WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Hohe Zahlungen winken Mainzer Biotechfirma BioNTech kooperiert mit Pfizer und könnte bis zu 425 Millionen Dollar bekommen

BioNTech spült Geld in seine Kassen: Durch eine Partnerschaft mit dem US-Pharmariesen Pfizer winkt eine Zahlung von bis zu 305 Millionen Dollar.

Das Mainzer Unternehmen BioNTech hat sich auf die Entwicklung von personalisierten Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten spezialisiert. Quelle: Reuters

FrankfurtDas Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat den US-Pharmariesen Pfizer als Partner gewonnen. Zusammen wollen die beiden Unternehmen im Rahmen einer mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungskooperation neuartige Grippeimpfstoffe entwickeln, wie BioNTech und Pfizer am Donnerstag mitteilten.

Von dem US-Pharmakonzern erhält BioNTech eine Vorauszahlung über 120 Millionen Dollar sowie Meilensteinzahlungen von bis zu 305 Millionen Dollar für das Erreichen bestimmter Ziele in der Zusammenarbeit. Pfizer wird die weitere Forschung finanzieren und beteiligt sich mit einem kleineren Anteil, der nicht spezifiziert wurde, an dem rheinland-pfälzischen Unternehmen. Sollten Produkte aus der Kooperation auf den Markt kommen, erhält BioNTech Lizenzgebühren.

Das 2008 gegründete Mainzer Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von personalisierten Immuntherapien zur Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten spezialisiert. Mit Pfizer soll die Forschung und Entwicklung von Grippeimpfstoffen auf Basis des Botenmoleküls Messenger-RNA (mRNA) vorangetrieben werden.

Dieser Ansatz soll eine schnellere und kostengünstigere Herstellung von Grippeimpfstoffen mit höherer Wirksamkeit im Vergleich zu aktuellen Impfstoffen ermöglichen. Nachdem BioNTech eine erste klinische Studie abgeschlossen hat, werden die Amerikaner die alleinige Verantwortung für die weitere klinische Entwicklung und Kommerzialisierung der Grippeimpfstoffe übernehmen.

BioNtech beschäftigt über 750 Mitarbeiter und arbeitetunter anderem mit der Roche-Tochter Genentech, Sanofi und Eli Lilly zusammen. Wichtigste Kapitalgeber sind die Gebrüder Strüngmann, die den Generikahersteller Hexal 2005 an Novartis verkauft hatten. Sie halten einen Anteil von mehr als 50 Prozent an dem Unternehmen.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%