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Autozulieferer Leoni nimmt operativ schwarze Null ins Visier

Der Nürnberger Autozulieferer profitiert von stark steigenden Kupferpreisen und der Erholung der Autokonjunktur. Die Aktie des SDax-Unternehmens steigt.

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Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen nun von einem „deutlichen“ Umsatzplus aus. Quelle: dpa

Der Nürnberger Autozulieferer Leoni kommt im operativen Geschäft schneller aus den roten Zahlen heraus als gedacht. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (Ebit) werde im laufenden Jahr mindestens eine schwarze Null (2020: minus 59 Millionen Euro) zu Buche stehen, teilte der Spezialist für Kabelbäume am Montag mit.

Noch im März hatte sich Vorstandschef Aldo Kamper skeptisch gezeigt, dass das gelingen werde. Doch schaffte Leoni im ersten Quartal die Gewinnwende und wies ein Ebit vor Sondereffekten von 39 (Vorjahreszeitraum: minus 17) Millionen Euro aus.

Die wachsende Zuversicht ließ die im Kleinwerteindex SDax notierte Leoni-Aktie um bis zu zwölf Prozent auf 13,08 Euro steigen.

Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Dabei wirkte sich nicht nur die Erholung der Autokonjunktur aus, sondern auch die stark steigenden Kupferpreise, die Leoni an die Kunden weitergibt, die das Ergebnis aber nicht beeinflussen. Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen nun von einem „deutlichen“ Umsatzplus aus. Damit seien mehr als zehn Prozent gemeint, sagte ein Sprecher. Bisher hatte Leoni von einer niedrig zweistelligen Zuwachsrate gesprochen.

Unter dem Strich dürfte Leoni aber in diesem Jahr noch in den roten Zahlen bleiben. Das Sanierungsprogramm „Value 2021“, das vom nächsten Jahr an Einsparungen von 550 Millionen Euro bringen soll, kostet erst einmal Geld. Dazu kommen mögliche Abschreibungen auf zum Verkauf stehende Firmenteile.

Negativ wirke sich der unerwartete Umsatzschub auf den Free Cashflow aus, warnte Leoni: Der Mittelabfluss werde im laufenden Jahr deutlich höher ausfallen als 2020 (minus 69 Millionen Euro).

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