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Emoji-Update Google tauscht Schusswaffen-Emoji gegen eine Wasserpistole

Google entschärft seine Emojis: Mit Einführung von Android 9.0 verwandelt sich der Revolver in eine Wasserpistole.

Der Trend geht zur virtuellen Entwaffnung. Quelle: Screenshot Twitter

Mit mit Aktualisierung von Android 9.0 hat Google auch seine Emojis überarbeitet. Besonders auffällig: Die Schusswaffe wird durch eine harmlose Wasserpistole ersetzt, meldet das Onlineportal Emojipedia.

Mit der Überarbeitung folgt Google dem Trend, den Apple Anfang 2016 gesetzt hat. Mit dem Betriebssystem iOS 10 konnten Nutzer nur noch digitale Wasserpistolen verschicken.

Zuvor hatten Netzaktivisten unter dem Hashtag #DisarmTheiPhone – „entwaffnet das iPhone“ – zu weniger Hass und Gewaltsymbolen im Netz aufgerufen. Amokläufe, Kritik an der Waffenlobby NRA und häufige Todesmeldungen von Schussopfern in den USA taten ihr übriges.

Andere Smartphonehersteller wie etwa Samsung folgten dem Ruf: Mit der Einführung des Modells Galaxy 9 März diesen Jahres wurde auch hier die Pistole durch eine knallgrüne Spielzeugwaffe ersetzt.

Kurz darauf sprang auch der Kurznachrichtendienst Twitter mit auf den Zug. Jetzt sind nur noch Facebook und Microsoft schwer bewaffnet (siehe Tweet). Doch das soziale Netzwerk will die Waffe bald austauschen, berichtet Emojipedia.

Das Problem der unterschiedlichen Symbole ist nun: Wer auf einem iPhone seinem Gegenüber eine Wasserpistole sendet, kann derzeit sicher sein, was genau angezeigt wird. Ist das Endgerät von Microsoft betrieben, ist eine Waffe zu sehen.

Grund dafür ist, dass zwar jeder Hersteller einen internationalen Emoji-Code benutzt. Doch über die Gestaltung kann jeder selbst entscheiden. So sind Missverständnisse nicht ausgeschlossen.

Emojis sind aus der Alltagskommunikation nicht mehr wegzudenken. Manchmal sorgen sie auch für heiteren Schlagabtausch im Netz. So wurde November 2017 im Netz wild darüber diskutiert, ob der Käse beim Burger-Emoji richtig liegt. Die Google-Designer hatten den Käse nach Ansicht vieler Nutzer völlig falsch positioniert, nämlich unter dem Fleisch, direkt auf dem Brötchen. Apple hingegen hatte den Käse richtig über das Fleisch programmiert. Letztendlich gestaltete Google den Burger um.

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