Yfood-Einstieg: Welche Nestlé-Marken Sie noch überraschen könnten
Der jüngste Nestlé-Neuzugang ist Yfood: Der Lebensmittelgigant erwarb Ende Februar 2023 eine Minderheitsbeteiligung an Yfood Labs. Die beiden Gründer halten laut dem Unternehmen unverändert die Mehrheit aller Unternehmensanteile. Von dem Nestlé-Investment verspricht sich das mittelständische Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern eine beschleunigte Internationalisierung.
Das Gewürzunternehmen Ankerkraut wurde durch die Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“ bekannt, Juror Frank Thelen investierte. Der Investor trat seine Anteile im Frühjahr 2022 an Nestlé ab.
Mit Ankerkraut erweiterte Nestlé, dem auch Maggi gehört, sein Geschäft mit Gewürzen. Das schmeckt nicht jedem. Egal ob Twitter, Facebook oder Instagram – in den Sozialen Medien lehnte eine große Mehrheit den Deal ab. Kein Wunder: Der Nestlé-Konzern steht seit Jahren in der Kritik. Viele werfen ihm vor, mit seinen Produkten Profit auf Kosten der Ärmsten zu machen. Dabei wären viele Kunden wohl überrascht, wenn sie wüssten, was alles zum Portfolio des weltgrößten Nahrungsmittelkonzerns zählt.
2018 verleibte sich Nestlé das Geschäft mit Starbucks-Kaffeeprodukten ein, die außerhalb der Cafés zum Beispiel in Supermärkten unter dem Starbucks-Logo vertrieben werden.
Die vom Bäckermeister Ernst Wagner gegründete Tiefkühlmarke etwa übernahm Nestlé im Jahr 2000 vollständig. Seitdem heißt das als Wagner Tiefkühlprodukte GmbH im Jahr 1969 gegründete Unternehmen Nestlé Wagner GmbH und ist vor Dr. Oetker Marktführer bei Tiefkühlpizza.
Bei vielen Süßigkeiten wie Kitkat, Smarties oder Lion ist das Nestlé-Logo prominent über dem Produktnamen platziert. Zu den Nestlé-Süßigkeitenmarken gehört auch die Minzschokolade After Eight. 1988 hat Nestlé die Markenrechte des britischen Erfinders, einer Firma namens Rowntree, gekauft. Auch Kitkat oder Smarties stammen übrigens aus dieser 1862 gegründeten Schokoladenfabrik.
Die Getränkemarke Sanpellegrino gehört ebenfalls dem Schweizer Nahrungsmittelkonzern. Dazu gehören neben der Wassermarke auch die bunten italienischen Limonaden.
Nestlé macht auch bei den boomenden Veggie-Produkten mit – und das schon ganz schön lange. Die Marke Garden Gourmet gibt es seit 2007. Unter ihr verkauft der Konzern vegane Alternativen zu Thunfisch, Hack oder Hähnchen-Nuggets.
Wer eine der Buitoni-Pastasoßen in den Einkaufwagen steckt, erhält ein weiteres Produkt aus dem Hause Nestlé.
Bereits 1908 brachte der Unternehmer Fritz Thomi Schaad einen industriell gefertigten Senf in der Schweiz auf den Markt. Später verpackte er erstmals Senf in Tuben. Seit 1971 gehört die Marke Thomy, die längst auch bei Mayonnaise mitmischt, dem Nestlé-Konzern.
In den Regalen mit Tiernahrung steht Nestlé mit einigen Marken ebenfalls an prominenter Stelle. So gehört beispielsweise das Felix-Katzenfutter zur Markenwelt. Sein Tierfutter bündelt Nestlé unter der Marke Purina.