Fahrradhersteller Mifa schmeißt jeden zweiten Mitarbeiter raus – nochmal

Erst vor wenigen Wochen reduzierte der Fahrradhersteller Mifa die Zahl der Beschäftigten von etwas mehr als 500 auf 250. Nun muss erneut die Hälfte gehen.

Ein Mitarbeiter des Fahrradherstellers Mifa im Werk in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt). Quelle: dpa

Beim insolventen Fahrradhersteller Mifa in Sachsen-Anhalt muss erneut knapp die Hälfte der Mitarbeiter gehen. Zum Ende des Monats werde die Belegschaft von derzeit 240 auf knapp 130 verringert, teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag in Halle mit.

Grund dafür seien fehlende Mittel, um Teile für die Produktion eines weiteren Großauftrags zu finanzieren. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs sei in der Insolvenz nur möglich, wenn keine Verluste geschrieben würden, begründete Flöther den Schritt.

Erst vor wenigen Wochen war die Zahl der Beschäftigten von etwas mehr als 500 auf 250 reduziert worden.

Mifa blickt auf eine 110-jährige Tradition am Standort Sangerhausen zurück. Das Unternehmen musste zum zweiten Mal binnen zwei Jahren Insolvenz anmelden.

Noch im Laufe des Frühjahrs soll ein Investor gefunden werden. Laut Flöther kommen die Gespräche mit zwei ernsthaften Interessenten gut voran. Über Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Fahrradbauer zuletzt etwa 400.000 Fahrräder im Jahr.

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