Volkswagen Quicar: Neues Konzept für Carsharing

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Quicar geht in Greenwheels auf.

von Rebecca Eisert

Volkswagen beendet sein Carsharing Pilotprojekt Quicar und setzt stattdessen auf seine niederländische Beteiligung Greenwheels.

Daimler hat eins, BMW ebenso, sogar die Deutsche Bahn – nur Europas größter Autobauer Volkswagen hatte bisher kein, oder sagen wir: bloß ein ganz kleines Carsharing-Programm. Bei VW hieß es Quicar und war auf Hannover beschränkt. Jetzt beendet der VW-Konzern das Projekt und setzt stattdessen auf den niederländischen Marktführer Greenwheels, der in Deutschland bereits bundesweit aktiv ist. Im April geht Quicar in Greenwheels auf. Das erfuhr die WirtschaftsWoche von der VW-Finanztochter Volkswagen Financial Services.

Greenwheels gehört zum Rotterdamer Mobilitätsdienstleister Collect Car, den Volkswagen Financial Services im Jahr 2013 gemeinsam mit dem niederländischen VW-Importeur Pon Holdings gekauft hatte. VW Financial Services hält 60 Prozent der Anteile. In Deutschland zählt Greenwheels zu den kleinsten und wenig bekannten Anbietern. Die deutsche Flotte umfasst jetzt inklusive Quicar rund 330 Fahrzeuge in 22 Städten, darunter Berlin (70 Fahrzeuge), Hamburg (70 Fahrzeuge) und Düsseldorf (30 Fahrzeuge). In Hannover werden 80 Fahrzeuge von Quicar übernommen.

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Warum nutzen Sie Carsharing?

  • Kosten

    Für 43 Prozent der befragten Nutzer ist die Ersparnis gegenüber dem eigenen Auto der ausschlaggebende Grund für das Carsharing.

    Quelle: Arthur D. Little

  • Flexibilität

    25 Prozent der Befragten schätzen die Flexibilität beim Carsharing.

  • Umweltschutz

    Der Umweltschutz beim geteilten und damit besser genutzten Auto ist für 23 Prozent wichtig.

  • Kein eigenes Auto

    Für 16 Prozent der Nutzer ersetzt das Carsharing das eigene Auto.

  • Geschäftsreisen

    Neun Prozent gaben an, Carsharing-Angebote für Dienstreisen zu nutzen – wozu einen Mietwagen buchen, wenn in einigen Städten ein Carsharing-Auto für wenige Euro zu haben ist?

  • Sonstiges

    Ein Prozent der Befragten nannte sonstige Gründe.

Mit einem neuen Markenauftritt und regionalen Werbekampagnen will VW seine Beteiligung nun pushen. Noch in diesem Jahr soll das Angebot und Rostock erweitert werden. Bei Greenwheels sind VW Up, Golf Variant und Caddy im Angebot. Anders als bei DriveNow von BMW/Sixt und Car2Go von Daimler müssen die Autos zurück zur Leihstation gebracht werden.

Greenwheels setzte im vergangenen Jahr 13 Millionen Euro um und beschäftigt aktuell 32 Mitarbeiter. Bisher hat der niederländische Anbieter in Deutschland rund 6000 Kunden, Quicar verfügt allein Hannover über 4000 Kunden. Die Nutzer müssen dem Wechsel zu Greenwheels aktiv zustimmen.

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