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Britischer Rüstungskonzern BAE Systems verdient wegen Abschreibung weniger

Die nächste negative Nachricht für den Rüstungskonzern BAE Systems: Zu dem verkündeten Stellenabbau kommt nun ein Gewinnrückgang.

BAE Systems: Gewinnrückgang setzt Rüstungskonzern unter Druck Quelle: Reuters

LondonEine millionenschwere Abschreibung hat dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems 2017 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Nach dem im Herbst eingeleiteten Stellenabbau will der Hersteller von Kampfjets, Panzern und U-Booten im neuen Jahr mit einer gestrafften Organisation wieder nach vorne kommen, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte. Wachsende Rüstungsbudgets in mehreren Ländern lassen BAE-Chef Charles Woodburn hoffen. Dies sollte auch zu hohen Dividenden an die Aktionäre führen.

Im abgelaufenen Jahr verdiente BAE Systems 884 Millionen britische Pfund (eine Milliarde Euro) und damit sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptgrund war eine Abschreibung über 384 Millionen Pfund auf das Geschäft mit Aufklärungstechnik, für das sich die Gewinnaussichten verschlechtert haben.

Der bereinigte operative Gewinn legte allerdings stärker zu als von Analysten erwartet. Seinen Jahresumsatz konnte BAE um drei Prozent auf 19,6 Milliarden Pfund steigern – jedoch fast nur aufgrund von Währungseffekten. Der Auftragsbestand sank aus dem gleichen Grund leicht auf 41,2 Milliarden Pfund.

BAE Systems hatte im Oktober einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt – auch wegen fehlender Neuaufträge für den Kampfjet Eurofighter, der teilweise bei BAE gebaut wird. Insgesamt sollen bei dem Konzern nach damaligen Angaben 1.925 Arbeitsplätze wegfallen. Am härtesten soll es die Militärflugzeug-Sparte treffen, in der rund 1400 von 12.500 Jobs auf der Streichliste stehen. Auch im Schiffsbau und dem Geschäft mit Computer-Sicherheit fallen Stellen weg.

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