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Nokia Netzwerkausrüster enttäuscht mit Zahlen und Ausblick

Beim finnischen Nokia-Konzern ist der Umsatz im Netzwerkgeschäft im dritten Quartal um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gesunken. Auch der Ausblick macht wenig Grund zur Hoffnung. Die Börse reagierte prompt.

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Die Nokia-Aktien fielen in der Spitze um fast 14 Prozent, der höchste Rückgang seit fünf Jahren. Quelle: Reuters

Der finnische Nokia-Konzern sieht noch lange keine Erholung auf dem schwächelnden Markt für Telekom-Netzwerkausrüstung. In diesem Jahr könnte der Weltmarkt zwischen vier und fünf Prozent schrumpfen und 2018 nochmals zwischen zwei und fünf Prozent zurückgehen, teilte Nokia am Donnerstag mit.

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Der pessimistische Ausblick und ein Ergebniseinbruch im Netzwerkgeschäft im dritten Quartal sorgten für Enttäuschung an der Börse: Die Nokia-Aktien fielen in der Spitze um fast 14 Prozent, der höchste Rückgang seit fünf Jahren.

Die Branche befindet sich zwischen zwei Technologiezyklen – während die Nachfrage nach Ausrüstung für Telekomnetze der vierten Generation (4G) langsam ausläuft, lassen große Volumenaufträge für 5G-Netze noch auf sich warten. Der erwartete Marktrückgang sei auch dem harten Wettbewerb in China und der möglichen Konsolidierung der Netzbetreiber in einigen Ländern geschuldet, erläuterte Nokia-Chef Rajeev Suri.

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Im dritten Quartal sank der Umsatz im Netzwerkgeschäft um neun Prozent auf 4,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn brach um 23 Prozent auf 334 Millionen Euro ein. Analysten hatten mit wesentlich besseren Zahlen gerechnet. Der Gesamtgewinn kletterte dank eines Sonderertrags aus der Einigung im Patentstreit mit LG Electronics um 20 Prozent auf 668 Millionen Euro.

„Für eine Erholung des Netzwerkgeschäfts müssen wir auf 2019 schauen. Davor ist kein Wachstum in Sicht“, resümierte Mikael Rautanen, Analyst bei Inderes Equity Research.

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