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PharmakonzernNovartis mit kräftigem Gewinnplus – Milliardenschwerer Aktienrückkauf

Der schweizer Pharmakonzern Novartis konnte im vergangenen Quartal hohe Gewinne erzielen. Auf mögliche Hürden, wie die Strafzölle der USA, gibt sich der Konzern vorbereitet. 17.07.2025 - 09:23 Uhr
Das Logo des Pharmakonzerns Novartis. Foto: REUTERS

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat nach starken Zuwächsen im zweiten Quartal sein Gewinnziel für das Gesamtjahr leicht angehoben. Für 2025 werde nun ein Wachstum des operativen Kernergebnisses im niedrigen Zehnerbereich anvisiert, teilte das Basler Unternehmen am Donnerstag mit. Bisher war ein Zuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet worden. Die Umsatzprognose bekräftigte Novartis und geht weiter von einem Wachstum unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen im hohen einstelligen Prozentbereich aus. Die Aktionäre werden mit einem Aktienrückkaufprogramm im Umfang bis zu zehn Milliarden Dollar umgarnt, das bis Ende 2027 abgeschlossen werden soll.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz um zwölf Prozent auf 14,054 Milliarden Dollar zu, ein Plus von elf Prozent zu konstanten Wechselkursen. Der operative Kerngewinn stieg binnen Jahresfrist um 20 Prozent auf gut 5,9 Milliarden Dollar. Der Kerngewinn je Aktie lag bei 2,42 (Vorjahreszeitraum: 1,97) Dollar und damit oberhalb der Analystenschätzungen.

Wachstumstreiber waren zuletzt vor allem das Herzmedikament Entresto, das Multiple-Sklerose-Mittel Kesimpta sowie die Krebsarznei Kisqali. Analysten erwarten jedoch, dass der Markteintritt von günstigeren Nachahmermedikamenten für den Umsatzrenner Entresto in der zweiten Jahreshälfte für Gegenwind sorgen dürfte. Novartis hatte in der Sache einen Rückschlag hinnehmen müssen. Ein US-Gericht lehnte gerade erst einen Antrag auf einstweilige Verfügung ab, mit dem Novartis den Verkauf eines Generikums durch MSN Pharmaceuticals hatte verhindern wollen.

Der Basler Konzern sieht sich zudem mit der Möglichkeit von US-Zöllen auf Arzneimittel konfrontiert. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt mit solchen Abgaben gedroht. Novartis habe die möglichen Auswirkungen jedoch bereits in seiner Jahresprognose berücksichtigt. Konzernchef Vas Narasimhan erklärte dazu im April, das Unternehmen könne die Zölle im laufenden Jahr verkraften. Langfristig will Novartis seine Produktion für den wichtigen US-Markt umbauen. Binnen fünf Jahren sollen alle wichtigen Medikamente für die USA auch dort hergestellt werden.

Finanzchef Harry Kirsch hatte diesen Schritt jedoch auch mit Lehren aus der Pandemie begründet, um widerstandsfähigere, regionale Lieferketten aufzubauen. Kirsch wird das Unternehmen nach 22 Jahren im März 2026 verlassen. Ihm folgt Mukul Mehta, derzeit Leiter für Business Planning, Digital Finance und Steuern. Mehta arbeitet seit mehr als 20 Jahren bei Novartis.

rtr
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