Nach WirtschaftsWoche-Bericht Stada gibt Untersuchung zu dubiosem Ladival-Deal in Auftrag

Stada gerät wegen des Verkaufs der Sonnenschutzmittel-Marke Ladival unter Beschuss, über den die WirtschaftsWoche berichtete. Der Pharmakonzern kündigte jetzt Konsequenzen an und leitet eine Überprüfung ein.

Schriftzug von Stada. Quelle: dpa

Die WirtschaftsWoche hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass Stada im Jahr 2013 die Markenrechte an dem Sonnenschutzmittel Ladival für 30 Millionen Euro an den früheren Investmentbanker Ingo Söhngen verkauft hat. Insider sagen, dass der Vorstand damit seinen Bonus sichern wollte. Auf der Hauptversammlung am Mittwoch hatten einige Aktionäre Fragen zu dem dubiosen Deal. 2013 führte der langjährige Vorstandschef Hartmut Retzlaff das Unternehmen.

Stada kündigte nun Konsequenzen an. Der amtierende Vorstandschef Engelbert Tjeenk Willink sagte auf der Hauptversammlung, dass Aufsichtsrat und Vorstand eine Untersuchung zu dem Deal in Auftrag gegeben haben. Der damalige Vorstand hatte den Deal mit grundsätzlichen Finanzierungserwägungen begründet. Aus heutiger Sicht gebe es daran Zweifel, so Willink.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Oetker sagte, dem damaligen Aufsichtsrat sei die Transaktion als steuerliches Optimierungsmodell vorgestellt worden. Aufgrund der damals vorliegenden Informationen sei das Geschäft sinnvoll erschienen.

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