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Abgas-Skandal bei VWVolkswagen will kostenlos nachbessern

VW bereitet eine Nachbesserungsaktion für die vom Abgas-Skandal betroffenen Autos vor. Die Behörden in den USA und Europa kündigten unterdessen an, die Abgastests für Autos verschärfen zu wollen. 26.09.2015 - 14:34 Uhr aktualisiert

Volkswagen hat angekündigt, eine Nachbesserungsaktion vorzubereiten.

Foto: dpa

+++14.32 Uhr+++

Nach den Worten von Kanzleramtsminister Peter Altmaier ist es im "deutschen Interesse, dass die Vorgänge bei Volkswagen aufgeklärt und die notwendigen Konsequenzen gezogen werden. Wir brauchen eine Garantie dafür, dass Autos deutscher Hersteller Normen einhalten, ohne dass manipuliert wird", sagt der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag".

+++13.42 Uhr+++

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks übt wegen des Abgas-Skandals scharfe Kritik an Volkswagen. "Wenn ein deutscher Weltkonzern sich so eklatant über Umweltregeln hinwegsetzt, dann wirft das einen Schatten auf die Umweltversprechen deutscher Unternehmen", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Die Glaubwürdigkeit der deutschen Industrie ist ein hohes Gut. Die Marke 'Made in Germany' darf deshalb nicht in Mitleidenschaft gezogen werden." Darum müsse der Wolfsburger Dax-Konzern "neben all den personellen Konsequenzen jetzt auch inhaltlich an die Arbeit gehen und so rasch wie möglich vollständig aufklären".

+++12.50 Uhr+++

Volkswagen bereitet eine Nachbesserungsaktion für die von den Abgasmanipulationen betroffenen Diesel-Fahrzeuge vor. Sie soll die Besitzer nichts kosten. Innerhalb weniger Wochen sollen die Maßnahmen mit einem entsprechenden Zeitkorridor vorgestellt werden, sagte ein Sprecher der Marke Volkswagen in Wolfsburg. Die betroffenen elf Millionen Fahrzeuge weltweit seien identifiziert. „Ich denke, dass die Händler ab nächster Woche aussagefähig sind“, sagte der Sprecher mit Blick auf verunsicherte Kunden.

Die Autohalter würden dann informiert. „Das kann eine Rückrufaktion sein, aber auch eine Serviceaktion.“ Die Kosten für die Nachbesserung werde Volkswagen übernehmen. Wie hoch diese für den Autobauer sein werden, stehe noch nicht fest. „Es sind gewaltige Kosten, aber es ist völlig selbstverständlich, dass die Kunden nicht auf den Kosten sitzengelassen werden.“

Das sagen Analysten zu Matthias Müller als neuem VW-Chef
"Matthias Müller ist einer der wenigen, die den Konzern kennen und der vermutlich nicht in den Skandal verwickelt ist. Somit kam die Ernennung nicht überraschend. Er muss nun die volle Unterstützung vom Aufsichtsrat bekommen, damit er den desaströsen Vorgang aufklären und endlich die verkrusteten Strukturen bei VW aufbrechen kann. Dabei darf es keine Tabus geben. Deswegen ist es entscheidend, dass sich Martin Winterkorn auch als Vorstandsvorsitzender der einflussreichen Porsche Automobil Holding SE zurückzieht. Ansonsten kann es keine glaubwürdige Aufarbeitung geben."
"Das war einer der Kandidaten, den wir als geeignet ansehen. Seine Berufung ist ein Schritt zur Bewältigung von Unsicherheiten. Die Spekulation über die Personalien ist damit vom Tisch. Das ist begrüßenswert."
"Mit der Berufung von Herrn Müller hat Volkswagen eine Chance verpasst. Herr Müller kennt das Unternehmen gut und hat einige Erfolge vorzuweisen. Er ist mit 62 aber sicher kein Nachwuchstalent. Er wird das Unternehmen alleine aufgrund seines Alters nicht zehn Jahre lang führen können. In absehbarer Zeit wird es wieder zu Nachfolgediskussionen kommen. Das ist für jemanden, der jetzt die langfristige Strategie von VW nun ausrichten soll, nicht hilfreich. Volkswagen muss nach dem ganzen Theater um Herrn Piech im Frühjahr wieder zur Ruhe kommen. Wenn es jetzt noch mal eine Übergangsphase gibt, wäre das nicht gut für das Unternehmen.Volkswagen steht vor großen Herausforderungen: Das Unternehmen muss schauen, wie es am schwächelnden chinesischen Markt zurechtkommt. In Amerika, wo das Unternehmen schon bisher nicht richtig zum Zug kam, steht VW nach dem Abgasskandal vor riesigen Herausforderungen. Auch bei den Themen E-Mobilität und autonomes Fahren muss man jetzt die richtigen Weichen stellen - ich habe das Gefühl, dass andere Autokonzerne da weiter sind."
"Es ist wichtig, dass ein Neuanfang kommt und der alte Vorstandschef nicht die Aufräumarbeiten macht. Müller kennt den Konzern, er ist über 60 Jahre alt und muss auf keine Befindlichkeiten Rücksicht nehmen. Denn er wird vermutlich keine zweite Amtszeit anstreben und kann daher rücksichtslos aufräumen. Das ist ein Vorteil. Ob er ein guter Chef ist oder nicht, das wird sich erst hinterher zeigen."

+++11.45 Uhr+++

Die Forderungen an VW, die betroffenen Autos so schnell wie möglich kostenlos zu reparieren, werden immer lauter. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Sören Bartol, sagte der "Bild"-Zeitung (Samstag), VW müsse die Fahrzeuge in Deutschland freiwillig in die Werkstätten rufen und die Manipulation beheben. Auch der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, betonte Volkswagen könnten nur Transparenz und Kulanz helfen.

+++11.00 Uhr+++

Daimler -Chef Dieter Zetsche schließt einen Abgas-Skandal wie bei Volkswagen in seinem Konzern aus. "Wir halten uns grundsätzlich an die gesetzlichen Vorgaben und haben keinerlei Manipulationen an unseren Fahrzeugen vorgenommen", sagte Zetsche der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht. Bei Mercedes-Benz gebe es darüber hinaus keine Funktion, die die Wirksamkeit der Abgasnachbehandlung unzulässig einschränke.

Das ist Matthias Müller
Matthias Müller ist schon seit längerem einer der wichtigsten Männer im Volkswagen-Konzern. Müller ist als besonnener, aber zugleich zupackender und durchaus machtbewusster Manager bekannt, der auch mal Kante zeigen kann.
Der 62-Jährige ist krisenerprobt. Als er 2010 den Chefsessel beim Sportwagen-Hersteller Porsche übernahm, sorgte er für Ruhe am Stammsitz Zuffenhausen. Dort waren die Nachwehen der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW, an deren Ende Porsche selbst von den Wolfsburgern geschluckt wurde, noch nicht ganz vorbei.
Die von Müller geführte Porsche AG ist eine überaus ertragreiche „Cash Cow“ für den größten Autokonzern Europas. Das dürfte ein dicker Pluspunkt für ihn sein. Bisher haftet Müller kein Skandal an, er hat letztlich eine weiße Weste - auch das dürfte positiv berücksichtigt worden sein auf der Suche nach einem Lenker im VW-Riesenreich.

