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Weniger NeuaufträgeDeutsche Industrie mit drittem Auftragsminus in Folge

Minus 2,9 Prozent: Die deutsche Industrie ist überraschend schlecht in die zweite Jahreshälfte gestartet. Warum nur? 05.09.2025 - 09:04 Uhr
Die Neuaufträge der Industrie fielen im Juli um 2,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat. Foto: Uwe Anspach/dpa

Die deutsche Industrie ist überraschend schlecht in die zweite Jahreshälfte gestartet. Die Neuaufträge fielen im Juli um 2,9 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das war bereits der dritte Rückgang in Folge und zugleich der größte seit Januar. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 0,5 Prozent gerechnet.

Werden allerdings die oftmals stark schwankenden Großaufträge ausgeklammert, hätte es im Juli zu einem Plus von 0,7 Prozent gereicht. „Das ist ein positives Signal“, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Zudem lag der Auftragseingang im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich von Mai bis Juli um 0,2 Prozent höher als in den drei Monaten zuvor.

Die negative Entwicklung ist wesentlich auf die deutlichen Rückgänge im sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen, wozu Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge gehören: Hier brach das Neugeschäft um 38,6 Prozent ein. Im Vormonat Juni hatte es hier noch viele Großaufträge gegeben. Auch der Rückgang bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen (-16,8 Prozent) beeinflusste das Gesamtergebnis negativ. Dagegen wuchs der Auftragseingang in der Automobilindustrie um 6,5 Prozent.

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Die Auslandsaufträge gingen im Juli um 3,1 Prozent zurück. Dabei sanken die Bestellungen aus der Euro-Zone um 3,8 Prozent, die aus dem Rest der Welt gingen um 2,8 Prozent zurück. „Die US-Zölle und die sich ändernde Weltordnung bleiben für die Industrie vorerst belastend“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Der Druck zum Beschäftigungsabbau dürfte mindestens bestehen bleiben.“ Auch die Inlandsaufträge sanken im Juli, und zwar um 2,5 Prozent.

„Die Volatilität der Auftragsentwicklung ist nach wie vor von den hohen handels- und geopolitischen Unsicherheiten geprägt“, betonte das Bundeswirtschaftsministerium. Die hohen US-Zölle auf Importe aus der Europäischen Union verteuern Waren „Made in Germany“ beim wichtigsten Exportkunden der deutschen Wirtschaft. „Die starken Schwankungen bei den Bestellungen im Sonstigen Fahrzeugbau dürften zudem auch die Fortschritte in der Beschaffung von Rüstungsgütern im In- und Ausland widerspiegeln“, so das Ministerium.

rtr
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