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Skurrile TricksSo steigern Sie Ihre Kreativität

Verkatert sein, sich isolieren oder sich Wasser über die Hände laufen lassen – große Denker, Erfinder oder Künstler legen einige sonderbare Ticks an den Tag, um ihre Kreativität zu steigern. 04.01.2015 - 09:58 Uhr
Foto: REUTERS

Yoshiro Nakamatsu

Yoshiro Nakamatsu gilt als einer der größten Erfinder Japans. Er ließ sich im Jahr 1952 die Floppy Disk patentieren und hat seitdem 3300 Patente angemeldet – unter anderem eines für die Karaoke-Maschine und die Digital-Uhr. Um seine Kreativität zu wecken, trieb er sein Hirn und seinen Körper ans Limit. In der Regel ging er schwimmen und hielt seinen Kopf unter Wasser, bis er kurz davor war, bewusstlos zu werden. „Um sein Gehirn von Sauerstoff zu befreien“, hat er einmal erklärt, „muss man tief im Wasser untertauchen, sodass der Unterdruck das Blut aus dem Hirn treibt. Eine halbe Sekunde vor dem Tod fällt mir eine Erfindung ein.“

Im Bild ist er auf einem Elektromobil zu sehen, das er 2004 entwarf.

Foto: dpa

Jonathan Franzen

Der Schriftsteller Jonathan Franzen ist vor allem bekannt für seine Romane Die Korrekturen und Freiheit, in denen er den Alltag amerikanischer Mittelklasse-Familien beschreibt. Um seine 500-Seiten-Romane zu schreiben, schottet sich Franzen von der Welt ab. Er blockiert alle sensorischen Stimuli. Beim Schreiben trägt er Ohrstöpsel und – wenn er sich besonders stark konzentrieren will – sogar eine Augenbinde.

Foto: dpa

Ludwig van Beethoven

Obwohl Ludwig van Beethoven taub war, war er einer der einflussreichsten Komponisten der Welt. Einen großen Anteil daran hatte sein Badezimmer. Sein Schüler und Sekretär, Anton Schindler, schrieb, dass Beethoven vor seinem Waschbecken gestanden und Wasser über seine Hände gegossen habe. Dabei gab er hohe und tiefe Töne von sich oder summte laut vor sich hin. Danach ging er durch das Zimmer, machte Notizen, goss weiter Wasser über seine Hände und sang. Schindler bezeichnete das als Momente tiefster Meditation.

Foto: dpa

Thomas Edison

Thomas Edison versuchte so wenig zu schlafen wie möglich – nur drei Stunden pro Nacht. Er hielt Schlaf für Zeitverschwendung. In einem Brief schrieb er, Schlaf sei ein Verlust von Zeit, Lebenskraft und Möglichkeiten. Manchmal blieb er drei Tage am Stück wach. Er gilt als der Erfinder der Glühbirne – auch wenn ihm dieser Titel mittlerweile aberkannt wurde. Sein Platz in den Geschichtsbüchern ist trotzdem gesichert: Er entwickelte die Schreibmaschine, den Kinematographen, die erste Filmkamera, die Alkali-Batterie, den Phonographen mit Edison-Walze und machte als Unternehmer Karriere.

Foto: dpa

Charles Dickens

Wenn Charles Dickens gerade nicht an Jahrhundert-Romanen wie Große Erwartungen, David Copperfield oder Oliver Twist schrieb, begab er sich in die Pariser Leichenhalle und starrte tote Körper an. In seiner Phantasie spielte er Detektiv und versuchte, Fälle zu lösen. Literaturexperten schreiben, dass er damit seinen kritischen Geist entwickelte, den er für seine komplexen Romane brauchte. Die Faszination des Schreckens brachte ihn auch zu den Kriminalszenen in seinen Romanen.

Foto: AP

Maya Angelou

Maya Angelou produzierte in über 50 Jahren zahlreiche Autobiografien, Gedichtbände, Filme und Fernsehshows. Das Geheimnis ihrer Kreativität: Ein kleiner Hotelraum, in dem sie von sieben Uhr morgens bis 14 Uhr am Nachmittag mit einem Wörterbuch, einer Bibel und einer Flasche Sherry in Ruhe arbeitete.

Foto: Reuters

Francis Bacon

In Francis Bacons Bildern spielen Gewalt, Zerstörung und Verfall eine zentrale Rolle. In seinem Leben ebenfalls – flaschenweise Wein, Bier im Pub und danach Drinks in privater Runde gehörten zu seiner Tagesroutine. All das beflügelte seine Kreativität. „Ich arbeite gerne verkatert“, sagte er. „Mein Gehirn ist dann mit Energie gesegnet und ich kann klar denken.“

Foto: WirtschaftsWoche

B.F. Skinner

Burrhus Frederic Skinner gilt als einer der zentralen Denker des Behaviorismus. Nach Skinner können all unsere Verhaltensweisen gemessen, trainiert und verändert werden, wenn wir ihnen nur genug Aufmerksamkeit schenken. Entsprechend dieser Denkart hat Skinner sich auch selbst konditioniert. Er begann und beendete seine Arbeitstag mit dem Klingeln eines Weckers. Er hielt die Stunden, die er gearbeitet hatte und die Worte, die er dabei niederschrieb, auf einem Graphen fest. 60 Jahre, bevor die Self-Tracking-Bewegung in Mode kam, hat Skinner sein eigenes Arbeiten bereits mithilfe der Quantifizierung optimiert.

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