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AutoindustrieBYD erzielt Absatzrekord – und rückt Tesla gefährlich nahe

Während westliche Hersteller in der Absatzkrise stecken, wächst BYD rasant. Auch im Dezember verkaufen die Chinesen so viele Autos wie nie zuvor. 02.01.2025 - 15:11 Uhr

Der chinesische Autohersteller BYD hat einen neuen Absatzrekord aufgestellt. Insgesamt konnte das Unternehmen in vergangenen Jahr 4,25 Millionen Fahrzeuge verkaufen – 41 Prozent mehr als im Vorjahr.

Während westliche Automarken wie Nissan, VW und Stellantis schwächeln, sind die Chinesen damit auf Wachstumskurs. Im Heimatmarkt China ist BYD mittlerweile Marktführer und verdrängt die westliche Konkurrenz. Der Absatz wird dort auch durch zusätzliche staatliche Subventionen für Elektroautos unterstützt. Seit 2022 baut BYD keine reinen Verbrenner mehr.

Im Dezember hat BYD so viele Autos verkauft wie in keinem Monat zuvor. Insgesamt konnte das Unternehmen 509.440 Fahrzeuge absetzen. Rund 40 Prozent davon waren reine Elektroautos, der Rest Plug-in-Hybride. Im Gesamtjahr konnte BYD 1,76 Millionen Elektroautos absetzen. Damit dürften die Chinesen beim Wettbewerb um den Titel des größten Elektroautoherstellers der Welt den Abstand zu Tesla verringern. Der US-Hersteller will seine Absatzzahlen für das vierte Quartal erst im Laufe der Woche vorlegen.

Mehr Autos verkauft als Ford und Honda

Um das selbstgesteckte Ziel von 1,81 Millionen Fahrzeuge zu erreichen, muss Tesla im vierten Quartal mindestens 515.000 Elektroautos ausgeliefert haben. Das wäre ein neuer Quartalsrekord. Analysten gehen davon aus, dass die Marke von Elon Musk diesen Wert ungefähr erreichen wird.

Im dritten Quartal hatte BYD 1,16 Millionen Elektroautos verkauft und lag damit noch 124.100 Fahrzeuge hinter Tesla. Durch den starken Absatzanstieg dürfte das Unternehmen im Jahresvergleich mehr Autos verkauft haben als Konkurrenten wie Ford und Honda. Der Umsatz soll erstmals auf über 100 Milliarden Dollar steigen.

Das Europageschäft der Chinesen hat sich allerdings schwächer entwickelt als erwartet. Vom selbst gesteckten Ziel, eine halbe Million Fahrzeuge außerhalb Chinas zu verkaufen, ist BYD noch ein gutes Stück entfernt.

Mögliche Strafzölle in Europa könnten das Geschäft weiter erschweren. In den USA spielen chinesische Modelle wegen hoher Strafzölle kaum eine Rolle. Und selbst in Brasilien, einem der größten Auslandsmärkte für BYD, steht der Hersteller in der Kritik. Dem Hersteller wird vorgeworfen, Arbeiter beim Bau eines neuen Werks für Elektroautos  unter „sklavenähnliche Bedingungen“ beschäftigt zu haben.

bbg
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