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Einschätzung einer prominenten Virologin Pfizer-Medikament wirkt gegen Omikron am besten

In der exklusiven Auswertung beweist sich das Corona-Medikament von Pfizer auch als wirkungsvoll gegenüber Omikron. Quelle: imago images/NurPhoto

Eine exklusive Auswertung für die WirtschaftsWoche vergleicht neue Corona-Medikamente auf ihre Wirksamkeit gegenüber Omikron. Das sind die Ergebnisse.

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Die Virologin Helga Rübsamen-Schaeff kommt in einer Analyse für die WirtschaftsWoche zu dem Schluss, dass etliche der neuen Corona-Medikamente auch gegen die Omikron-Variante helfen. Wörtlich erklärt Rübsamen-Schaeff: „Zu den Gewinnern bei der medikamentösen Behandlung von Infektionen mit der Omikron-Variante zählen die US-Konzerne Pfizer, Merck & Co., Gilead sowie der britische Medikamentenhersteller Glaxo SmithKline gemeinsam mit der US-Biotechfirma Vir und schließlich der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca. Gegen Omikron als wirkungslos erwiesen haben sich dagegen die Antikörperpräparate des Schweizer Roche-Konzerns sowie des US-Herstellers Lilly.“ Für ihre Analyse wertete Rübsamen-Schaeff vor allem kürzlich erschienene Studien französischer und belgischer Wissenschaftler aus.

Als Favorit sieht die erfahrene Virologin, die unter anderem das Biotechunternehmen AiCuris gründete, das Pfizer-Präparat an: „Paxlovid scheint mir momentan das Beste zu sein“, so Rübsamen-Schaeff gegenüber der WirtschaftsWoche. Eine Million Packungen hat die Bundesregierung vor wenigen Tagen bereits bestellt; schon im Januar könnte das Mittel verfügbar sein. Laut Studien aus der Zeit vor Omikron senkt die Coronapille von Pfizer das Risiko eines Krankenhausaufenthaltes um 89 Prozent. Derzeit werden in den Kliniken und Arztpraxen bereits Medikamente von Merck & Co., GlaxoSmithKline sowie Gilead eingesetzt.

Pfizer, Merck & Co. sowie Gilead setzen dabei laut Rübsamen-Schaeff auf ein besonders erfolgreiches Wirkprinzip, nämlich darauf, „die Vervielfältigung des Virus durch Hemmung seiner Enzyme zu verhindern“. Dagegen wirkten einige Antikörper-Medikamente wie etwa das Präparat von Roche und seines US-Partners Regeneron „nicht mehr gegen Omikron, weil sie auf das Spike-Protein abzielen, das von den Mutationen besonders betroffen ist.“

Mehr zum Thema: Die vollständige Auswertung, welche Medikamente gegen Omikron wirken, finden Sie hier.

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