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Praktiker Aufpasser rügt Management

Dass nach Praktiker auch das Tochterunternehmen Max Bahr in die Pleite rutschte, lastet der Aufsichtsratsvize von Praktiker, Ulrich Kruse, auch dem Management an. Er hofft noch immer auf eine Rettung der Tochter.

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Firmensitz der Baumarkt-Kette Max Bahr in Hamburg: Praktiker-Aufsichtsratsvize Ulrich Kruse hofft auf Rettung und macht dem Praktiker-Management Vorwürfe. Quelle: dpa

Berlin/Hamburg Kruse, der auch Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Max-Bahr ist, sagte der Bild-Zeitung: „Die Enttäuschung bei den Mitarbeitern ist riesig. Sie sind vor allem sauer auf das Management von Praktiker. Schließlich hieß es noch vor 14 Tagen, Max Bahr bleibe bei der Insolvenz außen vor.“ Kruse hofft nun, dass „möglichst viele Praktiker-Märkte unter dem Dach von Max Bahr“ mit einem neuen Investor weitergeführt werden.
Sollte dies nicht geschehen, befürchtet Kruse den Verlust von bis zu 4000 Arbeitsplätzen. „Wenn man ehrlich ist und nichts schönreden will, muss man von der Größenordnung von 80 bis 100 Märkten reden, die sich im Moment ernsthaft Sorgen machen müssen“, sagte Kruse der Nachrichtenagentur dpa.

Es werde davon ausgegangen, dass von 280 Praktiker- und Max-Bahr-Märkten nur etwa 180 eine Perspektive hätten, sagte Kruse. Auch die Zentrale in Hamburg müsse wohl bei einer Reduzierung der Märkte mit Einschnitten rechnen, wenn sie überhaupt bestehen bleibe „und der Verkauf nicht an jemanden geht, der schon eine Zentrale hat“.
Die Praktiker AG hat zu möglichen Jobverlusten am Samstag auf Anfrage von dpa keine Stellungnahme abgegeben. „Kein Kommentar zu solchen Spekulationen“, sagte Konzernsprecher Harald Günter. Er verwies aber darauf, dass das Insolvenzverfahren auch dazu diene, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und ein Investorenprogramm einzuleiten, das das Unternehmen voranbringe. Ein Sprecher der Insolvenzverwaltung sagte: „Zu Arbeitsplätzen können wir derzeit gar nichts sagen.“ Dazu müsse der Investorenprozess abgewartet werden.

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