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Steinhoff Hauptaktionär zieht sich von Konzernspitze zurück

Christo Wiese Quelle: REUTERS

Der Steinhoff-Hauptaktionär Christo Wiese zieht sich aus der Führungsetage des Möbelherstellers zurück. Damit will er Interessenkonflikte ausschließen. Er hält rund ein Viertel der Anteile am Unternehmen.

Kapstadt/Amsterdam (dpa) - Der von einem Bilanzskandal erschütterte Möbelhersteller Steinhoff macht einen personellen Schnitt. Hauptaktionär und Übergangschef Christo Wiese zieht sich aus dem obersten Führungszirkel zurück. Wiese habe dem Aufsichtsrat seinen Rücktritt angeboten und das Gremium habe akzeptiert, teilte Steinhoff am Donnerstag mit. Auch sein Sohn Jacob Wiese scheidet aus dem Kontrollgremium aus.

Mit dem Rückzug sollten mögliche Interessenkonflikte ausgeschlossen werden, hieß es zur Begründung. Christo Wiese werde dem Unternehmen aber zur Seite stehen, wenn dies nötig sei. Die gelernte Investmentbankerin Heather Sonn, die als unabhängiges Mitglied im Aufsichtsrat sitzt, übernimmt den Vorsitz.

Der Steinhoff-Konzern mit niederländischer Rechtsform und operativem Sitz in Südafrika befindet sich seit Anfang Dezember in einer schweren Krise, nachdem wegen Bilanzunregelmäßigkeiten ermittelt wird und Chef Markus Jooste gehen musste. Erst am Vortag hatte Steinhoff mitgeteilt, dass der Jahresabschluss 2016 neu erstellt werden muss.

Wiese ist mit rund einem Viertel der Anteile größter Aktionär von Steinhoff, war Aufsichtsratschef und führte seit Joostes Weggang den Konzern übergangsweise. Dies hatte für Kritik gesorgt - der Vorwurf der Interessenverquickung stand im Raum. Steinhoff ist der Mutterkonzern des Möbelhändlers Poco, der sich allerdings nicht von den Turbulenzen betroffen sieht.

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