Bitcoin kaufen: Wie seriös ist Bitpanda?

Frank Baecke
12. Januar 2026 – 16:25 Uhr aktualisiert
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Eine Person hält eine Bitcoin-Münze vor einem Laptop mit Kurscharts und Handelsdaten. Neutrales Krypto-Motiv im Kontext Bitcoin kaufen: Wie seriös ist Bitpanda?
Eine Person hält eine Bitcoin-Münze vor einem Laptop mit Kurscharts und Handelsdaten. Neutrales Krypto-Motiv im Kontext Bitcoin kaufen: Wie seriös ist Bitpanda?
Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Strenge europäische Regulierung durch österreichische FMA, deutsche BaFin und MiCAR-Compliance verbunden mit Cold-Storage-Verwahrung machen Bitpanda zum sicheren Hafen.
  • Anleger können auf der Plattform mit über 650 verschiedenen Kryptowährungen handeln. 
  • Broker wie Trade Republic, eToro, Finanzen.net Zero und Bitvavo können eine Alternative für Anleger sein, die eine Verknüpfung mit Aktiendepots suchen, Social Trading nutzen wollen oder bei hohen Handelsvolumen von niedrigeren Gebühren profitieren möchten.

Bitcoin gilt längst nicht mehr als exotisches Nischenprodukt, sondern ist im Massenmarkt der Geldanlage angekommen. Wer heute sicher in die digitale Leitwährung investieren möchte, stößt rasch auf Bitpanda.

Während manche Krypto-Börsen mit regulatorischen Problemen kämpfen, hat sich das Wiener Fintech als europäischer Vorreiter in Sachen Compliance etabliert: Bitpanda untersteht der Aufsicht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) als Wertpapierfirma gemäß der EU-Richtlinie MiFID II und als Zahlungsinstitut gemäß der EU-Richtlinie PSD 2.

Zusätzlich gehört Bitpanda zu den ersten europäischen Anbietern mit konsequenter Ausrichtung auf die seit 2024 schrittweise geltende MiCAR-Regulierung für Krypto-Assets. Die deutsche BaFin überwacht die Aktivitäten ebenfalls.

Regulatorische Absicherung auf Bankniveau

Diese mehrschichtige Aufsichtsstruktur positioniert Bitpanda eher auf dem Niveau etablierter Finanzdienstleister als auf dem Level unregulierter Krypto-Börsen. Auch bei der technischen Infrastruktur steht Sicherheit an erster Stelle: Der Großteil der Kundengelder lagert in Cold Storages, also offline und unerreichbar für externe Zugriffe. Regelmäßige Proof-of-Funds-Berichte von externen Prüfern wie KPMG bestätigen, dass die Kundeneinlagen zu 100 Prozent durch tatsächlich hinterlegte Kryptowährungen gedeckt sind. Zwei-Faktor-Authentifizierung und lückenlose SSL-Verschlüsselung sorgen für zusätzliche Sicherheit.

In Fachkreisen und Nutzerbewertungen wird die Seriosität von Bitpanda aufgrund dieser hohen regulatorischen Hürden selten angezweifelt. Die Plattform gilt als sicherer Hafen für Einsteiger im EU-Raum. Allerdings: Für Krypto-Guthaben gilt keine gesetzliche Einlagensicherung. Bitpanda fungiert als Treuhänder, nicht als Einlagenkreditinstitut. Investoren mit signifikanten Summen sollten ihre Bestände daher auf eigene Hardware-Wallets übertragen. 

Zwei Wege zum Krypto-Kauf

Die Kostenstruktur bei Bitpanda folgt einem zweigleisigen Modell, das unterschiedliche Anlegertypen abholt. Auf der Standard-Plattform zahlen Kunden einen festen Aufschlag von 0,99 Prozent für Bitcoin und Co. Bei Altcoins variieren die Gebühren und können bis auf 2,49 Prozent steigen.

Wer jedoch aktiver handelt, findet in Bitpanda Fusion ein Werkzeug für Profis. Dort sinken die Gebühren je nach Handelsvolumen massiv auf Werte zwischen 0,02 Prozent und 0,25 Prozent.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied: Wer Bitcoin im Wert von 1.000 Euro kauft, zahlt bei Nutzung von Fusion drei Euro (0,25 Prozent Handelsgebühr plus 0,05 Prozent Spread). Auf der Standard-Plattform wären es dagegen 14,90 Euro (0,99 Prozent plus variabler Spread von durchschnittlich 0,50 Prozent).

