Apple Watch im Test: Wie gut Apples Smartwatch wirklich ist

Apple Watch im Test: Wie gut Apples Smartwatch wirklich ist

von Thorsten Firlus

Noch fehlen die ganz überzeugenden Apps für die Apple Watch. Dafür muss niemand mehr einen Telefonanruf verpassen. Wir haben die Apple Watch 14 Tage getestet.

Und irgendwann passiert es dann doch. Ein Kind in der Eisdiele bleibt stehen, schaut auf mein Armgelenk und fragt: „Ist das die Apple Watch?“. Ja, ist sie. Das sollte aber auch die einzige Nachfrage in 14 Tagen Nutzung des jüngsten Produkts von Apple, um das vor dem Verkauf viel spekuliert und wenig gewusst wurde, bleiben.

Ich weiß jetzt einiges mehr, wenngleich mit Sicherheit nicht alles. Eigentlich ist mein Ansinnen, herauszufinden, für welche Art von Hobbysportler die Fitnessfunktionen der Apple Watch ausreichen. Das zu beurteilen dauert alleine deswegen etwas länger, weil es bereits mit Runtastic, Strava oder Komoot mehrere Apps gibt, die sich für die Datenaufzeichnung eignen – neben der von Haus aus von Apple installierten Fitness-App. Für ausreichend Eindrücke braucht es aber ausreichend Trainingseinheiten.

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Perfekt zum Ablesen der Zeit

Das sind Apples fünf größte Konkurrenten

  • Apple

    Kaum eine Smartwatch wird wohl so sehr erwartet wie die Uhr von Apple. Das Gerät soll nicht nur mehr Funktionen bieten, sondern auch leichter und flacher sein als die Modelle der Konkurrenz. Was genau in der Datenuhr stecken wird, ist aber zu großen Teilen noch unklar. Die Erwartungen sind trotzdem enorm: Für dieses Jahr werden 15 Millionen verkaufte Apple Watches erwartet.

    (Quelle: Smartwatch Group)

  • Samsung

    Samsung ist einer von Apples größten Konkurrenten, nicht nur auf dem Gebiet der Datenuhren. Der südkoreanische Konzern ist laut Smartwatch Group zurzeit führend im Segment mit einem Marktanteil von rund 25 Prozent. Samsung brachte bereits 1999 eine intelligente Uhr auf den Markt, war damals aber seiner Zeit voraus. Heute verkauft der Konzern die „Galaxy Gear“-Reihe, von der im vergangenen Jahr gleich fünf neue Modelle an den Start gingen. Etwa 1,2 Millionen Exemplare konnte Samsung davon 2014 absetzen.

    Quelle: Smartwatch Group

  • LG

    LG setzt sowohl auf Fitness-Armbänder als auch auf Luxus-Modelle: Anfang 2014 kam das Lifeband Touch auf den Markt, das unter anderem die Schrittzahl und verbrannte Kalorien des Trägers anzeigt. Als Antwort auf die Apple Watch soll in diesem Jahr die LG Watch Urbane folgen, die vom Design an herkömmliche Uhren angelehnt ist. Im vergangenen Jahr verkaufte LG 420.000 Smartwatches und hat damit einen Marktanteil von etwa sieben Prozent.

  • Lenovo/Motorola

    Motorola-Uhren machten im vergangenen Jahr vor allem durch ihr Design auf sich aufmerksam: Die Ende 2014 erschienene Moto 360 ist eine der ersten Smartwatches, die ein rundes Display hat und auch mit einem Metall-Armband erhältlich ist. Das Gerät läuft mit Android Wear, dem Smartwatch-Betriebssystem von Google. Motorola hatte mit 10 Prozent den zweitgrößten Anteil am Smartwatch-Markt im vergangenen Jahr.

