Heimtiermarkt Fressnapf wächst langsamer als geplant

Fressnapf unter Druck: Der Marktführer enttäuschte und verfehlte seine Wachstumsmarke. Trotzdem fuhr Fressnapf ordentlich Umsatz ein.

Neben der Eröffnung zusätzlicher Läden will Fressnapf auch das Onlinegeschäft weiter vorantrieben. Quelle: dpa

Krefeld
Im stark umkämpften Heimtiermarkt konnte der europäische Branchenprimus Fressnapf seine hoch gesteckten Wachstumsziele im vergangenen Jahr nicht ganz erreichen. Statt eines in Aussicht gestellten Wachstums um mehr als 8 Prozent auf über zwei Milliarden Euro erwirtschaftete die Gruppe ein Plus von rund 6,5 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro, wie Fressnapf am Mittwoch berichtete.

Ohne Neueröffnungen lag das Umsatzwachstum lediglich bei rund 3,5 Prozent. Stark habe die Gruppe vor allem im Auslandsgeschäft und im Onlinehandel mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten zulegen können, hieß es.

Fressnapf-Inhaber Torsten Toeller kündigte für das laufende Jahr einen weiteren Umsatzanstieg auf über zwei Milliarden Euro an. Neben der Eröffnung zusätzlicher Läden werde das Unternehmen auch das Onlinegeschäft weiter vorangetrieben. Dabei werde Fressnapf verstärkt auf Eigenmarken sowie auf die Entwicklung von Tier-Snacks setzen.

Toeller beklagte eine zunehmende Intensivierung der Verteilungskämpfe. „Der Wettbewerb in der Pet-Branche hat sich kanalübergreifend verändert“, sagte er. Die 1990 von Toeller gegründete Unternehmensgruppe mit Sitz in Krefeld betreibt heute mit mehr als 10 000 Beschäftigten rund 1500 Fachmärkte in elf europäischen Ländern.

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