Ein Pluspunkt für die Rendite ist die Gebührenfreiheit bei Ein- und Auszahlungen. Auch die Depotführung und die Verwahrung der Coins in den plattformeigenen Wallets verursachen keine laufenden Kosten. Erst wenn die digitalen Werte auf eine private, externe Wallet geschickt werden, fallen Netzwerkgebühren der jeweiligen Blockchain an.

Konditionen: Krypto-Kauf bei Bitpanda

MerkmalKonditionen
Handelsgebühr
Standard-Plattform
0,99 % zzgl. Spread
(bis zu 2,49 % für Altcoins)
Handelsgebühr
Bitpanda Fusion
0,02 % – 0,25 % zzgl. Spread (bei Bitcoin ca. 0,05 %)
Kryptowährungenüber 650
Ein- und Auszahlungen0 € (SEPA)
Depotführung0 €
Krypto-Verwahrung0 €
Transfer auf externes Walletvariable Netzwerkgebühren
Sparplan-Ausführung0 €
AssetsKryptowährungen, Krypto-Indizes, Edelmetalle, Aktien, ETFs, Rohstoffe
Webseitebitpanda.de
Quelle: Webseiten des Anbieters
Stand: Januar 2026

Produktvielfalt als Alleinstellungsmerkmal

Mit über 650 Kryptowährungen spielt Bitpanda in einer eigenen Liga, was die Vielfalt angeht. Neben Klassikern wie Bitcoin und Ethereum sowie zahlreichen Altcoins stehen auch Krypto-Indizes zur Wahl. Letztere erlauben es Einsteigern, mit nur einem Produkt in einen ganzen Korb von Kryptowährungen zu investieren, was das Risiko streut.

Viele Bitpanda-Konkurrenten bieten deutlich weniger Coins an. Trade Republic zum Beispiel hat etwa 50 handelbare Coins im Angebot, bei Finanzen.net Zero stehen knapp 60 Kryptowährungen zur Wahl. 

Trotz der Angebotsfülle bleibt die Bedienung von Bitpanda einfach. Die Plattform ermöglicht es sogar, Sparpläne einzurichten. So können Anleger automatisiert in festen Intervallen Bitcoin zukaufen und vom Durchschnittskosteneffekt profitieren. Dass neben Kryptowährungen auch Edelmetalle und Aktien handelbar sind, macht die Bitpanda-App zu einer umfassenden Schaltzentrale für den Vermögensaufbau. 

Seriosität steht vor schneller Auszahlung

Kritische Stimmen bemängeln gelegentlich die strengen Prüfungen zur Mittelherkunft. Um internationale Standards gegen Geldwäsche zu erfüllen, fordert Bitpanda bei größeren Summen oder ungewöhnlichen Transaktionen detaillierte Belege über den Ursprung des Kapitals an. Erst wenn Gehaltsabrechnungen, Erbschaftsnachweise oder Verkaufsbelege lückenlos geprüft sind, gibt die Plattform die Auszahlungen oder Käufe frei. 

Diese Prozesse verzögern den Zugriff aufs Guthaben, dienen aber der rechtlichen Absicherung des Brokers und der Kunden und unterstreichen die Seriosität des Anbieters. Für Kunden, denen Rechtssicherheit wichtiger ist als die Höhe der Handelsgebühren, ist Bitpanda eine Empfehlung.

Vier etablierte Alternativen für individuelle Strategien

Abhängig von den individuellen Präferenzen können andere Broker besser geeignet sein:

  • Trade Republic kombiniert verschiedene Anlageklassen in einer App und punktet mit einer fixen Fremdkostenpauschale von einem Euro, die bei hohen Kaufsummen unschlagbar günstig ist. 
  • eToro bietet mit Social Trading eine einzigartige Funktion zum Kopieren erfolgreicher Strategien. 
  • Finanzen.net Zero verzichtet ab 500 Euro komplett auf Ordergebühren. 
  • Bitvavo hat sich zur größten EU-Börse nach Handelsvolumen entwickelt und lockt mit niedrigsten Kosten für Vieltrader.

Die Unterschiede in Gebührenstruktur, Produktpalette und Serviceleistungen sind erheblich. Während Bitpanda das umfangreichste Sortiment bietet, fokussieren sich die anderen Anbieter auf spezifische Vorteile wie Kostenführerschaft oder innovative Handelsfunktionen. Auch wenn Bitpanda ein sehr starkes Gesamtpaket geschnürt hat, gibt es also gute Gründe, auch andere Krypto Broker für den Kauf von Bitcoin und Co. in Betracht zu ziehen. Die folgende Übersicht zeigt die Stärken der Konkurrenten im direkten Vergleich.