+++08.00 Uhr+++

Mitten in der Affäre um manipulierte Abgaswerte baut die Porsche Automobil Holding ihre Beteiligung an Volkswagen aus. Außerbörslich habe man dem japanischen Autokonzern Suzuki Motor 1,5 Prozent der Stammaktien abgekauft, teilte die Dachgesellschaft am Samstagmorgen mit. Dadurch steige der Anteil an Volkswagen auf 52,2 Prozent der Stammaktien und am gezeichneten Kapital auf 32,4 Prozent. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Der japanische Verkäufer betonte allerdings, einen Sondergewinn von umgerechnet rund 271 Millionen Euro zu verbuchen.

Der VW-Abgas-Skandal im Überblick
Die US-Umweltbehörde EPA teilt in Washington mit, Volkswagen habe eine spezielle Software eingesetzt, um die Messung des Schadstoffausstoßes bei Abgastests zu manipulieren. In den Tagen darauf wird klar, dass weltweit Fahrzeuge von VW und der Töchter betroffen sind – darunter auch Audi und Porsche. Die VW-Aktie bricht ein.
VW-Chef Martin Winterkorn tritt nach einer Krisensitzung der obersten Aufseher zurück. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen VW. Anlass dafür seien auch eingegangene Strafanzeigen von Bürgern, heißt es.
Der VW-Aufsichtsrat tagt. Nach langer Sitzung beruft das Gremium Porsche-Chef Matthias Müller zum neuen Konzernchef und trifft einige weitere Personal- und Strukturentscheidungen. Verantwortliche Motorenentwickler werden beurlaubt.
Nach mehreren Strafanzeigen startet die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsvorwürfen. Entgegen einer ersten Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Braunschweig gibt es keine Ermittlungen gegen Ex-Chef Martin Winterkorn persönlich.
Das Aufsichtsrats-Präsidium beschließt, Hans Dieter Pötsch per registergerichtlichen Anordnung in den Aufsichtsrat zu berufen. Das ist möglich, weil mehr als 25 Prozent der Aktionäre Pötsch favorisiert haben. Die Familien Porsche und Piëch, die Pötsch gegen die Bedenken des Landes Niedersachsens und der Arbeitnehmer durchgesetzt haben, halten über die Porsche SE rund 52 Prozent der VW-Anteile. Julia Kuhn-Piëch, die erst dieses Jahr nach dem Rücktritt von Ferdinand und Ursula Piëch in das Kontrollgremium aufgerückt war, verlässt den Aufsichtsrat wieder.
Es ist klar, dass die betroffenen VW-Fahrzeuge in die Werkstatt müssen, damit die Schummel-Software verschwindet. Bei einigen Motorenwerden die Techniker selbst Hand anlegen müssen. Eine Rückruf-Aktion, so wird es am nächsten Tag bekannt werden, soll 2016 starten. Die geschäftlichen und finanziellen Folgender Krise sind nicht absehbar. Die Kosten der Abgas-Affäre werden jedoch enorm sein. Der neue Chef muss sparen: "Deshalbstellen wir jetzt alle geplantenInvestitionen nochmal auf denPrüfstand", kündigt Müller an.
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnet einen verpflichtenden Rückruf aller VW-Dieselautos mit der Betrugssoftware an. In ganz Europa müssen 8,5 Millionen, in Deutschland 2,4 Millionen Wagen in die Werkstatt. VW hatte eine freiwillige Lösung angestrebt.
Der Skandal beschert dem Konzern im dritten Quartal einen Milliardenverlust. Vor Zinsen und Steuern beläuft sich das Minus auf rund 3,5 Milliarden Euro.
Der Skandal erreicht eine neue Dimension. VW muss - nach weiteren Ermittlungen der US-Behörden - einräumen, dass es auch Unregelmäßigkeiten beim Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) gibt. Rund 800.000 Fahrzeuge könnten betroffen sein. Die VW-Aktie geht erneut auf Talfahrt.
Der Diesel-Skandal in den USA weitet sich aus. Erneut. Es seien mehr Drei-Liter-Diesel der Marken Volkswagen und Audi betroffen, als bislang angenommen, erklärt die US-Umweltbehörde EPA. Die Autobauer bestreiten dies zunächst. Wenige Tage später, am 24. November, müssen sie allerdings  einräumen, ein sogenanntes „Defeat Device“ nicht offengelegt zu haben. Die Software gilt in den USA als illegal.Die Auswirkungen des Skandal zwingen VW zudem zum Sparen: VW fährt die Investitionen für das kommende Jahr runter. 2016 sollen die Sachinvestitionen um eine Milliarde Euro verringert werden. „Wir fahren in den kommenden Monaten auf Sicht“, sagt VW-Chef Müller. Weitere Ausgaben bleiben auf dem Prüfstand.
Neuer Ärger für Volkswagen: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt nun auch wegen mögliche Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit falschen CO2-Angaben. Die könnten dazu geführt haben, dass zu wenig Kfz-Steuer gezahlt wurde.
Zumindest etwas Positives für die Wolfsburger: Zur Nachrüstung der millionenfach manipulierten Dieselmotoren mit 1,6 Litern Hubraum in Europa reicht nach Angaben von Volkswagen ein zusätzliches, wenige Euro teures Bauteil aus. Bei den 2,0-Liter-Motoren genügt ein Software-Update. Das Kraftfahrtbundesamt genehmigt die Maßnahmen. Auch wenn VW keine Angaben zu den Kosten macht – es hätte schlimmer kommen können.

+++02.00 Uhr+++

Die Behörden in den USA und Europa wollen die Emissionstests für Autos verschärfen. Die US-Umweltbehörde EPA wies in einem Schreiben an die Hersteller darauf hin, dass sie zusätzliche Prüfungen verlangen könne. In diesen würde dann untersucht, ob die Abgasnormen unter normalen Fahrbedingungen auf der Straße erfüllt werden - und nicht nur in Testlaboren. Was dies für Tests sein sollen, werde nicht verraten, sagte EPA-Vertreter Chris Grundler am Freitag vor Journalisten.

+++21.00 Uhr+++

Nach Angaben von Volkswagen sind rund fünf Millionen Fahrzeuge der Marke VW von den manipulierten Abgaswerten betroffen. Dies habe eine interne Prüfung ergeben, teilte der Wolfsburger Autobauer mit. "Wir arbeiten mit Hochdruck an einer technischen Lösung, die wir so rasch wie möglich dem Handel, unseren Kunden und der Öffentlichkeit präsentieren werden", sagte VW-Markenchef Herbert Diess. Es gehe unter anderem um den Golf sechs, den Passat in siebter Generation und die erste Generation des Geländewagens Tiguan mit einem bestimmten Dieselmotor (Typ EA 189).

Martin Winterkorns Rücktrittserklärung im Wortlaut

„Ich bin bestürzt über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Vor allem bin ich fassungslos, dass Verfehlungen dieser Tragweite im Volkswagen Konzern möglich waren. Als Vorstandsvorsitzender übernehme ich die Verantwortung für die bekanntgewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren und habe daher den Aufsichtsrat gebeten, mit mir eine Vereinbarung zur Beendigung meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns zu treffen. Ich tue dies im Interesse des Unternehmens, obwohl ich mir keines Fehlverhaltens bewusst bin.

