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KonsumgüterkonzernHohe Rohstoff- und Transportkosten lassen Henkel vorsichtiger werden

Der Konsumgüterkonzern Henkel wird für das laufende Jahr pessimistischer und erwartet nur Zahlen am unteren Rand der Prognose. Schuld daran sind hohe Rohstoff- und Transportkosten. 08.11.2021 - 08:59 Uhr

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel kämpft mit hohen Rohstoffpreisen.

Foto: dpa

Auf dem Konsumgüterkonzern Henkel lasten hohe Rohstoff- und Transportkosten. Die Düsseldorfer rechnen deshalb damit, trotz eines deutlichen Umsatzwachstums bei den Ergebniserwartungen 2021 am unteren Ende der ursprünglichen Prognosebandbreiten zu landen. „Angespannte Lieferketten und steigende Rohstoff- und Transportkosten stellen (..) besondere Herausforderungen dar“, sagte Konzernchef Carsten Knobel am Montag.

Im dritten Quartal schraubte der Hersteller von Pritt, Loctite und Persil den Umsatz um 1,9 Prozent auf rund fünf Milliarden Euro in die Höhe, organisch wuchsen die Erlöse um 3,5 Prozent. Ein deutliches Plus verbuchte dabei das Geschäft mit Klebstoffen, vor allem aus der Elektronik- und Verpackungsindustrie wurden die Produkte nachgefragt. Auch Konkurrent Beiersdorf hatte im Quartal im Geschäft rund um Tesa deutlich zulegen können. Weniger rund für Henkel lief es dagegen bei Kosmetikprodukten, die ein Umsatzminus verbuchten. Hier hatten die Kunden in der Corona-Krise vor Jahresfrist stark nach Körperpflege-Produkten gegriffen, nun normalisierte sich die Nachfrage nach Seifenartikeln. Im Waschmittelgeschäft rund um Persil konnte Henkel organisch im Quartal zulegen. Hier verteuerten sich die Produkte auch deutlich.

Vorstandschef Knobel erwartet nun für das Gesamtjahr weiter ein organisches Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent. Die bereinigte Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll bei 13,5 Prozent liegen – zuvor hatte er noch eine Spanne von 13,5 bis 14,5 Prozent in Aussicht gestellt. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwartet Henkel nun einen Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich.

Konkurrent Beiersdorf erwartet für das Gesamtjahr, dass die Erlöse organisch um acht bis zehn Prozent steigen. Höhere Preise bei den Rohstoffen wollen die Hamburger mit Einsparungen und Preiserhöhungen für die eigenen Produkte kompensieren.

Mehr zum Thema: „Ich werde Angela Merkel vermissen“: Hören Sie hier Henkel-Chef Carsten Knobel im Podcast mit WiWo-Chefredakteur Beat Balzli.

rtr
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