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Autobauer Politische Krise: Volkswagen setzt Produktion in Algerien aus

Seit Monaten kommt es in dem Land zu Protesten. Gegen den Geschäftsführer des örtlichen VW-Partners Sovac ermittelt die Justiz wegen Korruption.

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Die mehrfach verschobene Präsidentenwahl wurde unter Massenprotesten nachgeholt. Quelle: dpa

Aufgrund der politischen Krise in Algerien hat Volkswagen die Produktion in dem nordafrikanischen Land vorerst ausgesetzt. Auch Lieferungen an den offiziellen Partner im Land, Sovac, seien ausgesetzt, teilte Volkswagen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Hintergrund sind Korruptionsermittlungen der algerischen Justiz unter anderem gegen den Geschäftsführer von Sovac, Mourad Oulmi. Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Volkswagen AG seien dem Unternehmen nicht bekannt.

Sovac ist seit zehn Jahren der offizielle Partner von Volkswagen im flächenmäßig größten afrikanischen Land. Seit 2016 betreibt der deutsche Autokonzern in einem gemeinsamen Joint Venture ein Montagewerk in Algerien, in dem im vergangenen Jahr etwa 50.000 Fahrzeuge montiert wurden.

Algerien befindet sich zurzeit in einer tiefen politischen Krise. Seit Februar kommt es zu Massenprotesten gegen die politische Führung. Am Donnerstag waren 24,5 Millionen Algerier aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Wahl wurde von Massenprotesten und Ausschreitungen begleitet.

Die Demonstranten werfen der Machtelite um das Militär und den zurückgetretenen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika vor, die Wahl zu manipulieren. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es eine massive Verhaftungswelle von Aktivisten und Wirtschaftseliten gegeben. Wenige Tage vor der Wahl waren auch mehrere frühere Minister wegen Korruption zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

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