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IndustrieThyssen-Krupp-Betriebsrat fordert Klarheit für Job-Garantie

Anfang August kündigte Konzernchef Lopez ein Performance-Programm an. Der Betriebsrat befürchtete betriebsbedingte Kündigungen. Doch die wird es offenbar nicht geben. 04.09.2023 - 15:54 Uhr

Lopez hatte im Juni die Nachfolge von Martina Merz angetreten.

Foto: Reuters

Die Arbeitnehmervertreter von Thyssen-Krupp haben vom neuen Konzernchef Miguel Lopez den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen gefordert. „Wir ziehen klare rote Linien. Mit uns wird es betriebsbedingte Kündigungen nicht geben“, sagte Konzernbetriebsratschef Tekin Nasikkol am Montag auf einer Pressekonferenz in Duisburg.

Lopez habe ihm persönlich versichert, dass das angekündigte Performance-Programm kein Restrukturierungsprogramm sei. „Das bedeutet für mich, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird - weder beim Stahl noch bei der Thyssen-Krupp AG.“ Lopez müsse das klarstellen. Nasikkol ist auch Gesamtbetriebsratschef der Stahlsparte und Mitglied des Konzernaufsichtsrats.

Der Manager hat im August ein Performance-Programm für den gesamten Konzern angekündigt und dabei einen Stellenabbau nicht ausgeschlossen. Das Programm mit dem Titel „APEX“ soll einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Mitarbeiter-Information zufolge am 13. September dem Aufsichtsrat vorgestellt werden und am 14. September starten.

Zu den Schwerpunkten des Programms gehören demnach unter anderem die Themen Personal & Organisation, Materialkosten, Geschäftsmodelle und Vertrieb, sowie Performance Culture & Change. Ein „Weiter so“ könne es nicht geben, hieß es in dem Papier.

Mit dem Performance-Programm sollten schnell in allen Bereichen Möglichkeiten zur Verbesserung ausgemacht werden, um das volle Potenzial aus den Geschäften zu schöpfen, erklärte Lopez in der Info. „Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Cash-Effekte, sondern ebenso um die nachhaltige Entwicklung von Thyssen-Krupp.“

Lopez hatte im Juni die Nachfolge von Martina Merz angetreten. Diese hatte unter anderem die Zukunft der Stahlsparte mit rund 27.000 Beschäftigten zur Disposition gestellt und neben Partnerschaften auch einen Verkauf nicht ausgeschlossen. Als ein Interessent gilt der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky und seine Holding EPH. „Gegen Milliardäre haben wir nichts. Wenn sie das Geld in Stahl investieren, freuen wir uns“, sagte Nasikkol. Bislang habe man von dieser Seite aber nichts gehört. Grundsätzlich sei man offen für Gespräche. „Wir können uns auch durchaus vorstellen, weiter im Konzern zu bleiben.“

rtr
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