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Große Magellansche Wolke: Hubble fotografiert eine Sternfabrik

Faszinierende Aufnahme aus dem Universum: Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat ein Bild von einer Sternfabrik in nächster Nachbarschaft zur Milchstraße geliefert.

hubble Quelle: dpa
Rot und lila leuchtet der Gas- und Staubnebel LHA 120-N 11, in dem zahlreiche neue Sonnen geboren werden. Quelle: dpa

Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat ein spektakuläres Bild von einer Sternfabrik in der Großen Magellanschen Wolke geschossen. Die Aufnahme zeigt den leuchtenden Gas- und Staubnebel LHA 120-N 11, in dem zahlreiche neue Sonnen geboren werden, wie das europäische „Hubble“-Zentrum in Garching bei München am Donnerstag mitteilte. Die Große Magellansche Wolke ist eine Satellitengalaxie der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.

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Das Forscherteam um Wissenschaftler Andrew Levan von der britischen University of Warwick hat auf dem GRB 2013 Symposium in Nashville eine neue Studie vorgestellt: Bei einer 2010 beobachteten Explosion im All, die als der sogenannte "Weihnachtsstern" bekannt wurde, dauerte diese ungewöhnlich lange. Die Forscher glauben nun, des Rätsels Lösung gefunden zu haben: Ihre Analyse ergab, dass es sich bei der Himmelserscheinung um den Tod eines Sterns handelte, an dem ein schwarzes Loch beteiligt war. Sie glauben, dass die Explosion von einem schwarzen Loch ausgelöst wurde, das sich im Herzen des Sterns gebildet hatte und ihn regelrecht von innen heraus aufgefressen hat. Warum der Sternentod so lange dauerte, erklären sie auch: Es habe sich bei dem Stern um einen sogenannten Roten Überriesen gehandelt, dessen Radius bis zu 1000 Mal größer als der unserer Sonne gewesen sei. Bei einem kleinen Stern wäre die Explosion wesentlich schneller vonstatten gegangen.

Bild: Mark A. Garlick, University of Warwick

Bild: Presse

Neue Sterne entstehen aus kosmischen Gaswolken, die sich nach und nach durch die Schwerkraft zusammenballen, bis schließlich das Feuer der Kernfusion in ihrem Inneren zündet. Auch unsere eigene Sonne ist vor mehr als vier Milliarden Jahren auf diese Weise entstanden. Die Große Magellansche Wolke besitzt besonders viele solche Sternentstehungsregionen. Durch ihre unmittelbare Nachbarschaft zur Milchstraße lässt sich die Satellitengalaxie besonders detailliert beobachten.

Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin in seinem Raumanzug kurz vor seinem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. Gagarin umkreiste am 12.04.1961 in der Raumkapsel Wostok als erster Mensch die Erde. In Russland wird Gagarins historischer Weltraum-Flug am 50. Jahrestag groß gefeiert.

 

Foto: dpa


Die „Hubble“-Aufnahme der Sternfabrik LHA 120-N 11 wurde von einem US-amerikanischen Astronomielehrer in den Archiv-Daten des amerikanisch-europäischen Weltraumteleskops identifiziert und aufbereitet. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die europäische Raumfahrtagentur Esa hatten Laien eingeladen, die „Hubble“-Daten nach interessanten, bislang unveröffentlichten Aufnahmen zu durchstöbern.

Die Große und die Kleine Magellansche Wolke sind mit bloßem Auge zu erkennen, allerdings nicht von Europa aus. Die Große Magellansche Wolke liegt im Sternbild Schwertfisch, die kleinere Galaxie im Sternbild Tukan. Sie sind nach dem portugiesischen Seefahrer und Entdecker Fernão de Magalhães (Ferdinand Magellan) benannt.

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