Konditionen: Bitpanda im Vergleich

AnbieterHandelsgebührenKryptosBesonderheiten
Bitpanda0,99 % zzgl. Spread
(Standard)

0,02 % bis 0,25 % zzgl. Spread (Fusion)
über 650Umfangreichstes Sortiment an digitalen Assets in Europa, auch Krypto-Indizes, Edelmetalle, Aktien.
Trade Republic1 € + Spreadüber 50Staking möglich, Wallet-Transfer. Alles in einer App (Aktien, Zinsen, Krypto). Einfache Handhabung. Begrenztes Altcoin-Portfolio.
eToro1,00 % + Spread130Fokus auf Social Trading und Copy Trading. US-Dollar-Kontoführung.
Finanzen.net Zeroab 500 € nur Spread, darunter 1 € Mindermengen
zuschlag
59„Echte“ Kryptos (keine ETPs), verwahrt in Deutschland. Keine Ordergebühren (ab 500 €).
Bitvavo0,00 % bis 0,25 %
(nach Volumen)
über 400Größte EU-Börse nach Handelsvolumen mit der größten Auswahl im Segment der Low-Cost-Exchanges. Niedrige Gebühren für Vieltrader.
Quelle: Webseiten der Anbieter
Stand: Januar 2026

Trade Republic überzeugt mit einfacher Bedienung

Für Anleger, die bereits Aktien oder ETFs bei Trade Republic halten, bietet sich der Krypto-Handel dort als unkomplizierte Ergänzung an. Das Preismodell ist simpel: Pro Trade wird eine Fremdkostenpauschale von einem Euro fällig. Hinzu kommt ein variabler Spread, der meist zwischen 1,00 Prozent und 2,00 Prozent liegt. Besonders bei hohen Investitionssummen ist die fixe Gebühr von einem Euro unschlagbar günstig, da sie nicht prozentual mit der Kaufsumme ansteigt. Bei kleinen Käufen unter 100 Euro fallen die Fixkosten von einem Euro jedoch deutlich ins Gewicht. Zudem ist die Auswahl mit rund 50 Krypto-Werten vergleichsweise gering.

Ein großer Vorteil ist die deutsche Vollbanklizenz von Trade Republic. Sie sorgt für Sicherheit, da sie den Anbieter strenger staatlicher Aufsicht unterstellt und das Euro-Guthaben der Kunden durch die gesetzliche Einlagensicherung schützt. Die Verwahrung der Coins übernimmt BitGo Europe. Dieser hochspezialisierte Treuhänder wird von der BaFin reguliert und lagert digitale Vermögenswerte auf Hochsicherheitsserver, die vom Internet getrennt und somit diebstahlsicher sind. Wer seine Bestände staken möchte, um zusätzliche Erträge zu erzielen, findet hier ebenfalls die nötigen Funktionen. 

eToro setzt auf die Kraft der Gemeinschaft

Wer sich nicht auf seine eigene Analyse verlassen möchte, findet bei eToro ein spannendes Umfeld. Das Merkmal dieser Plattform ist das Social Trading, bei dem Nutzer die Portfolios und Strategien erfolgreicher Experten kopieren können. Über 130 Kryptowährungen stehen zur Verfügung, die mit einer Pauschalgebühr von 1,00 Prozent plus Spread gehandelt werden.

Zu beachten ist, dass die Kontoführung in US-Dollar erfolgt, was bei Einzahlungen in Euro zu Umrechnungsgebühren führt. Der Broker ist durch die zypriotische CySEC reguliert und verfügt über weitreichende EU-Lizenzen. Für reine Kostenoptimierer ist eToro aufgrund der Spreads oft teurer als die Konkurrenz, doch der Zugang zu einer globalen Trading-Community bleibt ein Alleinstellungsmerkmal.

Finanzen.net Zero bietet Kostenvorteile ab 500 Euro

Der deutsche Broker Finanzen.net Zero verfolgt einen interessanten Ansatz für preisbewusste Käufer. Ab einem Ordervolumen von 500 Euro entfallen die Handelsgebühren komplett, es fällt lediglich der marktübliche Spread an. Bei kleineren Beträgen wird ein Mindermengenzuschlag von einem Euro berechnet. Die rund 60 verfügbaren Kryptowährungen werden als direkt gehaltene Bestände in Deutschland verwahrt.

Hinter dem Angebot steht eine solide Infrastruktur mit der Baader Bank als Abwicklungspartner und der BaFin-lizenzierten Tangany GmbH für die Verwahrung. Die Euro-Guthaben auf dem Verrechnungskonto genießen den Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung. Im Vergleich zu Bitpanda ist das Sortiment zwar deutlich schmaler, aber die schlanke Kostenstruktur überzeugt viele Nutzer.