Volkswagen braucht einen Neuanfang - auch personell. Mit meinem Rücktritt mache ich den Weg dafür frei. Mein Antrieb war es immer, dem Unternehmen, vor allem unseren Kunden und Mitarbeitern zu dienen. Volkswagen war, ist und bleibt mein Leben. Der eingeschlagene Weg der Aufklärung und Transparenz muss weitergehen. Nur so kann wieder Vertrauen entstehen. Ich bin überzeugt, dass der Volkswagen Konzern und seine Mannschaft diese schwere Krise bewältigen werden.“

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Wolfgang Porsche, Berthold Huber, Stephan Weil (l-r)

Der Konzern will in den nächsten Tagen einen Nachfolger präsentieren. Vorschläge zur personellen Neubesetzung sollten bis zur Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Freitag vorliegen, teilte das Präsidium des Gremiums im Anschluss an eine Sitzung am Mittwoch mit. Die Mitglieder des engeren Führungszirkels um Betriebsratschef Bernd Osterloh, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wolfgang Porsche als Sprecher der Familien Porsche und Piech erklärten zudem, es sei in den nächsten Tagen mit weiteren personellen Konsequenzen zu rechnen. Die internen Untersuchungen liefen auf Hochtouren. "Alle Beteiligten an diesen Vorgängen, die einen unermesslichen Schaden für Volkswagen angerichtet haben, werden mit aller Konsequenz belangt", hieß es in der Erklärung. Zudem soll ein Sonderausschuss eingerichtet werden, um die weitere Aufklärung voranzutreiben.

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Der Konzern stellte darüber hinaus Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Damit will der Konzern das durch die Abgasmanipulationen verlorene Vertrauen zurückgewinnen. Wörtlich heißt es in einer Erklärung des Gremiums: „Es steht nach Ansicht des Präsidiums fest, dass es zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, die auch strafrechtlich relevant sein können.“ Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft würden vom Konzern in aller Form unterstützt.

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Stephan Weil (SPD), Niedersachsens Ministerpräsident und Aufsichtsratsmitglied bei Volkswagen

Weil antwortete im ARD-Morgenmagazin am Donnerstag auf die Frage, ob es wirklich glaubwürdig sei, dass Winterkorn nichts von den Abgas-Manipulationen gewusst habe: "Für mich ist es glaubwürdig, für die anderen Mitglieder des Präsidiums war es das auch."

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Anton Hofreiter (Die Grünen)

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat den Rücktritt von VW-Chef Martin Winterkorn als "absolut richtigen Schritt" bezeichnet. Der Rücktritt dürfe jetzt aber nicht bedeuten, dass VW bei der Aufklärung der Vorfälle nachlasse, sagte Hofreiter der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "VW muss die Aufklärung vorantreiben. Winterkorns Nachfolger darf durch die Affäre nicht belastet sein", sagte Hofreiter. Der Grünen-Politiker mahnte bei Automobilherstellern einen "grundlegenden Mentalitätswechsel" an. Die Verbraucher hätten ein Recht darauf, dass die Schadstoffemissionen von Neuwagen "auch in der Realität, nicht nur im Labor" vorgegebene Grenzwerte nicht überschritten.

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Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD)

"Ich bin mir sicher, dass VW den Fall schnell und restlos aufklären wird", sagte Gabriel während einer Rede am Rande der Automobilmesse IAA. Er habe persönlich großen Respekt vor der Entscheidung Winterkorns, im Zuge des Skandals zurückzutreten. "Ich finde, die Leistung von Herrn Winterkorn für das Unternehmen ist nach wie vor unbestritten."

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Stellvertretender Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Oliver Krischer

Für die Grünen ist der Rücktritt von Winterkorn ein folgerichtiger Schritt in der Abgas-Affäre. „Damit hat der VW-Konzern die Chance auf einen Neuanfang. Sein Nachfolger muss beweisen, dass Anspruch und Wirklichkeit bei VW zusammenpassen“, sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer am Mittwoch in Berlin. Es könne nicht sein, dass VW in Hochglanzbroschüren von sauberen Autos spreche, aber auf der Straße der Abgasausstoß um ein Vielfaches höher sei.

Die Grünen werfen der Bundesregierung vor, schon länger um Manipulationen der Autokonzerne bei Spritverbrauch und Abgaswerten zu wissen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat den Vorwurf zurückgewiesen.

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Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD)

Lies rechnet in der VW-Abgas-Affäre mit „weiteren personellen Konsequenzen“ in den nächsten Tagen. „Wir verlangen auch die Konsequenzen“, sagte Lies am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. „Es geht um die gesamte Struktur bei Volkswagen. Jetzt muss es darum gehen, für 600.000 Mitarbeiter, 280.000 allein in Deutschland, die Sicherheit zu schaffen, dass wir die Lage im Griff haben“.

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Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sagte der "Berliner Zeitung", Winterkorns Rücktritt sei richtig, "auch wenn er zu spät kommt". Winterkorn mache damit den Weg für einen Neuanfang frei. "Das ist besser für VW, besser für die 600.000 Mitarbeiter des Konzern und besser für Deutschland insgesamt", sagte der Wirtschaftswissenschaftler von der Universität Duisburg Essen.

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Michael Fuchs (CDU), stellvertretender Vorsitzender der Unions Bundestagsfraktion

Der Rücktritt von VW-Chef Martin Winterkorn verdient nach den Worten von Michael Fuchs Respekt. "Das ist eine honorige Haltung von Winterkorn, dass er die Verantwortung für die Manipulationen in den USA mitübernimmt", sagte Fuchs der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Winterkorn zeigt Stil und Haltung", sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker.

+++Diese Übersicht wird laufend ergänzt+++

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+++19.58 Uhr+++

Manipulierte Fahrzeuge des VW-Konzerns sollen in der Schweiz nicht mehr neu zugelassen werden. Das Schweizer Bundesamt für Straßen will den betroffenen Modellen die Typengenehmigung vorsorglich entziehen, bis Klarheit über mögliche Manipulationen besteht, wie die Behörde mitteilte. Bereits zugelassene Fahrzeuge dürften jedoch weiterhin auf Schweizer Straßen rollen.

+++19.42 Uhr+++

Moody's droht der Bank- und Leasingsparte von Volkswagen mit einer schlechteren Bonitätsnote. Die Agentur prüfe die Ratings von VW Financial Services und der VW Bank auf eine Herabstufung, teilt Moody's mit. Bereits am Vortag hatte Moody's den Ausblick für die Bonitätsnote des Konzerns gesenkt.

+++19.08 Uhr+++

Wegen des Abgas-Skandals kauft die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst keine Autokredit-Verbriefungen von Volkswagen mehr. Es gebe zunächst eine Überprüfung, bevor endgültig entschieden werde, ob die VW-Schuldverschreibungen (ABS) aus dem Wertpapier-Ankauf-Programm der EZB ausgeschlossen würden, sagte eine mit der Sache vertraute Person. Die Zeitung "Die Welt" berichtete unter Berufung auf Zentralbankkreise, dass die EZB sich zunächst ein Bild von den Auswirkungen der Affäre um manipulierte Abgaswerte auf die verbrieften Autokredite von VW machen wolle. Die Käufe in einer unübersichtlichen Lage vorübergehend auszusetzen, sei auch unter privatwirtschaftlichen ABS-Investoren ein übliches Vorgehen.

