1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. IT
  4. Chiphersteller: Intel macht Investoren Hoffnung mit Umsatzprognose

ChipherstellerIntel macht Investoren Hoffnung mit Umsatzprognose

Von Intel gab es zuletzt viele schlechte Nachrichten. Über eine Prognose sind die Anleger nun so erleichtert, dass sie die Aktie deutlich steigen lassen – trotz einer Riesen-Abschreibung. 01.11.2024 - 09:31 Uhr Quelle: dpa

Intel-CEO Pat Gelsinger versucht seit Jahren, den Konzern mit neuen Technologien und Werken nach vorn zu bringen.

Foto: REUTERS

Der mit Verlusten kämpfende Halbleiter-Riese Intel hat die Wall Street positiv mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal überrascht. Die in den vergangenen Monaten arg gebeutelte Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel um rund sieben Prozent.

Intel stellte für das laufende Vierteljahr Erlöse zwischen 13,3 und 14,3 Milliarden Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 13,6 Milliarden Dollar (12,5 Mrd Euro) gerechnet. Im vergangenen Quartal fiel der Intel-Umsatz im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar.

Riesen-Abschreibung auf Ausrüstung

Unterm Strich stand wegen Abschreibungen und Belastungen im Zusammenhang mit dem laufenden Firmenumbau ein Verlust von 16,6 Milliarden Dollar in den Büchern. Vor einem Jahr hatte Intel noch einen Gewinn von 300 Millionen Dollar geschafft.

EY gibt auf

Welches Risiko geht jetzt von Super Micro Computer aus?

Der Wirtschaftsprüfer EY zieht sich bei Super Micro Computer zurück, die Aktie reagiert stark. Was Anleger jetzt wissen sollten.

von Michelle Jura

Die Abschreibungen erreichten dabei 15,9 Milliarden Dollar. Intel-Chef Pat Gelsinger sagte im TV-Sender CNBC, sie gingen unter anderem darauf zurück, dass sich aus Zeiten der Corona-Pandemie Ausrüstung aufgestaut habe, die man jetzt nicht mehr brauche. Der Grund: Damals habe man eine Fortsetzung der zeitweise hochgeschnellten PC-Nachfrage erwartet.

Zu Beginn der Pandemie wurden vor allem Notebooks knapp, weil alle von zu Hause arbeiteten und lernten. Doch dann sanken die PC-Verkäufe wieder.

Probleme seit Jahren

Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Intel versucht, gegenzuhalten - aber die Verkäufe des Konkurrenz-Chips Gaudi blieben bisher unter den Erwartungen und werden die angepeilte Marke von 500 Millionen Dollar in diesem Jahr verfehlen.

Zudem steht Intel stärker unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.

Intel-Chef Pat Gelsinger versucht seit Jahren, den Konzern mit neuen Technologien und Werken nach vorn zu bringen. Da der Wandel dauert, will er die Kosten um zehn Milliarden Dollar drücken und dafür mehr als 16.000 Jobs abbauen.
Als Teil der Sparmaßnahmen hatte Intel im vergangenen Quartal auch beschlossen, den Bau einer geplanten Chipfabrik bei Magdeburg um voraussichtlich zwei Jahre aufzuschieben.

Lesen Sie auch:„Die enttäuschenden ASML-Zahlen sind ein Dämpfer, aber kein Rückschlag“

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick