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Chemie-BrancheBrenntag will US-Rivalen Univar doch nicht übernehmen

Beide Chemikalienhändler waren aufgrund vorläufiger Übernahmegespräche unter Druck ihrer Aktionäre geraten. Die Risiken der Transaktion seien sehr hoch. 03.01.2023 - 07:03 Uhr

Der Chemikalienhändler kauft seit Jahren typischerweise kleinere bis mittelgroße Distributeure in wachstumsstarken Regionen oder in lukrativen Segmenten auf.

Foto: dapd

Aus dem milliardenschweren Zukauf von Brenntag in den USA wird nichts. Der weltgrößte Chemikalienhändler teilte am Montagabend in einer knappen Erklärung in Essen mit, er habe sich entschlossen, die Gespräche mit dem US-Konkurrenten Univar Solutions nicht fortzuführen. Eine Begründung dafür gab Brenntag nicht. Univar äußerte sich zunächst nicht.

Die beiden Unternehmen hatten Ende November vorläufige Übernahmegespräche bestätigt, waren danach aber unter Druck ihrer jeweiligen Aktionäre geraten. Durch die Fusion wäre ein Branchenriese mit einem Umsatz von gut 30 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn von fast drei Milliarden Euro entstanden.

Univar wird an der New Yorker Börse mit 5,2 Milliarden Dollar bewertet. Für Brenntag wäre es die mit Abstand größte Übernahme der Firmengeschichte gewesen. Vorstandschef Christian Kohlpaintner hatte Anfang November ausdrücklich weitere Zukäufe ins Visier genommen und dabei auf den nordamerikanischen Markt verwiesen.

Bei den Brenntag-Anteilseignern stießen die Pläne aber auf Skepsis. Die Aktie geriet im Leitindex Dax unter Druck. Der aktivistische Aktionär PrimeStone forderte kurz vor Weihnachten, die Übernahmegespräche zu beenden. Die Risiken einer solchen Transaktion seien sehr hoch und überträfen bei weitem die Vorteile. Stattdessen solle Brenntag Aktien zurückkaufen und sich auf eine Aufspaltung vorbereiten, hieß es in einem offenen Brief von PrimeStone an den Brenntag-Vorstand.

Auch bei Univar stemmte sich ein Investor gegen die bilateralen Gespräche mit Brenntag. Der US-Hedgefonds Engine Capital forderte den Vorstand von Univar in einem offenen Brief auf, einen formalen Verkaufsprozess aufzusetzen, in dem auch andere Bieter in Frage kämen. Damit ließe sich der Preis auf 38 bis 44 Dollar je Aktie steigern. Am vergangenen Freitag schloss die Univar-Aktie bei 31,80 Dollar.

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rtr
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