  • Pebble

    Der Erfolg des Herstellers Pebble ist bemerkenswert: 2012 mithilfe von Crowdfunding finanziert, hat sich der Konzern des Kanadiers Eric Migicovsky mit einem Marktanteil von sieben Prozent auf dem Markt etabliert. Für seine neue Uhr „Pebble Time“ sammelt der Konzern zurzeit wieder Spenden auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ein: Bereits am ersten Tag unterstützen 40.000 Menschen Pebble mit acht Millionen Euro und kriegen das neue Gerät nun als erste Kunden zugestellt. Der Vorteil der Pebble-Uhren: Sie sind leicht zu bedienen und haben eine längere Batterie-Laufzeit als die Modelle der Konkurrenz.

  • Garmin

    Der Schweizer Hersteller Garmin liefert Smartwatches für Freizeitaktivitäten: Seine Zielgruppe sind unter anderem Läufer, Piloten und Golfer, für die Garmin maßgeschneiderte Uhren herstellt. Unter anderem bieten die Smartwatches ein GPS-System, einen Kompass und ein Altimeter. 2014 verkaufte Garmin 400.000 Uhren und hat einen Marktanteil von sieben Prozent.

Dennoch trage ich sie natürlich so, wie sie gedacht ist: den ganzen Tag. Und so bleibt es nicht aus, dass man sich mit den anderen Funktionen auseinandersetzt, rumspielt und ausprobiert.

Von allen Uhren, die ich besaß oder besitze - von mechanischen mit Armband aus Pferdeleder über Sportuhren mit Kunststoff-Armbändern - lässt sich die Apple Watch am bequemsten tragen. Das liegt an zwei Dingen: Auf der Unterseite wölbt sich aus dem viereckigen Gehäuse wie ein klassisches Uhrglas die runde Einheit mit den Mess-Dioden für die Herzfrequenz. Das Gehäuse liegt also nicht vollständig auf. Das einfache weiße Armband ist außergewöhnlich weich – und scheint robust genug, um auch lange weiß zu bleiben: Selbst Schmiere einer Fahrradkette konnte ich mit Wasser und Seife wieder abwaschen.

Was aber macht man nun mit dem teuren Gerät? Tatsächlich viel öfter als gedacht: die Zeit ablesen. Das permanent dunkle Display schaltet sich bei der typischen Armbewegung, um die Zeit abzulesen, automatisch an. Es wirkt fast verstörend, wie präzise die Apple Watch erkennt, wenn man den Arm nur hebt um sich am Kopf zu zerkratzen oder ob man auf halber Höhe mit einer leichten Drehung stehen bleibt, um die Zeit abzulesen. Und das ist und bleibt schneller als jeder Griff zum Telefon. Für die volle Funktionalität der Uhr muss ein iPhone 5s oder 6 und 6+ gekoppelt sein. Es ist mithin kein eigenständiges Produkt, sondern eine Erweiterung des Smartphones.

Die Uhr ersetzt das Zücken des iPhones

Das kann auch in der Tasche bleiben bei folgenden Tätigkeiten: Routenführung, Telefonieren oder Sport. Zarte Vibrationen und leichte Klingeltöne weisen am Arm rechtzeitig bei einer Landfahrt durch unbekannte Gegenden vor der nächsten Abbiegung darauf hin. Kurz vor dem Kreisel oder der Kurve wird das Vibrieren verdoppelt. Ein Blick auf das Display informiert über Richtung und Straßennamen, den der Fahrer wählen soll. Wenn es nicht bimmelt: immer geradeaus.

Es benötigt allerdings sicher einen Bentley oder Rolls Royce, um im Auto mit der Apple Watch am Steuer zu telefonieren. Der eingebaute Lautsprecher und das eingebaute Mikrofon reichen gut aus, um in einer ruhigen Umgebung normal zu telefonieren, ohne den Arm gegen Ohr oder vor den Mund zu halten. Ist der Umgebungslärm jedoch zu groß, wird das Gespräch so schwer verständlich, dass es mit der Freisprecheinrichtung des Telefons nicht mithalten kann.

 

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