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Gewerkschaft lehnt Vorschlag ab Schlichtung zwischen GDL und Bahn gescheitert

Schlichter Platzeck und Personalvorstand Seiler haben mit Unverständnis auf die ablehnende Haltung der GDL reagiert. Streiks drohen vorerst aber nicht.

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Der Konzern muss sparen - rund zwei Milliarden Euro beim Personal. Quelle: dpa

Der Schlichtungsversuch zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist gescheitert. Das teilte der Schlichter Matthias Platzeck (SPD) am Mittwoch mit. Die Gewerkschaft habe seinen Vorschlag abgelehnt.

„Das ist wirklich mehr als bedauerlich. Wir waren aus meiner Sicht kurz vor dem Ziel“, sagte der frühere brandenburgische Ministerpräsident. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler nannte das Vorgehen der Gewerkschaft „unverständlich und unverantwortlich“.

Streiks drohen vorerst nicht, weil der Tarifvertrag mit der GDL noch bis Ende Februar gilt. Mit der Schlichtung hatte die Bahn die Gewerkschaft jedoch früher als üblich an den Verhandlungstisch geholt.

Der Bundeskonzern hat in der Corona-Krise hohe Umsatzeinbußen eingefahren. Der Bund will das Unternehmen mit einer Eigenkapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro unterstützen. Doch der Konzern soll auch selbst sparen - rund zwei Milliarden Euro beim Personal.

Schon im September hatten sich Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) deshalb bei vorgezogenen Tarifverhandlungen auf deutlich niedrigere Entgelterhöhungen verständigt als in den Jahren zuvor. Dafür erhielten die Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie.

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