Vermintes Gelände – Volkswagen und die USA
In China, dem wichtigsten Automarkt der Welt, stampft VW ein Werk nach dem anderen aus dem Boden. In den USA zählt Europas Branchenprimus erst eines, vieles läuft dort noch nicht rund. Eine Chronologie.
VW-Chef Martin Winterkorn spricht zur Automesse in Detroit erstmals von einem neuen SUV-Modell speziell für die USA.
Nach 31 Monaten auf steilem Expansionskurs muss Volkswagens Kernmarke für den April 2013 erstmals wieder rückläufige Verkäufe melden. Seitdem finden die Wolfsburger nicht in die Spur.
Im schwelenden Streit um einen Betriebsrat für das einzige US-Werk von Volkswagen in Chattanooga droht der mächtige Konzernbetriebsrat damit, weiteres Wachstum dort zu blockieren.
Michael Horn löst Jonathan Browning als Chef von Volkswagens US-Sparte ab. Medien spekulieren, Browning müsse wegen der Verkaufszahlen gehen. Volkswagen nennt „persönliche Gründe“.
Winterkorn kündigt das neue SUV-Modell für 2016 an. „Amerika ist der weltweit härteste Automarkt“, räumt er ein. Als mögliche Produktionsorte gehen Chattanooga und Mexiko ins Rennen.
Die VW-Mitarbeiter in Chattanooga votieren gegen den Vorschlag, sich von der US-Autogewerkschaft UAW vertreten zu lassen. Damit kann VW zumindest vorerst nicht die vom Betriebsrat geforderte Arbeitnehmervertretung nach deutschem Vorbild aufbauen.
Betriebsratschef Bernd Osterloh meldet sich zu Wort. Er könne sich „durchaus vorstellen“, dass ein weiterer Standort in den USA „nicht unbedingt wieder in den Süden gehen muss“.
VW teilt mit: Der Cross Blue geht nach Chattanooga.
VW zeigt auf der Messe in Detroit neben dem bereits bekannten großen Geländewagen Cross Blue eine Coupé-Variante. Martin Winterkorn verspricht, in den USA wieder in den Angriffsmodus zurückkehren zu wollen.
Die Verkäufe gerade der Marke VW fallen nach den beiden schlechten Jahren 2013 und 2014 in den USA noch einmal schlechter aus. Von Januar bis August verkaufte in den USA 238.100 Autos und damit 2,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.Quelle: dpa, scc

+++19.02 Uhr+++

Der bisherige Skoda-Chef Winfried Vahland leitet künftig die neu gegründete Marktregion Nordamerika von Volkswagen. Dies teilte der VW-Konzern nach der Sitzung des Aufsichtsrates in Wolfsburg mit. Nachfolger für Vahland bei Skoda soll demnach der bisherige Vetriebschef von Porsche, Bernhard Maier werden. Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal sollen künftig zudem die Märkte USA, Mexiko und Kanada in der neu geschaffenen Region Nordamerika zusammengefasst werden. Davon verspricht sich der Konzern eine „maßgebliche Stärkung“ des dortigen Absatzes. Der infolge des Skandals in die Kritik geratene US-Regionalchef von Volkswagen, Michael Horn bleibt im Amt.

+++19.01 Uhr+++

Der Vertriebschef des VW-Konzerns, Christian Klingler, verlässt das Unternehmen wegen des Ärgers um den Abgas-Skandal.

Abgas-Skandal

Experte befürchtet dreistellige Milliardenstrafe für VW

von Stephan Happel, Katja Joho und Martin Seiwert

+++18.44 Uhr+++

Müller betont, dass zu keiner Zeit die Sicherheit der Fahrzeuge oder Kunden beeinträchtigt gewesen sei. "Wir werden im Konzern noch strengere Regeln einführen. So ein Skandal darf sich nie wiederholen."

+++18.43 Uhr+++

Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: "Volkswagen braucht einen Neuanfang und einen Kulturwandel."

+++18.40 Uhr+++

Müller werde seine Aufgabe „mit ganzer Kraft angehen“, sagte Huber. Eine US-Anwaltskanzlei soll die Volkswagen-Affäre weiter aufklären. Sie sei vom Aufsichtsrat damit beauftragt worden.

+++18.38 Uhr+++

Behörde untersucht weitere Fiat-Chrysler-Wagen

Neue Kundenbeschwerden über angeblich im Parkmodus wegrollende Autos des Herstellers Fiat Chrysler haben die US-Aufsicht auf den Plan gerufen. Die für Verkehrssicherheit zuständige Behörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Behörde hat nach eigenen Angaben 43 Beschwerden von Kunden und Berichte über 25 Unfälle mit neun Verletzungen erhalten. Es geht um den beliebten Pickup-Truck Dodge Ram 1500 der Modelljahrgänge 2013 bis 2016 sowie SUV vom Typen Dodge Durango von 2014 bis 2016. Betroffen sind demnach rund eine Million Wagen. Fiat Chrysler teilte auf Anfrage mit, bei den Ermittlungen kooperieren zu wollen. Ein Sprecher betonte, dass sich die Untersuchung bislang noch in einem vorläufigen Stadium befinde.
Das Problem mit wegrollenden Fahrzeugen hatte im Juni durch den Tod des „Star Trek“-Schauspielers Anton Yelchin für Schlagzeilen gesorgt. Er war von seinem Auto erdrückt worden. Es stellte sich heraus, dass das Fahrzeug zu 1,1 Millionen Wagen von Fiat Chrysler zählte, die im April wegen Sicherheitsrisiken zurückgerufen worden war. Betroffen waren damals die Modelle Dodge Charger und Chrysler 300 Limousinen sowie SUV der Marke Jeep Grand Cherokee.
Fiat Chrysler begründete das Problem mit Fehlern von Fahrern, die ihre Wagen nach dem Abstellen verließen, ohne die Automatikschaltung in die Position „Park“ zu bringen. Den NHTSA-Dokumenten nach bestreiten einige Kunden dies jedoch - sie gingen angeblich davon aus, dass der Schalthebel beim Wegrollen in der korrekten Position gewesen sei.

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Airbags defekt: BMW ruft Autos zurück

BMW und die Tochter Rolls-Royce rufen 33.600 Autos mit defekten Airbags in die Werkstatt zurück. Wegen eines Programmierfehlers würden bei einem Frontalzusammenstoß oder Auffahrunfall falsche Daten an den Airbag übermittelt, so dass er mitunter nicht auslöse. Bei einem Unfall in China sei ein Fahrer ums Leben gekommen, sagte ein BMW-Sprecher. Betroffen seien 33.600 BMW 7er, BMW 5er GT und Rolls-Royce Ghost, die zwischen Dezember 2011 und Juni 2012 gebaut wurden. Die meisten seien in China unterwegs, in Deutschland seien 2300 Autos betroffen.

Die Halter würden unverzüglich informiert, der Austausch des Airbag-Sensors in der Werkstatt dauere drei Stunden, sagte der Sprecher. Das Problem habe nichts mit der „Takata-Thematik“ zu tun. Um sofort zu erfahren, ob ihr Fahrzeug betroffen ist, könnten Kunden auch eine BMW-Werkstatt fragen oder ihre Fahrgestellnummer hier im Internet eingeben.

