Vollautomat oder Mokkakännchen? Die besten Kaffeemaschinen im Vergleich

In Deutschland geht der Trend zum exklusiven Gourmet-Kaffee aus Luxus-Maschinen. Welche Kaffeemaschinen die besten sind.

Die besten Kaffeemaschinen
French PressBodum French PressDie Bodum French Press gehört zu den Klassikern der einfachen Kaffeezubereitung. Grob gemahlenen Kaffee einfüllen, den Pressstempel nach spätestens vier Minuten runterdrücken, fertig. Die Bodum gibt es in verschiedenen Varianten, Größen und Farben. Preis: ab circa 25 Euro Bodum French Press Quelle: Presse
Vakuum KaffeebereiterBodum PeboKaffeekochen mit dem Vakuum-Kaffeebereiter ist ein faszinierendes Ritual. Das kalte Wasser im unteren Glasbehälter wird erhitzt und steigt durch die Glasröhre nach oben. Hier darf es ein bisschen im Kaffeemehl herumkreisen, Aroma aufnehmen, abkühlen und wieder nach unten fließen. Preis: 69,90 Euro Bodum Pebo Quelle: Presse
MokkakanneBialetti Moka ExpressDas achteckige Aluminiumkännchen wird seit 1933 fast unverändert gebaut und ist eine Ikone der Kaffeekultur geworden. Das Kaffeemehl befindet sich im Siebträger in der Mitte. Das erhitzte Wasser im unteren Behälter wird durch das Kaffeemehl nach oben gepresst und fließt durch eine Röhre in das obere Kännchen. Dann schnell vom Herd nehmen, sonst wird der Kaffee zu heiß und schmeckt bitter. Der Kaffee muss etwas gröber gemahlen sein als für die Siebträgermaschine. Die Mokkakanne macht zwar streng genommen keinen echten Espresso, weil der Druck nicht die vorgeschriebenen 9 bar erreicht. Sie bietet aber immer noch die einfachste Art, einen Espresso-artigen Kaffee mit Italien-Flair zuzubereiten. Preis: ab 15 Euro (Straßenpreis, abhängig von der Größe) Bialetti Moka Express Quelle: Presse
MokkakanneCilio Espressokocher FigaroModern designtes Espressokännchen für maximal zehn Tassen aus poliertem Edelstahl. Der Boden ist plan, so lässt sich die Cilio auch auf einem Induktionsherd verwenden. Preis: 52 Euro (Straßenpreis) Cilio Espressokocher Figaro Quelle: Presse
KaffeevollautomatenDe´Longhi AutenticaPerfekten Milchschaum versprechen De’Longhis Kaffeevollautomaten der Serie Autentica. Das Top-Modell, Autentica Cappuccino, liefert laut Hersteller jede Milchkaffee-Spezialität auf Knopfdruck. Bei den günstigeren Modelle von De`Longhi muss man per Hand aufschäumen. An einem Drehregler stellt man die gewünschte Milchkaffee-Spezialität ein. Dann steuert die Maschine automatisch die passende Mischung aus Wasserdampf, Milch und Luft. Praktisch: Die Teile, die mit Milch in Berührung kommen, spült die Autentica automatisch mit Dampf und Heißwasser durch. Natürlich produziert die Autentica auch klassischen Filterkaffee. Das Kegelmahlwerk ist in 13 Stufen einstellbar. Die Kaffeestärke ist ebenfalls einstellbar. Preis: ab 649 Euro (je nach Modell) De Longhi Autentica Quelle: Presse
KaffeevollautomatenSaeco Gran Baristo AvantiWer schon immer darauf gewartet hat, seine Kaffeemaschine per Smartphone steuern zu können, darf jetzt die Geldbörse zücken: Der auf der IFA 2014 vorgestellte Saeco Gran Barista ist laut Hersteller der weltweit erste Kaffeevollautomat, der per App steuerbar ist. Die Verbindung zwischen Tablet oder Smartphone und Kaffeemaschine wird über Bluetooth hergestellt. Mit der App kann man nicht nur den Kaffeetyp bestimmen, sondern beispielsweise auch die Kaffeestärke und Milchschaummenge individuell einstellen. Die persönlichen Rezepte kann man per Facebook mit Freunden teilen. Die Maschine bereitet bis zu 18 Kaffeespezialitäten zu. Je nach gewünschtem Kaffeetyp variiert der Brühdruck zwischen vier und 16 bar. Das Mahlwerk ist aus Keramik und überhitzt deshalb nicht. Die Gran Baristo Avanti gibt es in einer auf 500 Stück limitierten Auflage. Dass die Fernsteuerung per App auch in anderen Geräten erhältlich sein wird, ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht offiziell angekündigt. Allerdings dürfte der Kaffee aus den anderen Modellen der Gran Baristo-Serie auch ohne App genauso gut schmecken. Preis: 1.599 Euro Saeco Gran Baristo Avanti Quelle: Presse
KaffeevollautomatenJura J500Kaffeevollautomat aus der bewährten Impressa-Serie, die seit 1994 auf dem Markt ist. Zur IFA wurde ein Jubiläumsmodell, die J500 "Celebration Edition", vorgestellt. Das mehrstufige Mahlwerk soll besonders leise zu Werke gehen. Die Maschine bereitet insgesamt elf Kaffeespezialitäten zu. Davon lassen sich sechs Spezialitäten auf dem Display abspeichern. Durch ein Vorbrühsystem wird das Kaffeepulver erst durchfeuchtet, bevor das heiße Wasser durchgeleitet wird. Das sorgt für eine bessere Extraktion der Aromen. Gesteuert wird die Maschine über ein TFT-Farbdisplay. Preis: 1.994 Euro Jura J500 Quelle: Presse

