
Das Weltraumteleskop „Hubble“ hat ein spektakuläres Bild von einer Sternfabrik in der Großen Magellanschen Wolke geschossen. Die Aufnahme zeigt den leuchtenden Gas- und Staubnebel LHA 120-N 11, in dem zahlreiche neue Sonnen geboren werden, wie das europäische „Hubble“-Zentrum in Garching bei München am Donnerstag mitteilte. Die Große Magellansche Wolke ist eine Satellitengalaxie der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie.
Bild: PresseDas Forscherteam um Wissenschaftler Andrew Levan von der britischen University of Warwick hat auf dem GRB 2013 Symposium in Nashville eine neue Studie vorgestellt: Bei einer 2010 beobachteten Explosion im All, die als der sogenannte "Weihnachtsstern" bekannt wurde, dauerte diese ungewöhnlich lange. Die Forscher glauben nun, des Rätsels Lösung gefunden zu haben: Ihre Analyse ergab, dass es sich bei der Himmelserscheinung um den Tod eines Sterns handelte, an dem ein schwarzes Loch beteiligt war. Sie glauben, dass die Explosion von einem schwarzen Loch ausgelöst wurde, das sich im Herzen des Sterns gebildet hatte und ihn regelrecht von innen heraus aufgefressen hat. Warum der Sternentod so lange dauerte, erklären sie auch: Es habe sich bei dem Stern um einen sogenannten Roten Überriesen gehandelt, dessen Radius bis zu 1000 Mal größer als der unserer Sonne gewesen sei. Bei einem kleinen Stern wäre die Explosion wesentlich schneller vonstatten gegangen.
Bild: Mark A. Garlick, University of Warwick
Bild: REUTERSIm Dezember 2012 hatte eine neue Entdeckung im Weltraum Forschung und Wissenschaftler begeistert: Amerikanische Astronomen haben in einer entfernten Galaxie das vielleicht größte jemals entdeckte Schwarze Loch ausgemacht. Das schwarze Loch mit dem Namen NGC 1277 hat eine 17 Milliarden Mal größere Masse als die Sonne und und nimmt ein Siebtel seiner Galaxie ein, das heißt, es macht 14 Prozent der Gesamtmasse seiner Galaxie aus. Der Schlund des Lochs sei elf Mal breiter als die Umlaufbahn von Neptun um die Sonne.
Bild: dpaEin Jahrzehntefund im Sternbild Löwe: Astronomen haben den bislang energiereichsten Materiestrom eines Schwarzen Lochs entdeckt. Bei dem Quasar mit der Katalognummer SDSS J1106+1939 entdeckten die Forscher mit dem Very Large Telescope der Eso einen Materiestrom, der mindestens fünfmal so stark ist wie der vorige Rekordhalter.
Quasare sind die extrem hell leuchtenden Zentren ferner, aktiver Galaxien. Astronomen gehen davon aus, dass es sich dabei um supermassereiche Schwarze Löcher handelt. So ein gigantisches Schwarzes Loch verschlingt wie ein kosmischer Mahlstrom die Materie um sich herum, schleudert dabei jedoch einen Teil dieser Materie mit hoher Geschwindigkeit wieder ins All hinaus.
Der neu entdeckte Quasar schleudert jedes Jahr die Masse von rund 400 Sonnen ins All, und zwar mit knapp 30 Millionen Kilometern pro Stunde. In diesem Materiestrom vereint sich zwei Billionen Mal mehr Energie als unsere Sonne abstrahlt.
Bild: dpaSchwarze Löcher müssen nicht immer weit weg sein - erst vor Kurzem haben Astronomen erstmals zwei Stück in einem Kugelsternhaufen unserer Milchstraße gefunden. In dem majestätischen Sternhaufen mit der Katalognummer M22 stieß ein internationales Forscherteam gleich auf zwei Schwarze Löcher mit jeweils 10 bis 20 Mal soviel Masse wie unsere Sonne.
Bild: REUTERSDie Entdeckung war deshalb besonders überraschend, weil es der gängigen Vorstellung der Astronomen zufolge nur ein einziges Schwarzes Loch im Zentrum eines Kugelsternhaufens existieren dürfte.
Kugelsternhaufen gehören zu den ältesten Gebilden des Universums. Sie versammeln zigtausende Sonnen und erreichen mit bis zu 13 Milliarden Jahren fast das Alter des Universums (13,7 Milliarden Jahre). Astronomen nehmen an, dass in Kugelsternhaufen schon früh zahlreiche Schwarze Löcher entstanden sind, die jedoch fast alle aus den Haufen hinauskatapultiert wurden. Bis zur Entdeckung der beiden Löcher wurde allerdings kein einziges Schwarzes Loch in irgendeinem Kugelsternhaufen der Milchstraße gefunden.
