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Stahlkonzern Tata streicht in Europa Jobs

Die indische Tata Steel hat angekündigt, sein Werk Orb im Süden von Wales dichtzumachen. Davon könnten Hunderte Arbeitnehmer betroffen sein.

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Das Unternehmen streicht Hunderte Stellen. Quelle: imago images / Pro Shots

Wenige Monate nach der gescheiterten Stahl-Fusion mit Thyssen-Krupp setzt die indische Tata Steel bei ihrer europäischen Tochter den Rotstift an. Das Unternehmen kündigte am Montag an, sein Verluste schreibendes Elektrostahlwerk Orb in Süd Wales zu schließen.

Davon könnten bis zu 380 Mitarbeiter betroffen sein. Es sei keine Möglichkeit für einen Weiterbetrieb gefunden worden und nicht zu rechtfertigen, weitere Verluste zu finanzieren, sagte Tata-Steel-Europe-Vorstand Henrik Adam. Eine Modernisierung des Werks für eine Produktion von Blechen für Elektroautos würde nach seinen Worten mehr als 50 Millionen Pfund (rund 55 Millionen Euro) kosten.

Orb gehört zur Tata-Tochter Cogent – einer von fünf Bereichen, die der Konzern nicht mehr zum Kerngeschäft zählt. Tata hatte diese im Mai 2018 zum Verkauf gestellt. Der Konzern wollte sich damit auch für die Stahlfusion mit Thyssen-Krupp Steel Europe schlanker aufstellen. Ende Juni vergangenen Jahres beschlossen die Unternehmen die Zusammenlegung ihrer europäischen Stahlgeschäfte, die jedoch im Frühjahr dieses Jahres nach Einwänden der EU-Wettbewerbshüter scheiterte.

Mehr: Nachdem sich der Aktienkurs innerhalb eines Jahres halbiert hat, läuft die Zeit von Thyssen-Krupp im Dax ab. Doch ein Abstieg in den MDax kann heilsam sein.

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