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Absatzkrise in ChinaPorsche verkauft weniger Fahrzeuge

Die Verkaufszahlen bei Porsche sehen besonders in China mau aus. Auch in anderen Märkten kommen die Sport- und Geländewagen nicht gut an. 16.01.2026 - 09:23 Uhr
2025 lieferte Porsche weniger Autos aus als im Jahr zuvor. Foto: Jan Woitas/dpa

Die Lage des Sportwagenbauers Porsche in China hat sich im vergangenen Jahr verschärft. 2025 verkauften die Schwaben gut 41.900 Fahrzeuge dort. Das waren rund 26 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Es handelt sich um den vierten Rückgang in Folge. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 hatte die VW-Tochter noch fast 95.700 Sport- und Geländewagen in der Volksrepublik abgesetzt.

Als wesentliche Gründe für den erneuten Rückgang in China nannte Porsche die herausfordernden Marktbedingungen und einen harten Wettbewerb, vor allem bei E-Modellen. Der frühere Porsche-Chef Oliver Blume hatte im vergangenen Jahr mehrfach betont, dass der Markt für Luxusprodukte in der Volksrepublik förmlich zusammengebrochen sei. 

Mit Wachstum rechnete Blume kurz vor seinem Abtritt nicht. Einer der Gründe dafür ist die Kaufzurückhaltung wohlhabender Chinesen, bei denen das Geld wegen der Immobilienkrise nicht mehr so locker sitzt. Seit Anfang Januar ist Michael Leiters neuer Porsche-Chef, Blume konzentriert sich auf die Führung der Konzernmutter Volkswagen

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Minus in fast allen Weltregionen

Aber auch in den anderen Weltregionen läuft es für Porsche nicht rund: Nach China am deutlichsten verloren hat der Konzern im Heimatmarkt Deutschland (minus 16 Prozent) und im Rest Europas (minus 13 Prozent). In den Übersee- und Wachstumsmärkten – dazu gehören zum Beispiel Afrika, Lateinamerika, Australien, Japan und Südkorea – verbuchen die Schwaben ebenfalls ein leichtes Minus. Immerhin: In der größten Vertriebsregion Nordamerika liegen die Zahlen mit gut 86.200 Auslieferungen auf Vorjahresniveau.

Unter dem Strich heißt das aber: Porsche hat im vergangenen Jahr gut 279.400 Sport- und Geländewagen verkauft – und damit ein Zehntel weniger als 2024. Fast die Hälfte des Rückgangs geht auf die Schwäche in China zurück. Bereits 2024 war der Gesamtabsatz um drei Prozent auf rund 310.700 gesunken.

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Vertriebsvorstand Matthias Becker teilte mit: „Nach mehreren Rekordjahren liegen wir mit den Auslieferungen in 2025 unter dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung entspricht unseren Erwartungen“. Dieser Trend sei neben der schwächeren Nachfrage nach exklusiven Produkten in China unter anderem auch auf Angebotslücken bei bestimmten Modellen zurückzuführen.

Der Kompakt-SUV Macan war im vergangenen Jahr das bestverkaufte Modell. Die VW-Tochter lieferte davon gut 84.300 Stück aus – ein Plus von zwei Prozent. Mehr als die Hälfte entfiel auf die vollelektrische Variante. Der Sportwagenklassiker 911 legte leicht auf fast 51.600 Fahrzeuge zu. Das sei ein Auslieferungsrekord, hieß es.

Bei allen anderen Modellen ging es 2025 bergab – unter anderem beim Modell 718, beim Panamera und dem vollelektrischen Taycan. Einen Verkaufsknick von 21 Prozent gab es beim bislang auslieferungsstärksten Modell, dem SUV Cayenne. 22,2 Prozent der verkauften Porsche-Fahrzeuge waren reine Stromer. Die Zuffenhausener hatten 2024 mehrere Modellreihen erneuert.

Becker: Planen Volumen „realistisch“

Mit Blick auf das laufende Jahr gab sich Becker zurückhaltend: Angesichts des Produktionsauslaufs von 718 und Verbrenner-Macan plane man das Volumen „realistisch“. Die Modelle laufen unter anderem wegen Cybersicherheitsregeln aus. Direkte Nachfolger gibt es nicht. Ein E-Modell von Cayman und Boxster ist in der Entwicklung, verzögert sich aber. Auf ein neues Verbrenner-Modell im Macan-Segment dürften Porsche-Fans noch länger warten müssen. Porsche hatte 2025 sukzessive angekündigt, entgegen ursprünglicher Pläne wieder stärker auf Verbrenner zu setzen und E-Modelle zu verschieben.

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dpa
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