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PharmakonzernMerck will 2024 nach Gewinneinbruch wieder zulegen

Beim Darmstädter Dax-Konzern ist der Corona-Boom vorbei, auch das Halbleitergeschäft ist schwach. Nun hofft das Management auf die Rückkehr zum Wachstum in diesem Jahr. 07.03.2024 - 08:06 Uhr

Merck muss wegen der Nachfrageschwäche nach dem Corona-Boom der Vorjahre einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Doch 2024 soll es bei dem Pharma- und Technologiekonzern wieder aufwärtsgehen. „Nun fokussieren wir uns auf die schrittweise Rückkehr zu Wachstum im Laufe des Geschäftsjahres“, sagte Vorstandschefin Belén Garijo am Donnerstag.

„Gleichzeitig definieren wir unseren strategischen Fahrplan, um das langfristige und nachhaltige Wachstum von Merck sicherzustellen“, so Garijo. Der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis sollen 2024 organisch leicht bis moderat zulegen. Dazu soll vor allem das Pharmageschäft beitragen.

Im vergangenen Jahr sank der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um gut 14 Prozent auf 5,88 Milliarden Euro und lag damit wie erwartet am unteren Ende der im vergangenen Sommer gesenkten Ziele. Merck setzte knapp 21 Milliarden Euro um, ein Minus von 5,6 Prozent. Für Gegenwind sorgten auch negative Wechselkurseffekte. Unter dem Strich fiel der Gewinn des Darmstädter Unternehmens um 15 Prozent auf 2,8 Milliarden. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 2,20 Euro je Aktie erhalten.

Merck konnte zwar im Pharmageschäft dank guter Geschäfte mit Krebsmedikamenten und dem Multiple-Sklerose Mittel Mavenclad, das erstmals seit der Markteinführung einen Milliardenumsatz erzielte, sowie seinen Fruchtbarkeitsbehandlungen deutlich zulegen.

Im Life-Science-Bereich, der Produkte für die Pharmaforschung und Arzneimittelherstellung anbietet, leidet der Konzern aber unter einer rückläufigen Nachfrage nach dem Corona-Boom und einem Lagerbestandsabbau bei den Kunden. Im Elektronikgeschäft belastet das schwache Geschäft mit der Halbleiterbranche.

Merck geht nun von einer Umsatzerholung im Life-Science-Bereich in der zweiten Jahreshälfte aus. Der Markt für Halbleitermaterialien sollte sich 2024 ebenfalls schrittweise erholen. Der Wendepunkt werde voraussichtlich zum Anfang des zweiten Halbjahres erreicht.

rtr
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