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Großküchen-Ausrüster Restaurant-Schließungen setzen Rational auch 2021 noch zu

Der Aufschwung wird auf Grund der anhaltenden Betriebsschließungen auf sich warten lassen. Absatz und Umsatz dürften 2021 nur leicht steigen.

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Die Hauptkunden aus der Hotellerie und Gastronomie sind von den Corona-Schutzmaßnahmen hart getroffen und von der fehlenden Öffnungs-Perspektive stark verunsichert. Quelle: Bloomberg

Rückschlag für Rational: Die anhaltenden Schließungen von Hotels und Restaurants durchkreuzen den geplanten Aufschwung bei dem Großküchen-Ausrüster in diesem Jahr. Rational erwartet nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 noch keine durchgreifende Erholung. Absatz und Umsatz dürften 2021 jeweils nur leicht steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Landsberg am Lech mit.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll im gleichen Tempo zulegen wie der Umsatz, die operative Rendite (Ebit-Marge) werde deshalb auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres von 16,4 Prozent verharren. Noch vor drei Wochen hatte der Rational-Vorstand gute Voraussetzungen gesehen, „den erfolgreichen Wachstumskurs 2021 wieder aufzunehmen“.

Davon ist nun nicht mehr die Rede. Die Hauptkunden aus der Hotellerie und Gastronomie seien von den Corona-Schutzmaßnahmen hart getroffen und von der fehlenden Öffnungs-Perspektive stark verunsichert, hieß es in der Mitteilung. Im vergangenen Jahr war der Umsatz mit Dampfgarern und anderen Kochgeräten um 23 Prozent auf 650 Millionen Euro eingebrochen, das Ebit halbierte sich auf 107 Millionen Euro.

Die Börse zeigte sich ernüchtert: Die Rational-Aktie brach um bis zu zwölf Prozent auf 697 Euro ein. Das wäre der größte Tagesverlust seit sechs Jahren. Seit Ende Januar hat sie fast 22 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Vor allem die Erwartung für die Ebit-Marge sei enttäuschend, zumal Rational vergangenes Jahr eine neue Produktgeneration eingeführt habe, schrieb Baader-Helvea-Analyst Peter Rothenaicher. Er habe mit einer Ebit-Marge von mehr als 21 Prozent gerechnet. Vor der Coronakrise war das Unternehmen Margen von mehr als 26 Prozent gewohnt.

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