Quartalszahlen: Hannover Rück steuert auf mehr als 1,7 Milliarden Euro Gewinn zu
Bis zum Jahresende will Hannover Rück den Rückversicherungsumsatz um fünf Prozent steigern.
Foto: dpaHannover Rück sieht sich dank weniger Schäden durch Naturkatastrophen auf Kurs zu einem Nettogewinn von mehr als 1,7 Milliarden Euro. Nach neun Monaten hat der drittgrößte Rückversicherer der Welt 1,4 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftet, 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die Großschäden, für die die Hannover Rück einstehen muss, lagen mit 1,2 Milliarden Euro deutlich unter Vorjahr und innerhalb des anteiligen Jahresbudgets von 1,33 Milliarden Euro, das sie dafür reserviert hat. Im dritten Quartal überschritten sie das Budget leicht. Die Hurrikan-Saison steht allerdings zum Teil noch bevor.
Die Kapitalanlagenrendite lag mit 3,0 Prozent deutlich über dem Ziel von 2,4 Prozent. „Dies gibt uns Rückenwind für mögliche Bewertungskorrekturen in den Bereichen Private Equity und Immobilien, mit denen wir nach wie vor bis zum Jahresende rechnen“, sagte Finanzvorstand Clemens Jungsthöfel am Donnerstag.
Der Rückversicherungsumsatz stieg von Januar bis September währungsbereinigt um 3,8 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende hat sich die Hannover Rück ein Plus von fünf Prozent vorgenommen. Bei den Vertragserneuerungen in der Schaden-Rückversicherung mit den Erstversicherern und Maklern hätten sich die inflations- und risikobereinigten Preise und Konditionen weiter verbessert, erklärte der Rückversicherer.