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Verkaufsprojekt Bahn-Tochter Arriva soll auch außerhalb Europas wachsen

Exklusiv
Die Busse und Bahnen von Arrviva könnten bald auch außerhalb Europas fahren. Quelle: dpa

Das Interesse an Bahn-Tochter Arriva ist groß, in Zukunft will der Verkehrskonzern auch außerhalb Europas seine Geschäfte machen. Der Verkaufsprozess soll im Sommer starten. Zusätzlich wird ein Börsengang vorbereitet.

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Der britische Verkehrskonzern Arriva, der bislang ausschließlich Busse und Bahnen in Europa betreibt, will künftig auch in anderen Ländern der Welt Geschäfte machen. Das geht aus dem Unternehmensprospekt hervor, den die Deutsche Bahn im Zuge des geplanten Arriva-Verkaufs an interessierte Investoren verschickt. Arriva-Busse und -Züge sollen bald auch „außerhalb Europas“ unterwegs sein, heißt es in dem 17-seitigen Schreiben, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Andere Kontinente bedeuteten „zusätzliches Wachstumspotenzial“.

Außerdem rechnet Arriva laut so genanntem Teaser, den die Investmentbanker von Deutscher Bank und Citi erstellt haben, bis 2030 mit zusätzlichen 20 Milliarden Euro Umsatz in Europa. Arriva hat mehrere Verkehrsverträge mit mehrjähriger Laufzeit gewonnen.

Das Interesse an Arriva ist groß. Es gebe Interessenten „im deutlich zweistelligen Bereich“, erfuhr die WirtschaftsWoche aus Finanzkreisen. Zu den Kandidaten, die bis Anfang Mai ein unverbindliches Interesse bekundet haben, gehörten sowohl Verkehrskonzerne wie Transdev, Stagecoach, First und die SNCF-Tochter Keolis, als auch Finanzinvestoren und Infrastrukturfinanziers wie Macquarie. Allerdings hätten die zunächst nur allgemeines Interesse angemeldet, also quasi die Hand gehoben.

Der konkrete Verkaufsprozess startet im Sommer. Dann will die Bahn den verbleibenden Bewerbern Businesspläne vorlegen. Die Bahn erwartet konkrete Angebote bis September und rechnet laut Branchenkreisen damit, dass sich Bieter auch zu Konsortien zusammenschließen. Die Bahn bereitet parallel einen Börsengang vor.

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