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Diagnostikkonzern Qiagen hüllt sich zu Fusionsgerüchten in Schweigen – Ziele erhöht

Qiagen befinde sich in einer konsolidierenden Industrie. Erst am Mittwoch hatte es Gerüchte über eine mögliche Fusion mit dem Rivalen Biomerieux gegeben.

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Finanzchef Roland Sackers bekräftigte nur, dass sich Qiagen in einer konsolidierenden Industrie befinde. Quelle: Reuters

Der Diagnostikkonzern Qiagen hält sich zu erneuten Fusionsgerüchten bedeckt. Finanzchef Roland Sackers bekräftigte nur, dass sich Qiagen in einer konsolidierenden Industrie befindet. „Wenn es zu konkreten Gesprächen kommen sollte, dann sind wir dazu verpflichtet, alle Optionen zu prüfen“, sagte er am Donnerstag zur Vorstellung der Quartalsbilanz.

„Das ist keine Industrie, wo sich die Unternehmen sehr stark isolieren.“ Es sei daher nicht verwunderlich, dass es immer wieder zu Übernahmespekulationen komme. „Das müssen und sollten wir nicht im einzelnen immer kommentieren.“ Qiagen stehe auch gut auf eigenen Beinen. „Wir sind ein sehr starkes Unternehmen mit einer starken Pipeline.“

Im vergangenen Jahr wollte der US-Laborausrüster Thermo Fisher das auf Tests zum Nachweis von Krankheiten sowie Laborgeräte spezialisierte Unternehmen für 11,3 Milliarden Euro kaufen. Die Übernahme scheiterte aber an den Aktionären, die das Angebot wegen der besseren Geschäftsaussichten von Qiagen im Zuge der Corona-Pandemie als zu niedrig ablehnten.

Seitdem machen immer wieder Übernahmespekulationen die Runde – erst am Mittwoch wieder, als erneut der französische Rivale Biomerieux als Partner für einen Zusammenschluss gehandelt wurde. Die Beratungen befänden sich noch in einem frühen Stadium und es gebe keine Gewissheit, dass es zu einem Deal komme, hatte die Agentur Bloomberg gemeldet.

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    Qiagen hebt Prognose wieder an

    Im dritten Quartal schnitt Qiagen besser ab als erwartet und erhöht seine Jahresziele wieder. Für 2021 rechnet der Dax-Aufsteiger zu konstanten Wechselkursen nun mit einem Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent und einem bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 2,48 Dollar.

    Zuletzt waren ein währungsbereinigtes Umsatzplus von mindestens zwölf Prozent und ein bereinigter Gewinn je Aktie von mindestens 2,42 Dollar in Aussicht gestellt worden, nachdem Qiagen im Sommer wegen einer sinkenden Nachfrage nach seinen Covid-Tests im Zuge der Impfkampagnen Abstriche bei der Prognose machen musste.

    Im abgelaufenen Quartal gab der Produktumsatz mit Bezug zu Covid-19 - der knappp 30 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht - zwar nach, aber nicht mehr so stark wie noch im Sommerquartal. Deutlich zu legte der Umsatz bei Produkten ohne Bezug zu Covid-19, wobei Qiagen vor allem von einem starken Geschäft mit seinem Tuberkulose-Test profitierte. Für diesen erwartet Sackers nun auch im Gesamtjahr einen höheren Umsatz als bislang. Insgesamt kletterte Qiagens Umsatz zu konstanten Wechselkursen um zehn Prozent auf 535 Millionen Dollar.

    Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 58 Cent auf Vorjahresniveau. Damit übertraf Qiagen seine Prognose für das dritte Quartal, die einen Umsatz auf Vorjahresniveau von 483,8 Millionen Dollar und einen Rückgang des Gewinns je Aktie auf 52 bis 53 Cent vorsah.

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