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Toyota - Millionen fehlerhafter Airbags

Toyota ruft weltweit weitere 5,8 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit Airbags des Zulieferers Takata zurück. In Europa müssten 1,47 Millionen Autos zurück in die Werkstätten, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Allein in Deutschland seien knapp 118.000 Fahrzeuge betroffen. Dabei geht es unter anderem um die Modelle Corolla und Yaris, vorwiegend älterer Baujahre, sagte ein Sprecher. In Japan sollen die Besitzer von rund 1,15 Millionen Fahrzeugen in Werkstätten vorstellig werden. Weltweit haben Autohersteller bereits mehr als 100 Millionen Autos zurückgerufen, um die fehlerhaften Airbags auszutauschen.

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VW und Audi rufen wegen Feuergefahr 281.000 Autos in USA zurück

Volkswagen ruft 281.500 Fahrzeuge in den USA wegen möglicher Brandgefahr zurück. Es geht Fahrzeuge der Marken VW und Audi, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens an die Börsenaufsicht vom 7. Oktober hervorgeht. Bei den Fahrzeugen könne in Folge von Lecks Benzin austreten und Feuer ausbrechen. Allerdings seien entsprechende Vorfälle noch nicht berichtet worden. Auch habe es keine Verletzten gegeben.

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Fiat Chrysler ruft fast zwei Millionen Fahrzeuge zurück

Der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler muss wegen eines Airbag-Defekts weltweit 1,9 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Es sei möglich, dass das Luftkissen bei Unfällen nicht ausgelöst werde, teilte das Unternehmen am 15. September (Ortszeit) mit. Betroffen von dem Rückruf seien Modelle der Baujahre 2010 bis 2014. Der Defekt habe nach Kenntnis von Fiat zu drei tödlichen Unfällen geführt. Zudem seien im Zusammenhang mit dem Fehler fünf Personen verletzt worden. In der vergangenen Woche hatte die Opel-Mutter General Motors mitgeteilt, wegen Software-Problemen 4,3 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern zu müssen. Bei Unfällen seien wegen des Defekts in seltenen Fällen die Airbags auf dem Fahrer- und Beifahrersitz nicht ausgelöst worden.

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General Motors ruft über 4 Millionen Fahrzeuge zurück

General Motors ruft wegen eines Defekts an der Airbag-Software weltweit mehr als vier Millionen Fahrzeuge zurück. In seltenen Fällen könne der Bordcomputer in den Testmodus umschalten, erklärte der US-Autobauer am Freitag in Detroit. Die vorderen Airbags würden dann im Fall eines Unfalls nicht auslösen. Auch die Sitzgurte funktionierten möglicherweise nicht. Der Fehler werde mit mindestens einem Todesfall und drei Verletzten in Verbindung gebracht.

GM werde die betroffenen Kunden informieren und die Software kostenfrei aktualisieren, teilte das Unternehmen mit. Der Rückruf der 4,28 Millionen betrifft unter anderem bestimmte Modelle von Buick, Chevrolet und Cadillac der Modelljahre 2014-2017, allein 3,6 Millionen davon in den USA.

Foto: dpa

Mazda ruft 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück

Mazda ruft wegen Problemen mit der Heckklappe weltweit 2,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Die Rostschutzlackierung der Heckklappenaufhängung sei nicht ausreichend, erklärte der japanische Autohersteller am Donnerstag. Im Laufe der Zeit könne daher mit Streusalz vermischtes Wasser dazu führen, dass die Aufhängung bricht und die Heckklappe abfällt. Berichte über Unfälle oder Verletzte lägen jedoch nicht vor.
Der Rückruf betrifft bestimmte Modelle des Kompaktwagens Mazda 3 der Jahrgänge 2010 bis 2013 sowie Vans des Typs Mazda 5 von 2012 bis 2015. Ebenfalls betroffen sind bestimmte Modelle des CX-5 von 2013 bis 2016 und des SUVs CX-3 von 2016. Händler tauschten beide Aufhängungen aus, erklärte Mazda. Kunden erhielten noch im September oder im Oktober nähere Informationen.

Foto: WirtschaftsWoche

Honda ruft weitere 668.000 Autos in Japan zurück

Honda hat in Japan 668.000 Autos zurückgerufen. Sie sind Teil ausgeweiteter Maßnahmen aus dem Frühjahr. Ersetzt werden müssen Airbags des krisengeplagten japanischen Anbieters Takata, wie Honda mitteilte. Betroffen seien von 2009 bis 2011 produzierte Modelle wie Civic und Accord.

Der Fahrzeug-Hersteller aus Japan hat damit insgesamt bereits rund 51 Millionen Airbags zurückrufen müssen. Das ist in etwa die Hälfte im Takata-Skandal. Die Luftkissen, die eigentlich für mehr Sicherheit sorgen sollen, können bei anhaltend hoher Feuchtigkeit bei einem Aufprall mit zu viel Kraft explodieren. Dadurch können Insassen des Autos von Splittern getroffen werden. Weltweit stehen mindestens 14 Todesfälle und 150 Verletzte mit defekten Aufblasvorrichtungen in Verbindung.

Foto: REUTERS

BMW X3 und X4 müssen in die Werkstatt

BMW ruft insgesamt etwa 600.000 Autos der Modellreihen X3 und X4 wegen unsicherer Kindersitz-Halterungen zurück. Die Bügel für die sogenannten Isofix-Kindersitze könnten beim Schwingen brechen, sagte ein BMW-Sprecher. Das sei in einigen wenigen Fällen geschehen, aber verletzt worden sei bisher niemand. Betroffen seien X3- und X4-Fahrzeuge ab dem Baujahr 2010. Die Kindersitz-Bügel der zurückgerufenen SUV würden in der Werkstatt innerhalb einer Stunde mit Metall verstärkt. In Deutschland seien 119.000 Autos betroffen.

Foto: dpa

Bugatti Veyron 16.4

Das schnellste Auto der Welt muss in die Werkstatt. In den USA wird der Bugatti Veyron zurückgerufen. Die Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration beordert 72 Fahrzeuge der Baujahre 2006 bis 2010 aufgrund von Problemen mit der Tankanzeige in die Werkstatt. Weitere 13 Exemplare des 1000 PS starken Autos, die zwischen 2006 und 2008 gebaut wurden, sollen wegen eines rostenden Batteriekabels überprüft werden. Außerdem sollen 87 des Veyron und der beiden noch stärkeren und bis zu 431 km/h schnellen Versionen Veyron Grand Sport und Veyron Super Sport wegen rostender Anbauteile zur Kontrolle, heißt es in der Meldung.

Foto: AP

BMW

Wegen möglichen Airbag-Versagens ruft BMW weltweit rund 26.000 Fahrzeuge der 7er Baureihe zurück, rund 2600 davon in Deutschland. Dies bestätigte ein Konzernsprecher in München. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ (Freitag/online Donnerstag) darüber berichtet. Demnach könnten Metallpartikel in der Steuerung des Airbags dessen Entfalten bei einem Aufprall verhindern.

