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Werkzeugmaschinen Wie Gildemeister zu DMG Mori Seiki wird

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Keine „Fusion unter Gleichen“

Nach innen Synergien nutzen, nach außen den Weltmarkt optimal ausschöpfen – so sind die beiden Unternehmen bei Vertrieb, Marketing und Forschung immer enger zusammengewachsen. Zuletzt wurde eine gemeinsame Steuerung für die Maschinen entwickelt.

Produkte des Maschinenbaus

Eigentlich hatte Kapitza stets eine „Fusion unter Gleichen“ bis 2020 in Aussicht gestellt. Da Gildemeister heute deutlich ertrags- und finanzstärker ist, hätte dies jedoch in letzter Konsequenz eine Übernahme der Japaner bedeutet – für den Familienunternehmer Mori nicht tragbar. „Also wurde nach einer alternativen Deal-Struktur gesucht“, sagt Thomas Rau vom Research-Haus Montega in Hamburg.

Aktienkurs von Mori Seiki steigt

Der Analyst kann sich jedoch nicht erklären, warum Kapitza das Angebot von Mori Seiki entgegen der Interessen der anderen Gildemeister-Aktionäre jüngst als „einen Schlag zu hoch“ bezeichnete und er zudem die Geschäftsaussichten der Bielefelder schlechtrede.

Industrie



Die Frankfurter Baader-Bank kritisiert, dass das Angebot eher zu niedrig ausfalle. Trotz des gebotenen Übernahmepreises von 1,6 Milliarden Euro sei der Aktienkurs der Japaner an der Börse in Tokio allein in den vergangenen zwei Wochen um 29 Prozent gestiegen.

Egal, wie das Übernahmeangebot ausgeht: An der prinzipiellen Einstellung von Mori, der in seiner Freizeit gerne rudert und golft, zu seinem Unternehmen dürfte sich nichts ändern: „Ein Präsident ist wie ein Mönch im Tempel – für ihn gibt es nichts anderes als die Sorge für seine Firma und seine Mitarbeiter.“

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