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Geplante Neuausrichtung Thyssen-Krupp-Interimschef Kerkhoff zerstreut Zerschlagungsgerüchte

Trotz Druck von Investoren versichert Thyssen-Krupp-Interimschef Kerkhoff, der bisherige Weg des Konzerns wird fortgesetzt. Er ist zuversichtlich, Verbesserungen vorweisen zu können.

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Laut Guido Kerkhoff, Interimschef der Thyssen-Krupp AG, habe der Vorstand ein klares Mandat bekommen: „den bisherigen Weg bis auf Weiteres fortzusetzen - mit allen Geschäften. Unter einem Dach.“ Quelle: dpa

Berlin Thyssen-Krupp-Interimschef Guido Kerkhoff ist Befürchtungen entgegengetreten, der Industriekonzern könnte bei der geplanten Neuausrichtung zerschlagen werden. In einer internen Mitarbeitermitteilung, die der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ vorliegt, schrieb Kerkhoff, der Thyssen-Krupp-Vorstand habe vom Aufsichtsrat ein klares Mandat bekommen, „den bisherigen Weg bis auf Weiteres fortzusetzen - mit allen Geschäften. Unter einem Dach.“

Zuvor hatte unter anderem der Betriebsrat vor einer Zerschlagung des Unternehmens durch Finanzinvestoren gewarnt. Druck hatte vor allem der schwedische Finanzinvestor Cevian aufgebaut, dem die Umbaubemühungen von Thyssen-Krupp nicht weit genug gingen.

Unter diesem Druck war am Montag Aufsichtsratschef Ulrich Lehner zurückgetreten und hatte das Dax-Unternehmen noch weiter in die Führungskrise gestürzt. Zuvor war bereits Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger gegangen.

Kerkhoff zeigte sich in der „WAZ“ zuversichtlich, Ergebnisverbesserungen vorweisen zu können. „Auch uns als Vorstand ist bewusst, dass wir unsere Rendite steigern müssen, um das Vertrauen des Kapitalmarkts in unser Unternehmen zu stärken - und wir wissen, dass wir das schaffen können“, erklärte Kerkhoff in dem Schreiben, das am Mittwoch verschickt wurde. „Kurzfristige Renditemaximierung auf Kosten der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ist nicht unser Ziel.“

Lehner hatte zu seinem Rücktritt erklärt, seine Entscheidung solle dazu beitragen, „das notwendige Bewusstsein bei allen Beteiligten zu schaffen, dass eine Zerschlagung des Unternehmens und der damit verbundene Verlust von vielen Arbeitsplätzen keine Option darstellt - weder im Sinne des Stifters noch im Sinne unseres Landes“.

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