Die Deutschen trinken durchschnittlich 140 Liter Wasser pro Jahr, aber 165 Liter Kaffee. Fast 7,3 kg Rohkaffee benötigt der deutsche Durchschnittsverbraucher pro Jahr. In Italien, dem Mutterland von Espresso und Cappuccino, sind es nur 5,6 Kilo. Das geht aus Zahlen des Deutschen Kaffeeverbandes hervor.

Kurzum: Deutschland ist ein Kaffeetrinkerland. Da wundert es nicht, dass in den vergangenen Jahren auch der Trend zum Genießer-Kaffee immer stärker geworden ist. Dabei geht es keineswegs nur um den Cappuccino mit dekorativen Kakaostreuseln oder den dreischichtigen Latte Macchiato. Es geht um richtig feinen Kaffee. Kaffee für Kenner. Kaffee für jene, die ansonsten Rotwein verkosten oder 60 Euro für eine Flasche Rum ausgeben würden.

Mythos Espresso

Schaut man sich im Internet um, merkt man erst, wie komplex das Thema ist. Espresso-Aficionados diskutieren darüber, wie fest man den Espresso mit dem sogenannten Tamper festdrücken muss; welcher Siebträger der Richtige ist; wie man verhindert, dass der Espresso zu "blond" wird; und wie man den richtigen Mahlgrad der Kaffeemühle herausfindet. Und das sind noch die einfachen Fragen.

So trinkt die Welt ihren Kaffee

Ganz nebenbei werden einige Mythen korrigiert, die sich hartnäckig um den Espresso ranken. Nein, ein Espresso ist kein besonders starker Kaffee, und nein, er ist auch keine Belastung für den empfindlichen Magen.

Ganz im Gegenteil, durch die längere Röstung wird Espresso zwar dunkler, es werden aber auch Koffein und Säure abgebaut. Das bedeutet, dass Espresso-Bohnen weniger Koffein und Säure enthalten als die heller gerösteten Kaffeebohnen und deshalb auch magenschonender sind. Espresso schmeckt deshalb intensiver, weil das ganze Aroma sich in einer kleinen Tasse mit ungefähr 25 Milliliter konzentriert.

In Kaffeeforen erfährt man auch, dass ein perfekter Espresso bei der Temperatur von 90 bis 95 Grad Celsius gebraut wird. Die Bohnen müssen extrem fein gemahlen sein, damit möglichst alle Aromen aufgeschlossen und vom Wasser aufgenommen werden können. Grundwissen für alle Espresso-Liebhaber ist auch, dass bei einer guten Maschine das Wasser mit mindestens neun Bar Druck durch das Kaffeemehl gepresst werden sollte. Das darf nicht länger als 25 Sekunden dauern, sonst schmeckt der Espresso bitter.

Was einen echten Espresso auszeichnet, kann man übrigens auf den Seiten des "Nationalen Espresso-Instituts Italien" nachlesen. Da erfährt man auch ganz offiziell, welche Merkmale ein Cappuccino aufweisen muss, damit er das offizielle Zertifikat des Instituts tragen darf.

Kaffeemaschinen im Vergleich

Auch wer das Thema Kaffee nicht ganz so streng sieht, hat vielleicht Gefallen am Thema gefunden und überlegt sich nun, welche Kaffeemaschine die Richtige ist. Leider steht der interessierte Käufer steht vor einer schier unendlichen Auswahl unterschiedlicher Gerätetypen und Zubereitungsformen.

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