Die Fahrzeuge seien zum Teil noch im Bestand von Händlern, zum Teil schon bei Endkunden, schrieb das Blatt. In den USA seien 6110 Limousinen betroffen, die von Juli bis Dezember 2015 gebaut wurden. Alle nach dem 11. Dezember 2015 produzierten 7er fielen nicht unter die Rückrufaktion, sagte der BMW-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Foto: dpa

Tesla Model X

Tesla muss 2.700 Exemplare des Elektro-SUV Model X zurückrufen. Grund sind Probleme mit den hinteren Sitzen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Verriegelung der Sitze in der dritten Reihe des siebensitzigen Autos sei defekt. Bei einem Aufprall könnten die Sitze deshalb nach vorne rutschen.

In der Serienproduktion hat Tesla das Problem eigenen Angaben zufolge schon gelöst, deshalb sind nur Wagen, die vor dem 26. März verkauft wurden, von dem Rückruf betroffen. In Europa wird das Model X noch nicht ausgeliefert, deshalb ist hierzulande auch kein Fahrzeug von dem Rückruf betroffen.

Über die Kosten und Dauer der Serviceaktion machte Tesla keine Angaben.

Foto: AP

VW Passat

Volkswagen muss wegen Brandgefahr mitten im Abgas-Skandal einen weiteren Rückruf in die Wege leiten, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am 1. April mitteilte. Dabei geht es um 91.000 US-Passats mit TDI Dieselmotoren, also dem Antrieb, der auch im Zentrum der Affäre um manipulierte Emissionstests steht. Bei bestimmten Modellen der Baujahre 2012 bis 2014 könne es aufgrund von mangelhaften Dichtungsdrähten zu elektrischen Kurzschlüssen und Überhitzung kommen, heißt es in Unterlagen, die Volkswagens US-Tochter am 24. März bei der Verkehrsaufsicht einreichte. Durch den Defekt bestehe eine erhöhte Feuergefahr.

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VW e-Golf

Wegen eines Problems mit der Stromversorgung ruft Volkswagen alle e-Golf in den USA zurück. In Einzelfällen könne es unter bestimmten Bedingungen zu einem plötzlichen Ausfall des Elektromotors kommen, weil das Überwachungssystem der Batterie ein Ansteigen der Stromleistung als gefährlich einstufen könne, erklärte Volkswagen in einer Mitteilung. Das könne zu einer Notfall-Abschaltung der Batterie und damit des elektrischen Motors führen. Nicht betroffen sind offenbar Bremse, Lenkung, Licht und Airbags, weil diese über einen anderen Stromkreis betrieben werden – dennoch steigt das Unfallrisiko. Von dem Rückruf sind rund 5.200 Elektroautos betroffen.

Volkswagen hat nach eigenen Angaben die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA selbst über den Vorgang informiert. Die Behörde hatte am Montag den Rückruf zuerst gemeldet. Abhilfe soll ein Software-Update des Batterie-Überwachungssystems schaffen. Laut einem VW-Sprecher betrifft der Rückruf nur die Vereinigten Staaten. Denn das dort verwendete Stromsystem in dem Elektroauto ist ein anderes als auf anderen Märkten.

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VW Touareg

Bei Volkswagen häuft sich der Ärger: Mitten in der Abgasaffäre ruft der Wolfsburger Konzern weltweit gut 400.000 Geländewagen von Typ VW Touareg der Baujahre 2011 bis 2016 zur Überprüfung in die Werkstätten. Auch der Porsche Cayenne wurde zurückgerufen. In Deutschland sind rund 90.000 Fahrzeuge der beiden weitgehend baugleichen Modelle betroffen. Als Grund für den Rückruf nannten VW und Porsche einen Sicherungsring an der Aufhängung des Bremspedals, der sich lösen könne. Die Besitzer würden angeschrieben, um die korrekte Montage in der Werkstatt überprüfen zu lassen. Es gab bislang keinen belegbaren Unfall. Das Problem sei bei internen Untersuchungen festgestellt worden und in der laufenden Produktion bereits abgestellt. VW ruft die Fahrzeuge freiwillig und präventiv zurück, eine entsprechende Anordnung vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) gab es nicht.

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Porsche Cayenne

Porsche ruft weltweit 409.477 Fahrzeuge des Typs Cayenne der Modelljahre 2011 bis 2016 zur vorsorglichen Überprüfung in die Werkstatt, davon 30.617 in Deutschland. Auch hier ist das Bremspedal das Problem, wie der Autobauer mitteilte. In der Werkstatt werde die korrekte Montage kontrolliert.

Das Problem wurde bei internen Untersuchungen erkannt und in der laufenden Serie abgestellt. Die Besitzer der Fahrzeuge werden direkt von ihrem zuständigen Porsche-Partner kontaktiert. Der kostenlose Werkstattbesuch wird nach Vereinbarung schnellstmöglich erfolgen und weniger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen.

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VW Passat

Weltweit 177.000 Passat der Baujahre 2014 und 2015 müssen wegen Problemen an der Zentralelektrik in die Werkstatt. Eine womöglich nicht korrekt sitzende Steckverbindung könnte zum Ausfall des Motors führen, heißt es auf der Internetseite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Ein VW-Sprecher bestätigte den Rückruf am Mittwoch. Wie viele von den 177 000 Passat auf Deutschland entfallen, stand zunächst nicht fest. Im Ernstfall kann mit dem Motorausfall auch das Licht erlöschen. Der Leistungsabfall bei Bremskraftverstärker und Servolenkung sei aber nicht so eklatant, dass der Rückruf akut sicherheitsrelevant sei.

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Laut dem Interimsvorsitzenden des Kontrollgremiums, Berthold Huber, hat der Aufsichtsrat empfohlen, einige Mitarbeiter umgehend zu beurlauben. Dies sei teilweise bereits erfolgt. Zudem teilte er mit, dass es am 9. November eine außerordentliche Hauptversammlung geben soll. Auf dieser soll Hans Dieter Pötsch zur Wahl vorgeschlagen werden.

+++18:35 Uhr+++

Porsche-Chef Matthias Müller wird neuer Vorstandschef von Volkswagen. Der Aufsichtsrat bestellte den 62-jährigen Manager zum Nachfolger von Martin Winterkorn.

+++18:21 Uhr+++

Der bisherige VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch soll trotz des Abgas-Skandals wie geplant in den Volkswagen-Aufsichtsrat gewählt werden. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Sitzung des Aufseher-Gremiums in Wolfsburg.

