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Angekündigte Streikwelle Produktionsausfälle könnten teuer werden

IG Metall Quelle: dpa

Die von der IG Metall angekündigte Streikwelle könnte deutlich schwerer wiegen als üblich. Das liegt vor allem an der hohen Auslastung durch die starke Konjunktur.

Die angekündigte Streikwelle in der Metall- und Elektroindustrie droht die Unternehmen Ökonomen zufolge diesmal besonders stark zu treffen. "Die Betriebe sitzen auf einem enormen Auftragsbestand, gleichzeitig ist die Auslastung sehr hoch", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt der Bank UniCredit, Andreas Rees, am Montag. "Arbeitsausfälle können deshalb nicht so schnell und zügig wettgemacht werden, wie das normalerweise der Fall ist. Dadurch kann das Produktionswachstum zeitweise gedämpft werden." Je länger der Arbeitskampf dauere, desto größer werde dieses Problem.

Ähnlich schätzt das Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer ein: "Die Unternehmen sind wegen der guten Konjunktur sehr gut ausgelastet, weshalb sie Produktionsausfälle nur schwer aufholen können." Dem Ifo-Institut zufolge liegt die Kapazitätsauslastung in der Autoindustrie bei mehr als 93 Prozent, normal sind etwa 88 Prozent. Krämer sieht noch ein anderes Problem auf viele Firmen zukommen. "Anders als früher haben sie heute kaum noch Vorprodukte auf Lager, sondern hängen von pünktlichen Zulieferungen ab", erklärte der Ökonom. "Streiks bei einzelnen Zulieferern wirken sich deshalb heute viel stärker auf andere Unternehmen aus." Werde die Lieferkette unterbrochen, stünden heute viel schneller die Bänder still.

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie steht die wichtigste deutsche Industriebranche vor einer Woche massiver Warnstreiks. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann kündigte an, bundesweit würden die Mitglieder in mehr als 250 großen und kleinen Betrieben zu 24-Stunden-Streiks von Mittwoch bis Freitag aufgerufen.

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