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ChemieindustrieLanxess enttäuscht Anleger mit Ausblick –Aktie fällt

Lanxess enttäuscht mit schwachem Ausblick für 2025, was den Aktienkurs um mehr als neun Prozent fallen lässt. Doch ein milliardenschweres Investitionspaket des Bundes könnte eine Chance sein. 20.03.2025 - 13:00 Uhr

Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat mit seinem Ausblick die Anleger vergrault. Der Konzern rechnet für 2025 mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 600 und 650 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten deutlich mehr erwartet und waren von 675 bis 696 Millionen Euro ausgegangen. Die Dividende soll mit 0,10 Euro pro Aktie auf dem gleichen Niveau liegen wie im Vorjahr. „Der Fokus liegt 2025 auf Kostendisziplin und Schuldenreduktion,“ sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert auf der Bilanzpressekonferenz in Köln.

Die Anleger reagierten enttäuscht und schmissen die Aktien des MDax-Konzerns aus ihren Depots, der Kurs rutschte zwischenzeitlich um mehr als neun Prozent ins Minus.

Für das erste Quartal erwarte der Vorstand, dass das Ebitda vor Sondereinflüssen 25 bis 35 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen werde. Insgesamt gehe Lanxess von einem portfoliobereinigten Anstieg des Ebitda vor Sondereinflüssen um rund zehn Prozent aus. Der Ergebnisbeitrag der Polyurethan-Sparte werde nur noch für das erste Quartal enthalten sein. Das Unternehmen rechne damit, den Geschäftsbereich Urethane Systems im April an den japanischen Konkurrenten UBE zu verkaufen. Zachert kündigte an, die Erlöse von rund 500 Millionen Euro zur Schuldenreduktion einzusetzen.

Im vergangenen Jahr hat Lanxess trotz eines Umsatzrückgangs mehr verdient. Das Ebitda stieg 2024 um ein Fünftel auf 614 Millionen Euro und lag damit laut Zachert am oberen Ende der Prognosespanne. Eine höhere Auslastung der Anlagen und niedrigere Kosten dank des Sparprogramms hätten maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen. Der Umsatz bewegte sich mit 6,36 Milliarden Euro rund fünf Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Den Rückgang begründete Lanxess mit niedrigeren Verkaufspreisen infolge gesunkener Kosten für Rohstoffe und Energie.

Unter dem Strich stand ein Verlust von 177 Millionen Euro – ein Minus von zehn Prozent. Das negative Ergebnis sei vor allem auf Firmenwertabschreibungen und Wertanpassungen bei der Beteiligung am Kunststoffunternehmen Envalior zurückzuführen, erklärte Zachert.

Investitionspaket des Bundes als Hoffnungsschimmer

Der Konzernchef zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir haben den Widrigkeiten bei Konjunktur und Geopolitik getrotzt und unser Ergebnis aus eigener Kraft deutlich gesteigert. Das zeigt: Unsere strukturellen Maßnahmen wirken.“ Das werde sich auch im laufenden Jahr weiter auszahlen. „Daher trauen wir uns für 2025 weiteres Wachstum zu, auch wenn keine breite Belebung der weltweiten Nachfrage in Sicht ist.“ Insgesamt gehe er nur von einer leichten, graduellen Erholung aus. Vor allem der Markt in Europa werde schwach bleiben.

Doch ein Lichtblick seien die milliardenschweren Investitionspläne des Bundes. „Insgesamt bewerten wir das Investitionsprogramm als positiv“, sagte Zachert. Er finde es überzeugend, dass innerhalb kurzer Zeit zwei Parteien eine Initiative gestartet und etwas in Bewegung gesetzt hätten. Dies sei in den vergangenen drei Jahren nicht zu sehen gewesen. „Die Wirtschaft wird dadurch definitiv einen Stimulus erhalten und damit auch Lanxess“.

rtr
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