+++18:00 Uhr+++

Die Abgas-Tests in Deutschland und Europa
Neue Modelle werden in Deutschland und der EU nach dem Modifizierten Neuen Fahrzyklus (MNEFZ) getestet. Die Tests laufen unter Laborbedingungen, das heißt auf einem Prüfstand mit Rollen. Dies soll die Ergebnisse vergleichbar machen. Der Test dauert etwa 20 Minuten und simuliert verschiedene Fahrsituationen wie Kaltstart, Beschleunigung oder Autobahn-Geschwindigkeiten.
Getestet wird von Organisationen wie dem TÜV oder der DEKRA unter Beteiligung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Dieses untersteht wiederum dem Verkehrsministerium.
Die Prüfungen der neuen Modelle werden von ADAC und Umweltverbänden seit längerem als unrealistisch kritisiert. So kann etwa die Batterie beim Test entladen werden und muss nicht - mit entsprechendem Sprit-Verbrauch - wieder auf alten Stand gebracht werden. Der Reifendruck kann erhöht und die Spureinstellungen der Räder verändert werden. Vermutet wird, dass etwa der Spritverbrauch im Alltag so häufig um rund ein Fünftel höher ist als im Test.
Neben den Tests für neue Modelle gibt es laut ADAC zwei weitere Prüfvorgänge, die allerdings weitgehend in der Hand der Unternehmen selbst sind. So werde nach einigen Jahren der Test bei den Modellen wiederholt, um zu sehen, ob die Fahrzeuge noch so montiert werden, dass sie den bisherigen Angaben entsprechen, sagte ADAC-Experte Axel Knöfel. Zudem machten die Unternehmen auch Prüfungen von Gebrauchtwagen, sogenannte In-Use-Compliance. Die Tests liefen wieder unter den genannten Laborbedingungen. Die Ergebnisse würdem dann dem KBA mitgeteilt. Zur Kontrolle hatte dies der ADAC bei Autos bis 2012 auch selbst noch im Auftrag des Umweltbundesamtes gemacht, bis das Projekt eingestellt wurde. In Europa würden lediglich in Schweden von staatlicher Seite noch Gebrauchtwagen geprüft, sagte Knöfel.
Die EU hat auf die Kritik am bisherigen Verfahren reagiert und will ab 2017 ein neues, realistischeres Prüfszenario etablieren. Damit sollen auch wirklicher Verbrauch und Schadstoffausstoß gemessen werden ("Real Driving Emissions" - RDE). Strittig ist, inwiefern dafür die bisherigen Abgas-Höchstwerte angehoben werden, die sich noch auf den Rollen-Prüfstand beziehen.

Manipulierte Autos von VW sind offenbar auch in der Schweiz verkauft worden. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen, teilte das Schweizer Bundesamt für Straßen mit.

Stimmen zum Abgas-Skandal bei VW
Osterloh fordert im Skandal um manipulierte Abgastests in den USA ein entschiedenes Durchgreifen auch innerhalb des Konzerns. „Das muss jetzt mit aller Konsequenz und Offenheit aufgeklärt werden; und wir müssen Konsequenzen daraus ziehen“, sagte er dem Magazin „Stern“. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Osterloh, der als einer der mächtigsten Männer bei Volkswagen auch Mitglied des Aufsichtsrats ist, äußerte sich geschockt über die Vorwürfe und forderte: „Wir müssen verloren gegangenes Vertrauen bei unseren Kunden zurückgewinnen.“ Vor allem Konzernchef Martin Winterkorn stehe dabei nun in der Pflicht.
„Eine Manipulation von Emissionstests ist völlig inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen“, sagte der SPD-Politiker, der als amtierender Regierungschef in Niedersachsen Mitglied im Präsidium des Aufsichtsrates von VW ist. „Es muss selbstverständlicher Anspruch des VW-Konzerns sein, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.“ Er habe die Nachricht "mit Besorgnis zur Kenntnis genommen. Die gegen VW in den USA erhobenen Vorwürfe wiegen schwer“, sagte Weil. Er gehe davon aus, dass diese Vorfälle „schnell und gründlich aufgeklärt werden. Erst danach kann über mögliche Folgen entschieden werden."
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine rasche und volle Aufklärung der Abgas-Manipulationen des Volkswagen-Konzerns gefordert. Merkel sprach sich „angesichts der schwierigen Lage“ für „volle Transparenz“ aus und forderte: „Ich hoffe, dass möglichst schnell die Fakten auch auf den Tisch kommen.“
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die Abgas-Manipulationen scharf kritisiert. Der Vizekanzler geht aber von keinem nachhaltigen Schaden für die deutsche Industrie insgesamt aus. „Dass das ein schlimmer Vorfall ist, ist glaube ich klar“.Natürlich gebe es Sorge, dass der exzellente Ruf der deutschen Automobilindustrie und vor allem von Volkswagen darunter leidet: „Ich bin aber sicher, dass das Unternehmen schnell und restlos den Fall aufklären und die denkbar eingetreten Schäden wieder gut machen wird.“ Der Fall sei aber nicht typisch. „Der Begriff „Made in Germany“ ist weltweit ein Qualitätsbegriff.“ Deshalb müsse schnell aufgeklärt werden: „Aber ich glaube nicht, dass das ein dauerhafter und prinzipieller Schaden für die deutsche Industrie ist.“ Gabriel sprach sich dafür aus, Messfehler oder Manipulationen vielleicht einmal insgesamt zu überprüfen.
Die Bundesregierung fordert von den Autoherstellern „belastbare Informationen“, um mögliche Manipulationen bei Abgastests auch in Deutschland prüfen zu können. Diese Überprüfung müsse durch das Kraftfahrtbundesamt vorgenommen werden, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Er forderte zudem die Hersteller auf, eng mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten, um eine „lückenlose Aufklärung“ zu ermöglichen. Der Sprecher sagte, seinem Haus lägen „keine weiteren Kenntnisse über mögliche Schummeleien deutscher Automobilproduzenten vor“.
CSU-Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat Volkswagen aufgefordert, Kunden "vollumfänglich aufzuklären", um dadurch Vertrauen zurückzugewinnen. Er betonte, die Regierung wolle selbst aktiv dafür sorgen, dass derartige Manipulationen in Zukunft nicht wieder vorkämen.
Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kann nach Meinung von Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer angesichts des Abgas-Skandals in den USA nicht im Amt bleiben. Winterkorn, in dessen Verantwortung auch die konzernweite Forschung und Entwicklung falle, habe entweder von den Manipulationen gewusst oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen der „Frankfurter Rundschau“. „In beiden Fällen würde ich sagen, dass Winterkorn an der Konzernspitze nicht mehr tragbar ist.“ Der „Westdeutschen Allgemeinen“ sagte er: „Jeder Politiker könnte bei einer solchen Angelegenheit nicht in seinem Amt bleiben.“
In Europa werden die Auto-Abgaswerte nach Angaben des TÜV Süd bereits während der Produktion streng überwacht. „Da gibt es klare Regeln“, sagte ein Sprecher. Für alle Fahrzeuge, die in der EU zugelassen werden sollen, müssten die Hersteller externe Kontrollen sicherstellen. „Die Fahrzeuge werden nach dem Zufallsprinzip vom Band genommen und kontrolliert“, sagte er. Allein der TÜV Süd nehme pro Jahr mehr als tausend dieser Kontrollen vor.
BMW ist nach eigenen Angaben von dem Skandal nicht betroffen. Bei Überprüfungen eines Dieselfahrzeugs habe es keine auffälligen Abweichungen der Werte gegeben, erklärte das Unternehmen. Bei BMW habe sich die EPA nicht gemeldet, hieß es in München. Wie sich der Skandal auf den Absatz von Diesel-Fahrzeugen in den USA auswirken werde, lässt sich nach Einschätzung von BMW noch nicht beurteilen. Für BMW machen diese Fahrzeuge bislang erst einen kleinen Anteil aus: In den letzten Jahren habe der Absatz von Dieselwagen in den USA drei bis sechs Prozent des gesamten Absatzes ausgemacht - höchstens rund 20.000 Fahrzeuge jährlich.
Daimler ist nach eigenen Angaben nicht von den Ermittlungen der US-Umweltschutzbehörde EPA wegen Abgas-Manipulationen betroffen. "Es gibt nach unseren Erkenntnissen keine Untersuchungen zu Mercedes-Benz", teilte der Stuttgarter Konzern am Montag mit.
Nach Meinung von Experten des DIW wird der VW-Abgasskandal im schlimmsten Fall auch die deutsche Konjunktur belasten. "Die Autoindustrie ist technologisch eine der Schlüsselbranchen, es ist die Leitindustrie schlechthin in Deutschland", sagt Industrieexperte Martin Gornig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. "Wenn es zu Absatzeinbußen kommt, könnte es auch Zulieferer treffen und damit die gesamte Wirtschaft."
Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, hat von VW eine schnelle Aufklärung des Abgasskandals gefordert. "Wir kritisieren jegliche Manipulation scharf", sagte er. "Jedes Unternehmen muss sich an die geltenden Regeln halten." Er begrüße aber, dass VW die Vorwürfe von unabhängigen Fachleuten prüfen lassen wolle. "Jedes Fehlverhalten muss lückenlos aufgeklärt werden. Jetzt helfen nur Transparenz, Offenheit und Tempo."

