Geldanlage: Was Sparern bei einer D-Mark-Rückkehr blüht

Geldanlage: Was Sparern bei einer D-Mark-Rückkehr blüht

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Eine Rückkehr zur D-Mark als Folge der Euro-Krise ist unwahrscheinlich, aber nicht undenkbar

von Annina Reimann und Christof Schürmann

Auslandsaktien, Lebensversicherung, Gold und Immobilien: Wenn die D-Mark doch zurückkehrt, müssen sich Anleger umstellen. Welche Geldanlagen dann sicher sind und welche nicht.

Bei einer Rückkehr zur D-Mark bliebe eine Aktie eine Aktie. Der Kurs deutscher Aktien von Siemens, BASF und Co. könnte 1:1 auf D-Mark umgestellt werden, der Aktienkurs würde sich weiter nach Angebot und Nachfrage richten. „Für Aktionäre deutscher Titel ändert sich von der Währungsseite gesehen her nichts“, sagt Thomas Wacker, Chef der Kreditanalyse der UBS Vermögensverwaltung in der Schweiz.

Wohl aber von anderer Seite: In einem Extrem-Szenario könnte der Aktienhandel zeitweise ausgesetzt werden. Die Börsen hätten Zeit für eine Umstellung.

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Aktien: Deutsch kaufen

Setzt der Handel wieder ein, dürfte es zunächst nach unten gehen. Eine Umstellung träfe Unternehmen massiv. Mit der D-Mark-Aufwertung würden deutsche Waren im Ausland teurer. Abfedern würden das zwar billigere Importe.

Mit der starken Mark könnten Konzerne etwa Öl, das in Dollar gehandelt wird, günstiger kaufen. Viele Unternehmen importieren für Exporte Teile, die sie verbauen. Sie könnten so Preisnachlässe im Exportgeschäft teilweise kompensieren. „Die Nachteile überwiegen jedoch unter dem Strich“, urteilt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank.

Treffen würde Unternehmen die Rezession. Bürger in Südländern könnten sich deutsche Produkte kaum mehr leisten. „Wichtige Absatzmärkte brächen weg“, sagt Zeuner. Konzerne, die stark vom europäischen Export abhängen, könnten Umsatz und Gewinn einbüßen. Ulrich Kater, Deka-Chefvolkswirt, fürchtet „erhebliche Gewinneinbrüche, Massenarbeitslosigkeit auch in Deutschland und massive Kursverluste bei Aktien“.

Börsencrash nicht unwahrscheinlich

Falls die Euro-Zone bricht, droht ein Crash nicht nur bei europäischen Aktien, sondern weltweit. Credit Suisse erwartet, dass die Gewinne je Aktie der 500 wichtigsten börsennotierten US-Unternehmen um 40 Prozent einbrechen und der Leitindex S&P 500 ein gutes Drittel an Wert verlieren würde.

Zwar könnte die starke D-Mark Anleger in deutsche Aktien locken. Doch insbesondere der exportlastige Dax dürfte sich dem Crash kaum entziehen können.

So sollten Anleger, die einem D-Mark-Szenario folgen, nicht zu viele Aktien halten und Wert auf Titel legen, die den Großteil des Geschäfts mit heimischen Konsumenten machen. Kabel Deutschland macht jeden Euro (oder Mark) Umsatz hierzulande.

Dass im Fall des D-Days die Deutschen den Fernseher nicht mehr benötigen – ausgeschlossen. Gleiches gilt für den Klinikbetreiber Rhön: Patient bleibt Patient. Optiker-Marktführer Fielmann dürfte weiter Brillen verkaufen und könnte günstiger einkaufen, weil die Kosten für Importware in Mark fallen dürften. Beim Netzwerk Xing dürfte es kaum zur Kundenflucht kommen, weil der Euro zerbricht.

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