T-Mobile US Neue Fusionsgespräche mit Sprint

Die US-Tochter der Deutschen Telekom ist wohl weiterhin an einer Übernahme des Rivalen Sprint interessiert. Ein US-Sender berichtet, es gäbe regelmäßige Gespräche. Bei einer Fusion liege die Mehrheit auf deutscher Seite.

New YorkDie Telekom-Tochter T-Mobile US lotet dem Sender CNBC zufolge erneut eine Fusion mit dem US-Rivalen Sprint aus. Geplant sei ein Unternehmen, an dem die T-Mobile-Mutter Deutsche Telekom die Mehrheit halten würde, berichtete der US-Sender am Dienstag unter Berufung auf Insider. Angestrebt werde ein Aktientausch. Ein Sprecher der Deutschen Telekom lehnte eine Stellungnahme dazu ab. Aktien der Telekom legten in Folge der Nachricht zu und notierten am Dienstagnachmittag 3,5 Prozent fester. Sprint-Papiere legten fast sieben Prozent zu.

CNBC berichtete, dass die Sprint-Mutter, die japanische SoftBank Group, und die Deutsche Telekom in regelmäßigen Gesprächen seien. Sie seien aber Wochen von einem Ergebnis entfernt und es sei offen, ob die Gespräche zum Erfolg führten. Softbank würde bei einer Fusion ein großer Minderheitseigner sein. T-Mobile-Boss John Legere werde als Chef gehandelt. Softbank-Chef Masayoshi Son habe aber deutlich gemacht, dass er ein gehöriges Wörtchen mitreden wolle.

Es wäre nicht der erste Anlauf für einen Zusammenschluss der beiden Firmen. Insider hatten Ende Juni erklärt, die Bemühungen für einen solche Fusion lägen derzeit aber auf Eis. T-Mobile US hatte im Mai erklärt, durch einen Zusammenschluss könnten erhebliche Synergieeffekte entstehen. T-Mobile US ist die Nummer drei auf dem US-Telefonmarkt, Sprint die Nummer vier. Bislang sind Fusionen in der umkämpften US-Branche oft an Kartellbedenken gescheitert.

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