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Kämpfer gegen Strom-BlackoutsNach diesen Fachkräften suchen die Energieversorger

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat Schwachstellen offengelegt. Energieversorger hatten ihre Nachfrage nach neuem Personal zuletzt reduziert.Volker ter Haseborg 16.01.2026 - 19:05 Uhr
Energieversorger befinden sich im Visier von Kriminellen – vor allem mit IT-Spezialisten wollen sich die Unternehmen jetzt rüsten Foto: WirtschaftsWoche

Wie wichtig die Arbeit von Energieversorgern ist, das hat der Blackout von Berlin im Januar gezeigt. Zehntausende Haushalte waren nach einem Brandanschlag von Linksradikalen auf eine Kabelbrücke tagelang ohne Strom. Wie gut sind die Energieversorger aufgestellt, um die Versorgung sicherzustellen? Ein spannender Indikator sind Stellenanzeigen.

Im Jahr 2025 schrieben die Energieversorger weniger Stellen aus. Das ist das Ergebnis einer exklusiven Auswertung der Employer-Branding-Beratung Index für die WirtschaftsWoche.

Anzeigen in 201 Printmedien, 317 Onlinebörsen, auf dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit und 900.000 Firmenwebsites wurden dafür ausgewertet. Ergebnis: „2025 gab es in der Energieversorgungsbranche über acht Prozent weniger öffentlich ausgeschriebene Stellen als 2024“, sagt Index-CEO Jürgen Grenz.

Die Index-Analysten schauten sich auch genauer an, nach welchen Profilen die Energieversorger suchten. Das Ergebnis gibt einen Hinweis darauf, mit welchen Herausforderungen die Unternehmen offenbar rechnen.

Während die Firmen die Suche nach Ingenieuren und Projektmanagern herunterfuhren, weiteten sie sie bei den IT-Fachkräften aus. Die Energienetze werden digital gesteuert, Energieversorger verwalten große Mengen an Daten – und sind Hackerangriffen ausgesetzt.

Auch die Hierarchie-Gruppen werden von Index Research untersucht. Während der Rückgang bei den ungelernten Arbeitern und Abteilungsleitern dramatisch ausfiel, waren Vorstände und Geschäftsführer gefragt. Ebenfalls gefragt: Praktikanten.

Wo in der Republik stellen Energieversorger ein?

Wer flexibel ist, wird in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen fündig. Während in allen anderen Bundesländern die Zahl der Stellenangebote sank, ist sie im vergangenen Jahr in diesen drei Ländern gestiegen.

In den zehn größten deutschen Städten ging die Zahl der Stellenanzeigen für Jobs in der Energieversorgung zurück. Die meisten freien Stellen gab es in der Hauptstadt.

Bundeskanzler Friedrich Merz forderte nach dem Anschlag, dass man sich nun mit der Frage beschäftigen müsse, ob Deutschland widerstandsfähig genug gegen solche Anschläge sei. Gut möglich, dass die Energieversorger ihre Suche demnächst wieder hochfahren.

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