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Ema-Zulassung Biontech erhält grünes Licht für Impfstoffproduktion in Marburg

Der im hessischen Marburg produzierte Biontech-Impfstoff ist von der Ema zugelassen worden. Die ersten Chargen sollen in der zweiten Aprilhälfte ausgeliefert werden.

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Das Werk ist nach Angaben von Biontech eine der größten mRNA-Impfstoffproduktionsstätten weltweit und soll eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 750 Millionen Dosen haben. Quelle: Reuters

Biontech wird bald auch aus seinem neuen Werk im hessischen Marburg Corona-Impfstoff ausliefern können. Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hat die Zulassung für die Nutzung des dort produzierten Wirkstoffs erteilt. Biontech kann nun erste Produktchargen des Impfstoffs an Partnerstandorte zur sterilen Abfüllung und Fertigstellung liefern, wie das Mainzer Biotechunternehmen am Freitag mitteilte. Die ersten Chargen des in Marburg hergestellten Impfstoffs sollen voraussichtlich in der zweiten Aprilhälfte ausgeliefert werden.

Biontech hatte die Produktionsstätte im vergangenen Jahr vom Schweizer Pharmakonzern Novartis übernommen und im Februar bereits mit der Produktion begonnen. Im ersten Halbjahr sollen in Marburg bis zu 250 Millionen Dosen hergestellt werden. Das Werk ist nach Angaben von Biontech eine der größten mRNA-Impfstoffproduktionsstätten weltweit und soll eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 750 Millionen Dosen haben.

In diesem Jahr wollen Biontech und sein Partner Pfizer insgesamt zwei Milliarden Covid-19-Impfdosen herstellen. Das Vakzin basiert auf der sogenannten Boten-RNA (mRNA), die den menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Proteinen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln soll.

Impfstoffe, die auf diese Weise hergestellt werden, benötigen eine besonders hohe Kühlung – das Biontech-Vakzin arktische minus 70 Grad. Biontech und Pfizer sammelten aber weitere Daten, wonach eine Lagerung für zwei Wochen auch bei minus 25 bis minus 15 Grad möglich ist. Die Ema genehmigte am Freitag die neuen Lagerungsbedingungen. Das sollte die Lagerung und Verteilung des Impfstoffs innerhalb der Europäischen Union erleichtern.

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