Bitvavo ist kosteneffizient durch direkten Marktzugang

Wer sich allein auf digitale Assets konzentriert und ohne Zwischenhändler direkt am Marktplatz handeln möchte, kommt an Bitvavo kaum vorbei. Die niederländische Börse ist gemessen am Handelsvolumen in Euro die größte ihrer Art in der EU. Sie bietet über 400 Kryptowährungen zu extrem niedrigen Gebühren an. Diese liegen je nach Handelsvolumen zwischen 0,00 Prozent und 0,25 Prozent.

Bitvavo ist bei der niederländischen Zentralbank registriert und erfüllt alle europäischen Compliance-Standards. Der Fokus liegt hier allein auf Kryptowährungen. Aktien oder Edelmetalle werden nicht angeboten. Für erfahrene Trader, die fortgeschrittene Order-Typen wie Limit- oder Stop-Orders nutzen wollen, ist dieser Anbieter eine erstklassige Adresse.

Sicherheit und Vielfalt als Erfolgsrezept

Bitpanda bleibt die erste Adresse für Anleger, die Wert auf ein maximal breites Spektrum an Assets und höchste regulatorische Standards legen. Die Kombination aus einfacher Bedienung für Neulinge und der Profi-Plattform Fusion für Fortgeschrittene macht den Broker zur passgenauen Wahl für jedes Erfahrungslevel. Wer alles aus einer Hand möchte – von Bitcoin über Krypto-Indizes bis hin zu Edelmetallen – findet hier das passende Umfeld.

Für Puristen und Kostenoptimierer sind Bitvavo oder Finanzen.net Zero passende Alternativen. Bitvavo punktet neben extrem niedrigen Gebühren mit europäischer Regulierung (MiCA) und einer Kontogarantie, die Nutzer bei unbefugtem Zugriff absichert. Finanzen.net Zero bietet als deutscher Broker unter BaFin-Aufsicht die gewohnte Sicherheit hiesiger Standards und ermöglicht den kostenfreien Handel ab einem Volumen von 500 Euro.

Wer seine Krypto-Investments eng mit seinem Aktiendepot verzahnen will, findet in Trade Republic einen seriösen Partner. Als deutsche Vollbank unterliegt das Unternehmen strengsten Kontrollen, die Krypto-Bestände werden rechtssicher über spezialisierte Partner verwahrt. eToro wiederum ist die erste Wahl für alle, die über Social Trading vom Know-how erfahrener Trader profitieren möchten. Die Seriosität wird hier durch eine globale Aufsichtsstruktur (unter anderem CySEC) und die strikte Trennung von Kunden- und Unternehmensgeldern gewährleistet.

Am Ende entscheidet die persönliche Präferenz: Sicherheit und Angebotsvielfalt sprechen für Bitpanda, während spezifische Anlegerbedürfnisse zu den anderen, ebenfalls regulierten Brokern führen.


Häufig gestellte Fragen zum Bitcoin-Kauf bei Bitpanda

Bietet Bitpanda Schulungsmaterialien für Krypto-Einsteiger an? 

Über die Bitpanda Academy stellt der Broker umfangreiches Lehrmaterial bereit, das die Grundlagen von Blockchain und Kryptowährungen verständlich erklärt. Die Inhalte sind in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, sodass sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene ihr Wissen vertiefen können. Kurze Lektionen und Quiz-Elemente helfen dabei, die Funktionsweise des Marktes besser zu verstehen. 

Ist bei Bitpanda eine Identitätsprüfung für Bitcoin-Käufe nötig? 

Ja, bei Bitpanda ist eine Identitätsprüfung zwingend erforderlich, um Bitcoin und andere Kryptowährungen kaufen zu können. Als regulierter Anbieter muss die Plattform strenge gesetzliche Vorgaben zur Geldwäscheprävention erfüllen. Die Verifizierung erfolgt meist über ein schnelles Video-Ident-Verfahren, für das ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt wird. Ohne diesen Identitätsnachweis können weder Euro eingezahlt noch Kryptowährungen gekauft oder ausgezahlt werden.

Können Anteile von Bitcoin als Bruchstücke erworben werden?

Ja, es ist bei Bitpanda problemlos möglich, lediglich Bruchteile eines Bitcoins zu kaufen statt einer ganzen Einheit. Schon mit sehr kleinen Beträgen ab einem Euro lässt sich so in die digitale Währung investieren. Dies ermöglicht es auch Kleinanlegern ohne großes Startkapital, schrittweise ein Portfolio aufzubauen. Die Gutschrift erfolgt präzise bis auf viele Nachkommastellen genau in der digitalen Wallet des Nutzers.


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