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TechnologieunternehmenSchwache Nachfrage aus Halbleiterindustrie bremst Merck

Das Unternehmen hofft auf eine Erholung des Marktes für Halbleitermaterialien in der zweiten Jahreshälfte. Merck-Chefin Belen Garijo rechnet mit einem Rückgang des operativen Gewinns. 11.05.2023 - 11:33 Uhr

Im ersten Quartal fiel der bereinigte Betriebsgewinn um 2,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Foto: dpa

Ein schwächeres Geschäft mit der Halbleiterbranche trübt die Aussichten bei Merck. Der Markt für Halbleitermaterialien dürfte sich zwar voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte erholen, allerdings später und von einer niedrigeren Basis als ursprünglich angenommen, teilte das Darmstädter Pharma- und Technologieunternehmen am Donnerstag mit.

„2023 wird für uns ein Übergangsjahr“, sagte Merck-Chefin Belen Garijo. „Der schwächere Markt für Display und Semiconductor Solutions sowie der weitere Rückgang der Covid-19-bedingten Umsätze haben unsere Geschäftsentwicklung gedämpft.“

Für dieses Jahr rechnet Garijo nun mit einem Rückgang des bereinigten operativen Gewinns (Ebitda) von bis zu zehn Prozent auf 6,1 bis 6,7 (Vorjahr: 6,8) Milliarden Euro. Gegenwind kommt auch von negativen Wechselkurseffekten. Organisch dürfte das Minus bis zu fünf Prozent betragen und damit in etwa so viel wie bislang erwartet.

Merck hatte bislang prognostiziert, dass das Ergebnis moderat zurückgehen oder bestenfalls stabil bleiben dürfte. Beim Umsatz war ein leichtes bis solides organisches Wachstum in Aussicht gestellt worden. Garijo erwartet nun einen Umsatz von 21,2 bis 22,7 (2022: 22,2) Milliarden Euro bei einem organischen Wachstum von ein bis vier Prozent. 2022 war Merck noch aus eigener Kraft um mehr als sechs Prozent gewachsen.

Doch bei dem Unternehmen schwächt sich mit dem Abflauen der Pandemie - in der Merck im Laborgeschäft von einer starken Nachfrage von Impfstoffherstellern profitierte - nicht nur das Corona-Geschäft ab. Die Darmstädter bekommen auch eine anhaltend geringere Nachfrage nach Flüssigkristallen für Flachbildschirme zu spüren sowie nach Halbleitermaterialen aus der Chipindustrie, in der wichtige Kunden von Merck ihre Produktion gedrosselt haben. Rückenwind kommt dagegen aus dem Pharmageschäft von neuen Medikamenten wie der Krebsimmuntherapie Bavencio.

Im ersten Quartal fiel der bereinigte Betriebsgewinn um 2,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Damit schlug sich Merck aber besser als von Analysten erwartet, die gut 1,5 Milliarden Euro prognostiziert hatten. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich fuhr Merck einen Gewinn von 800 Millionen Euro ein, ein Minus von knapp zehn Prozent.

rtr
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