WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Milliarden-Zukauf Luxuskonzern Richemont übernimmt Yoox-Net-A-Porter

Cartier Richemont Quelle: REUTERS

Der Genfer Luxusgüterkonzern Richemont kauft die italienische Yoox-Net-A-Porter für 2,8 Milliarden Euro. Dadurch soll der Online-Vertrieb deutlich ausgebaut werden.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Der Luxusgüterkonzern Richemont will den Absatz über das Internet ankurbeln und übernimmt die italienische Yoox-Net-A-Porter vollständig. Dafür greift der hinter dem französischen Branchenprimus LVMH zweitgrößte Hersteller von edlen Uhren, Schmuck, teurer Bekleidung und Lederwaren tief in die Taschen. Wie Richemont am Montag mitteilte, wird den Aktionären von Yoox-Net-A-Porter 38 Euro je Titel geboten - ein Aufpreis von rund 26 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag. Insgesamt lässt sich der Konzern aus Genf den Kauf des Internet-Luxusmodehändlers bis zu 2,8 Milliarden Euro kosten.

Derzeit hält Richemont rund ein Viertel der Stimmrechte und knapp die Hälfte des Kapitals. Yoox-Net-A-Porter entstand 2015 aus der Fusion des italienischen Internethändlers Yoox mit der Richemont-Tochter Net-A-Porter. 2017 erzielte Yoox-Net-A-Porter einen Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Richemont verbuchte im Geschäftsjahr 2017 (per Ende März) bei einem Umsatz von 10,65 Milliarden Euro einen Gewinn von 1,21 Milliarden Euro.

Analysten begrüßten das Vorhaben, da der Vertrieb über das Internet immer wichtiger werde. "Die Übernahme kann grundsätzlich nachvollzogen werden", kommentierte Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Der Kauf werde zwar die Betriebsgewinnmarge verwässern, nicht aber den Gewinn je Aktie, da Richemont den Zukauf mit Barmitteln tätigen könne, merkte er an. Rene Weber von der Bank Vontobel geht davon aus, dass der Zukauf das Wachstum von Richemont ankurbeln dürfte.

Das waren die zehn beliebtesten Uhren 2019
Rang 10: IWC Pilot’s Watch ChronographFliegeruhren verdanken ihre Optik den Umständen, die für Instrumente in Flugzeugen wichtig sind. Vor allem: Gute Ablesbarkeit. Die Schaffhauser Marke IWC hat sich in ihrer Geschichte damit einen Ruf erarbeitet. Quelle: PR
Rang 9: Breitling NavitimerDie Breitling Navitimer entstammt dem goldenen Zeitalter der Luftfahrt. Dank ihres Rechenschiebers war sie in den 50er-Jahren die erste Fliegeruhr, mit deren Hilfe Piloten auf einfachste Art und Weise wichtige Kennzahlen ermitteln konnten. Zusätzlich garantierte das große schwarz-weiße Zifferblatt optimale Ablesbarkeit. Bis heute hat sich am Design der Uhr wenig verändert. Der Uhrenklassiker ist immer noch ein Liebling von Profi- und Hobbypiloten. Quelle: PR
Rang 8: Rolex Sea-Dweller (engl.: Meeresbewohnerin) Wenn es mal wieder etwas tiefer gehen darf: Ihr Träger wäre vom Druck von 391 bar ziemlich zerquetscht. Bis zu diesem Druck, der auf 3900 Metern Tiefe herrscht, würde die Sea-Dweller standhalten und brav das Uhrwerk schützen. Das Modell ist eine Weiterentwicklung des Klassikers, der Rolex Submariner. Quelle: PR
Rang 7: Rolex Cosmograph DaytonaIn den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich die Rolex Cosmograph Daytona zu einem wahren Kultobjekt. Sie ist bekannt für ihre enorme Wertsteigerung: Von 2015 bis 2018 hat sich ihr Wert fast verdoppelt. Besonders die seltene Stahl-Variante der Rennfahrerlegende wird auf der Chronext-Webseite häufig gesucht. Quelle: PR
Rang 6: Rolex DatejustMit ihrem schlichten Design und ihrer charakteristischen Datumsanzeige überzeugt die Rolex Datejust seit 1945 Generationen von Uhrenliebhabern. Im zweiten Halbjahr 2019 musste die Datejust-Kollektion dennoch ein paar Verluste hinnehmen: Sie rutschte im Chronext-Ranking von Platz zwei auf sechs. Quelle: PR
Rang 5: Rolex GMT-Master IIEine der wichtigsten Regeln beim Kauf einer hochwertigen mechanischen Uhr: Box und Papiere sorgsam verwahren. Sollte die Uhr eines Tages dann doch verkauft werden, ist ihr Wert mit beidem ungleich höher als ohne. Und auch die beliebtesten Modelle können mal ihren Reiz verlieren. Zumindest hat die beliebteste Uhr bei den Kunden des Uhren-E-Commerce-Anbieters Chronext, die 2016 noch an Platz 1 stand, ein wenig in der Gunst verloren. Rang fünf für die GMT Master II, die es ermöglicht drei Zeitzonen abzulesen. Quelle: PR
Rang 4: Breitling Superocean IIEigentlich war die Breitling Superocean in erster Linie für Armeetaucher konzipiert worden. Heute ist sie ein Klassiker. Im Ranking belegt dieser Zeitmesser den vierten Platz. Quelle: PR

An der Börse verloren Richemont-Aktien zu Wochenbeginn leicht an Terrain. Yoox-Net-A-Porter schossen dagegen um rund ein Fünftel auf 37,64 Euro und damit fast auf den Angebotspreis hoch.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%