Bild: dpaZum Aufspüren Schwarzer Löcher bedienen sich die Wissenschaftler ausgeklügelter Technik: So hat das US-Weltraumteleskop Wise Millionen von schwarzen Löchern enthüllt. Das Teleskop Wise ist 2009 ins Weltall gebracht worden und hat seitdem den kompletten Himmel zweimal im Bereich der infraroten Wärmestrahlung kartiert und dabei nach zahlreichen im sichtbaren Licht nicht-nachweisbaren Objekten gesucht. Das Infrarot-Observatorium entdeckte dabei auch eine neue Klasse von Galaxien, die zu den hellsten Objekten im Universum zählen. Diese Sterninseln strahlen bis zu tausendmal heller als unsere Milchstraße, hüllen sich jedoch in so dichten Staub, dass sie im sichtbaren Licht nicht nachweisbar sind.
Auf dem zusammengesetzen Bild des Himmels sind die neu entdeckte Galaxien als lila Punkte markiert. In der Mitte ist das Band unserer Milchstraße zu sehen.
Bild: dpaUnd im Juli 2012 gelang Forschern, durch den Zusammenschluss verschiedener Radioteleskope in Chile, den USA und auf Hawaii, ein Blick mit zweimillionenfacher Vergrößerung auf das zentrale Schwarze Loch der mehr als fünf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie Quasar 3C 279.
Bild: REUTERSBereits vor elf Jahren, am 5. September 2001, lokalisierten Astronomen vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), eine winzige Region im Herzen der Milchstraße, in der sich höchstwahrscheinlich ein schwarzes Loch verbirgt. Dieses schwarze Loch habe die Masse von 2,6 Millionen Sonnen. Die Entfernung des Bereichs mit dem vermeintlichen schwarzen Loch zur Erde beträgt laut MIT-Wissenschaftler Frederick Baganoff 26.000 Lichtjahre. Das bedeutet, dass das 2001 erspähte schwarze Loch genauso weit von der Erde entfernt ist, wie Sonne.
Bild: dpaAußerdem versetzte kürzlich eine weitere Entdeckung im Weltraum die Forscher in Erstaunen: Australische Astronomen entdeckten gleich zwei Galaxiesysteme, die dem der Milchstraße wie ein Zwilling gleichen. Die Milchstraße ist vor allem wegen der benachbarten Großen und Kleinen Magellanschen Wolke ganz speziell. Sie ist in einer Art kosmischen Tanz mit diesen Sternenansammlungen verbunden und bildet mit ihnen ein enges Dreiersystem.
Das Forscherteam um Wissenschaftler Andrew Levan von der britischen University of Warwick hat auf dem GRB 2013 Symposium in Nashville eine neue Studie vorgestellt: Bei einer 2010 beobachteten Explosion im All, die als der sogenannte "Weihnachtsstern" bekannt wurde, dauerte diese ungewöhnlich lange. Die Forscher glauben nun, des Rätsels Lösung gefunden zu haben: Ihre Analyse ergab, dass es sich bei der Himmelserscheinung um den Tod eines Sterns handelte, an dem ein schwarzes Loch beteiligt war. Sie glauben, dass die Explosion von einem schwarzen Loch ausgelöst wurde, das sich im Herzen des Sterns gebildet hatte und ihn regelrecht von innen heraus aufgefressen hat. Warum der Sternentod so lange dauerte, erklären sie auch: Es habe sich bei dem Stern um einen sogenannten Roten Überriesen gehandelt, dessen Radius bis zu 1000 Mal größer als der unserer Sonne gewesen sei. Bei einem kleinen Stern wäre die Explosion wesentlich schneller vonstatten gegangen.
Bild: Mark A. Garlick, University of Warwick
Neue Sterne entstehen aus kosmischen Gaswolken, die sich nach und nach durch die Schwerkraft zusammenballen, bis schließlich das Feuer der Kernfusion in ihrem Inneren zündet. Auch unsere eigene Sonne ist vor mehr als vier Milliarden Jahren auf diese Weise entstanden. Die Große Magellansche Wolke besitzt besonders viele solche Sternentstehungsregionen. Durch ihre unmittelbare Nachbarschaft zur Milchstraße lässt sich die Satellitengalaxie besonders detailliert beobachten.

Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin in seinem Raumanzug kurz vor seinem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. Gagarin umkreiste am 12.04.1961 in der Raumkapsel Wostok als erster Mensch die Erde. In Russland wird Gagarins historischer Weltraum-Flug am 50. Jahrestag groß gefeiert.
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Dem ersten benannten Raumflug gingen eine Reihe von Ereignissen voraus.
Am 4. Oktober 1957 umrundete der Sputnik 1, der erste künstliche Satellit der damaligen Sowjetunion, die Erde. Der Schock in der westlichen Welt führt in den USA zur Gründung der National Aeronautics and Space Administration (Nasa) im Juli 1958.
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Mit der Hündin "Laika" fliegt in Sputnik 2 das erste Lebewesen in eine Erdumlaufbahn. Sie stirbt nach wenigen Tagen.
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Die Amerikaner schießen mit dem Explorer 1 ihren ersten Satelliten in den Orbit.
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Am 12. April 1961 fliegt Juri Gagarin aus der UdSSR mit der Weltraumkapsel Wostok 1 als erster Mensch ins All.
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John Glenn umrundet als erster Amerikaner die Erde, Foto: AP

Der sowjetische Kosmonaut Alexei Leonow verließ sein Raumschiff und schwebte als erster Mensch im Weltraum, Foto: Nasa Images

Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond. Vater des Mondprojekts war der deutsche Wernher von Braun, Foto: Nasa Images

Mit der Apollo 17 fand die sechste und bis heute letzte bemannte Mondlandung statt, Foto: Nasa Images

Die Raumfähre Columbia, das erste wiederverwertbare Raumfahrzeug der USA, startet zur ersten Mission, Foto: rtr
Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin in seinem Raumanzug kurz vor seinem Start zum ersten bemannten Weltraumflug. Gagarin umkreiste am 12.04.1961 in der Raumkapsel Wostok als erster Mensch die Erde. In Russland wird Gagarins historischer Weltraum-Flug am 50. Jahrestag groß gefeiert.
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Die „Hubble“-Aufnahme der Sternfabrik LHA 120-N 11 wurde von einem US-amerikanischen Astronomielehrer in den Archiv-Daten des amerikanisch-europäischen Weltraumteleskops identifiziert und aufbereitet. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die europäische Raumfahrtagentur Esa hatten Laien eingeladen, die „Hubble“-Daten nach interessanten, bislang unveröffentlichten Aufnahmen zu durchstöbern.
Die Große und die Kleine Magellansche Wolke sind mit bloßem Auge zu erkennen, allerdings nicht von Europa aus. Die Große Magellansche Wolke liegt im Sternbild Schwertfisch, die kleinere Galaxie im Sternbild Tukan. Sie sind nach dem portugiesischen Seefahrer und Entdecker Fernão de Magalhães (Ferdinand Magellan) benannt.















