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Neue Zahlen Henkel kommt mit blauem Auge durch die Corona-Krise

Die Corona-Krise hat 2020 sichtbare Spuren in der Bilanz des Konsumgüter-Herstellers Henkel hinterlassen. Quelle: REUTERS

Vor allem das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln florierte im Corona-Jahr 2020. Schlechter sah es in zwei anderen Bereichen aus. Doch schon in diesem Jahr will der Markenartikler wieder auf Wachstumskurs gehen.

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Gute Geschäfte mit Wasch- und Reinigungsmitteln, deutliche Einbußen im industriell geprägten Klebstoffgeschäft und bei den Angeboten für Friseure: Die Corona-Krise hat 2020 sichtbare Spuren in der Bilanz des Konsumgüter-Herstellers Henkel (Persil, Schwarzkopf, Pritt) hinterlassen. Der Nettogewinn des Markenartiklers brach um 32,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ursachen dafür waren vor allem die coronabedingten Nachfragerückgänge in wichtigen Geschäftsbereichen und erhöhte Investitionen in Marketing und Innovationen.

Der Konzernumsatz sank im Corona-Jahr 2020 um 4,3 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Portfolioveränderungen lag das Minus allerdings nur bei 0,7 Prozent. Und bereits in diesem Jahr will das Unternehmen trotz der anhaltenden Pandemie wieder auf Wachstumskurs gehen.

Vor allem die umsatzstarke Klebstoffsparte litt 2020 unter der rückläufigen Nachfrage wichtiger Abnehmerindustrien wie der Automobilproduktion. Auch die Kosmetiksparte bekam die coronabedingten Schließungen von Friseurgeschäften in vielen Ländern zu spüren. Dagegen profitierte die Waschmittel- und Reinigungsparte von dem gestiegenen Hygienebewusstsein in der Pandemie und konnte kräftig wachsen.

Die Online-Umsätze stiegen in der Pandemie bei Henkel über alle Unternehmensbereiche hinweg deutlich an – insgesamt um rund 20 Prozent. Im Endkundengeschäft lag das Wachstum sogar bei mehr als 60 Prozent. Insgesamt macht der Waschmittel-, Kosmetik- und Klebstoff-Hersteller inzwischen rund 15 Prozent seiner Umsätze über digitale Kanäle.

Trotz der anhaltenden Corona-Krise will Henkel bereits in diesem Jahr wieder auf den Wachstumskurs zurückkehren. Der Konzern erwartet, dass sich die Industrienachfrage und für Henkel wesentliche Bereiche des Konsumgütergeschäfts – insbesondere das Friseurgeschäft – 2021 erholen werden. Dagegen werde sich die pandemiebedingt erhöhte Nachfrage etwa nach Oberflächenreinigungsmitteln oder Seifen wieder normalisieren. Unter dem Strich dürfte die Entwicklung für Henkel aber positiv sein.

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So sollen die Erlöse organisch, sprich währungs- und portfoliobereinigt, um zwei bis fünf Prozent zulegen. Auch beim Gewinn zeigt sich Henkel wieder zuversichtlicher. Das um Sondereffekte und Währungsschwankungen bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie von 4,26 Euro soll um 5 bis 15 Prozent zulegen.

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