Wärme aus Ökostrom: Geld sparen mit Solaranlage und Wärmepumpe

Wärme aus Ökostrom: Geld sparen mit Solaranlage und Wärmepumpe

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Durch die Kombination von Solaranlagen und Wärmepumpen könnten Hausbesitzer immense Einsparungen erzielen.

von Dieter Dürand

Kombinieren Hausbesitzer ihre Solaranlage geschickt mit einer Wärmepumpe, heizen und duschen sie schon für drei bis vier Cent.

Weil die gesetzlich garantierte Vergütung für neuinstallierte Fotovaltaikanlagen inzwischen nur mehr gut zwölf Cent je Kilowattstunde (kWh) beträgt, wächst der Anreiz für ihre Betreiber, möglichst große Mengen des sauberen Dachstroms in den eigenen vier Wänden zu verbrauchen. Denn wo die Sonne viel scheint, können sie ihn teils schon für weniger als zehn Cent die Kilowattstunde selbst produzieren. Beim Energieversorger kostet sie hingegen im Bundesdurchschnitt rund 28 Cent.

Doch wie steigert man den Eigenverbrauch sinnvoll, wenn die Solarzellen vor allem um die Mittagszeit oft weit mehr Elektrizität erzeugen als Kühlschrank, Rechner & Co. im Haus abnehmen können?

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Experten wie Sven Kersten von der Energieagentur NRW plädieren dafür, die überschüssigen Elektronen stärker für die Wärmeerzeugung heranzuziehen – aus zwei Gründen: Zum einen schone das den eigenen Geldbeutel. Zum anderen dämpfe die zusätzlich Nutzung des Ökostroms die Umbaukosten der Energiewende, weil die örtlichen Verteilnetze weniger stark aufgerüstet werden müssten, wenn die Watt im Haus bleiben.

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Für Hausbesitzer lohnt es sich, mit Ökostrom zu heizen. Außerdem sinken dadurch die Kosten der Energiewende. So halten Sie Ihr Heim warm und verdienen nebenher noch Geld.

Für Eigenheim-Besitzer wird es wirtschaftlich attraktiv, mit Ökostrom zu heizen. Quelle: Getty Images

Besonders effizient, da sind sich die Experten einig, wandeln Wärmepumpen den Strom in warmes Wasser für Heizung, Küche und Dusche um. Zumindest für klassische Heizkörper sind sie erste Wahl. Das liegt an der Funktionsweise der Technik: Sie entzieht der Luft oder dem Erdreich Wärme, die Pumpe verdichtet sie auf ein höheres Temperaturniveau und heizt damit den Wasserkreislauf auf. Auf diese Weise erzeugen die besten Systeme aus einer Kilowattstunde Strom bis zu vier kWh Wärmeenergie, die dann pro kWh nicht mehr als drei bis vier Cent kostet. Da können selbst Ölheizungen nicht mithalten – trotz des momentanen Preisverfalls des Brennstoffs.

Dominik Schrimpf schwört längst auf das starke Duo aus Fotovoltaik und Wärmepumpe. Der Unternehmer aus Maierhöfen im Allgäu deckt mit der Kombination sowohl den Wärmebedarf in seinem Senioren- und Pflegezentrum mit 64 Betten als auch in seinem Privathaus. Seither nutzt er seinen Sonnenstrom zu 90 Prozent selbst – und spart nach eigenen Angaben kräftig Energiekosten.  Im Seniorenzentrum sind sie um 1000 Euro monatlich gesunken, obwohl er das Gebäude zuletzt um 500 Quadratmeter vergrößert hat. Was Schrimpf besonders wichtig ist: „Das solare Heizen funktioniert auch im Winter sehr gut.“

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Die besten Stromanbieter 2015 im Ranking. Quelle: Getty Images, Montage

Längst haben alle führenden Heizungshersteller wie Vaillant, Viessmann und die Bosch-Marken Buderus und Junkers Wärmepumpen-Systeme im Sortiment. Inklusive Speicher für das warme Wasser kosten sie für ein Einfamilienhaus je nach Leistung und Ausführung zwischen 8000 und 12.000 Euro.

Eine besonders pfiffige Lösung, mit der sich der überschüssige Sonnenstrom fast vollständig für die Wärmeversorgung nutzen lässt, hat die Allgäuer Rennergy Systems entwickelt. Schrimpf setzt die Technik in seinem Seniorenheim ein. Das System funktioniert als alleinige Quelle für Heizung und Badewasser, kann aber auch mit einem Ölkessel oder einer Gastherme kombiniert werden.

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Den hohen Eigenverbrauch des Grünstroms vom Dach erreicht der Mittelständler mit Hilfe einer intelligenten Steuerung, dem Kern seiner Innovation: Zunächst liefert sie die selbst produzierten Watt an die elektrischen Geräte im Haus. Erst danach bedient sie Wärmepumpe und einen simplen Heizstab für 500 Euro, der im Speicher zusätzlich das Wasser aufheizt. Erst wenn dann immer noch Strom übrig ist, wird der an den Energieversorger verkauft.

Auch für Autarkie-Fans ist die Software des Energiemanagers  schon ausgelegt. Immobilienbesitzer, die auch nachts unabhängig vom Netzstrom sein wollen, können zusätzlich eine Batterie integrieren. Die Autonomie hat aber ihren Preis: Wegen der noch hohen Preise für die Akkus lässt sich die Luxusausführung zur Selbstversorgung noch nicht wirklich wirtschaftlich betreiben.        

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1 Kommentar zu Wärme aus Ökostrom: Geld sparen mit Solaranlage und Wärmepumpe

  • Solar != Photovoltaik. In diesem Beitrag scheinen beide synonym benutzt zu werden. Welche von beiden Techniken ist denn nun gemeint?

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