damit, dass sie trotz der Arbeitsniederlegungen am Montag 85 Prozent aller Flüge bedienen kann.

Sie hat als Folge ihre Gewinn- und Wachstumserwartungen für 2018 bereits zurückgeschraubt und erklärt, vom guten Marktumfeld für europäische Fluggesellschaften könne sie nicht profitieren.

Im erbitterten Tarifstreit hat Le Maire den Piloten verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen. „Wenn man weiß, dass ein Unternehmen in Gefahr ist, dann stellt man nicht solch hohe Forderungen wie die, die jetzt auf dem Tisch liegen“, sagte Le Maire

Die französischen Gewerkschaften fordern für die Air-France-Beschäftigten eine sofortige Gehaltserhöhung um 5,1 Prozent, nachdem der Konzern seinen Gewinn 2017 kräftig gesteigert hatte. Das Unternehmen hatte 7 Prozent gestreckt über vier Jahre angeboten.

Seit Ende Februar haben Beschäftigte von Air France an 13 Tagen gestreikt. Die Ausstände kosteten den Konzern im ersten Quartal 75 Millionen Euro und drückten den Konzern damit tiefer ins Minus. Von Januar bis März verbuchte Air France-KLM einen operativen Verlust von 118 Millionen Euro - nach einem Minus von 33 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

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