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Waffenhersteller Konten eingefroren – Sig Sauer schickt Mitarbeiter nach Hause

Der Waffenhersteller hat in seinem Standort Eckernförde den Betrieb vorläufig eingestellt. Zuvor waren Geschäftskonten eingefroren worden.

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Anfang Juni hatte Sig Sauer angekündigt, seinen deutschen Produktionsstandort im schleswig-holsteinischen Eckernförde zum Jahresende schließen zu wollen. Quelle: dpa

Nach dem Einfrieren der Geschäftskonten durch die Staatsanwaltschaft hat der Waffenhersteller Sig Sauer in seinem Standort Eckernförde den Betrieb vorläufig eingestellt. „Wir haben am Mittwochmorgen sämtliche Mitarbeiter nach Hause geschickt - zunächst bis zum Ende der Woche“, sagte Geschäftsführer Tim Castagne am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Grund sei die am Dienstag von der Kieler Staatsanwaltschaft vorgenommene Vollstreckung eines sogenannten Vermögensarrestes über 7,4 Millionen Euro. Neben dem Einfrieren der Geschäftskonten seien Maschinen sowie sämtliche fertiggestellten Waffen mit Pfändungssiegeln versehen worden. „Wir können Aufträge nicht ausliefern“, sagte Castagne. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Anfang Juni hatte Sig Sauer angekündigt, seinen deutschen Produktionsstandort im schleswig-holsteinischen Eckernförde zum Jahresende schließen zu wollen. Die hiesigen Standortnachteile erlaubten für die Zukunft keine wirtschaftliche Produktion von Sport- und Behördenwaffen, teilte das Unternehmen mit. Seit dem Jahr 2000 gehört nach Firmenangaben die Sig Sauer GmbH & Co. KG in Eckernförde zur L&O Holding in Emsdetten (Nordrhein-Westfalen).

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