+++15:48 Uhr+++

Die Fälschung von Abgaswerten ist einem Medienbericht zufolge in großen Teilen von VW-Managern in der Wolfsburger Konzernzentrale überwacht worden. In den USA habe der Hersteller gar nicht die Ingenieure, um die Autos entsprechend zu manipulieren, berichtete "Bloomberg" unter Berufung auf drei mit den US-Geschäft von VW vertraute Personen.

+++15:13 Uhr+++

In Deutschland sind von den Abgas-Manipulationen von Volkswagen nach Angaben von Verkehrsminister Alexander Dobrindt 2,8 Millionen Fahrzeuge betroffen. Das Kraftfahrtbundesamt habe VW aufgefordert zu erklären, ob die eingestandenen Manipulationen zu beheben seien, sagte Dobrindt im Bundestag. Die Behebungen dürften nicht zulasten der Kunden gehen.

+++14:22 Uhr+++

Der Skandal um von Volkswagen manipulierte Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen greift immer weiter um sich. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte, nach Kenntnis seines Ministeriums seien neben Pkw auch leichte Nutzfahrzeuge davon betroffen. Der VW-Aufsichtsrat tagt und entscheidet in diesen Minuten über den Nachfolger für Martin Winterkorn. Indessen erklärt Bundesverkehrsminister Dobrindt, dass auch leichte Nutzfahrzeuge vom Skandal betroffen sind.

Toyota – 1. Halbjahr 2016

Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor.

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Volkswagen (Konzern) – 1. Halbjahr 2016

Krise? Welche Krise? Die Abgas-Affäre scheint die Auslieferungen bei Volkswagen nicht zu bremsen. Pünktlich zum Halbjahr setzt sogar die schwächelnde Kernmarke zur Wende an. Mit 2,925 Millionen verkauften Volkswagen blieb die Marke zwar knapp unter dem Vorjahresergebnis, die Tendenz im Juni zeigte aber um fast fünf Prozent nach oben.

Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge – vom VW-Up bis zum schweren Scania-Lkw – sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen.

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BMW – 1. Halbjahr 2016

Zwischen Januar und Juni diesen Jahres wurden weltweit 986.557 BMW verkauft. Damit konnten die Münchner im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegen. Allein im Juni stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 189.097 – mit den Marken Mini und Rolls-Royce kommt der Konzern sogar auf 227.849 Autos (+9,1 Prozent). Für das Plus sorgte demnach vor allem die hohe Nachfrage in Europa und Asien. In den USA dagegen schrumpfte der Absatz. Mit den knapp 190.000 Fahrzeugen im Juli lag BMW vor den beiden Dauer-Konkurrenten Audi (169.000 Autos) und Mercedes (188.444 Fahrzeuge). Doch wie sieht es im gesamten ersten Halbjahr aus?

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Audi – 1. Halbjahr 2016

Zumindest Audi konnte BMW hinter sich lassen. Die Ingolstädter konnten zwar zulegen, mit 5,6 Prozent fiel das Wachstum aber geringer aus als bei der Konkurrenz aus München – genauso die absolute Zahl an Auslieferungen von 953.200 Fahrzeugen. Dennoch ist die Bilanz für Audi positiv. Man habe den Absatz in allen Weltregionen steigern können, sagte Vertriebsvorstadn Dietmar Voggenreiter. Spaß-Modelle wie das TT Cabrio im Bild tragen traditionell wenig zum Volumen bei. Zu den größten Treibern gehörten die Baureihen A4 mit einem Plus von 12,3 Prozent und das Oberklasse-SUV Q7, das es nach dem Modellwechsel im Vorjahr auf ein Plus von satten 73,6 Prozent bringt. Auch für das zweite Halbjahr ist Voggenreiter optimistisch: Dann stehen die Premieren des überarbeiteten A3 und der komplett neuen Baureihen A5 und Q2 an.

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Daimler – 1. Halbjahr 2016

BMW und Audi waren gut, Mercedes war besser. So lässt sich das erste Halbjahr zusammenfassen – sowohl beim Wachstum als auch beim Absatz konnte die Marke mit dem Stern die Konkurrenten abhängen. In den ersten sechs Monaten gingen 1.006.619 Mercedes-Benz an die Kunden – das entspricht eine Zuwachs von 12,1 Prozent. Ganz nebenbei der 40. Rekordmonat in Folge für die Marke. Dabei profitiert Mercedes vor allem von den SUV-Modellen, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Absatzes ausmachen. „Das zeigt, dass sich unsere Produktoffensive auszahlt und unser rundum erneuertes SUV-Portfolio hervorragend bei den Kunden ankommt“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius. Zusammen mit den 73.510 verkauften Smart kommt die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns so auf 1,08 Millionen Fahrzeuge.

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Porsche – 1. Halbjahr 2016

Drei Prozent Wachstum auf 117.963 Fahrzeuge. Das sind die Eckdaten des ersten Halbjahres bei Porsche. Der Sportwagenbauer zeigt sich damit zufrieden und spricht von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. Viele Modelle wie die Baureihen Cayman, Boxster, Macan und der 911er konnten zwar zweistellig wachsen, bei der Limousine Panamera hielten sich die Kunden wegen des anstehenden Modellwechsels aber spürbar zurück. „Die durchweg positive Resonanz auf die Weltpremiere des neuen Panamera Ende Juni stimmt uns sehr optimistisch. Wir erwarten uns davon einen deutlichen Schub“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Der neue Panamera kann seit dem 28. Juni bestellt werden und steht in Europa ab November beim Händler. In den USA und im chinesischen Markt ist das Auto ab Januar 2017 verfügbar.

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Toyota – Gesamtjahr 2015

Der japanische Autokonzern Toyota hat seine Stellung als weltgrößter Fahrzeughersteller im vierten Jahr nacheinander behauptet und den durch den Abgasskandal gebeutelten Konkurrenten VW auf Distanz gehalten. 2015 verkaufte das Unternehmen 10,15 Millionen Autos, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. VW kam im vergangenen Jahr auf 9,93 Millionen verkaufte Autos, General Motors auf 9,8 Millionen. 2016 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,11 Autos. Im vergangenen Jahr lag die Prognose bei 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2015 und wurde durch die Realität übertroffen. VW hatte Toyota bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2015 überholt, war dann aber infolge des Abgasskandals wieder zurückgefallen.

Die Autoverkäufe auf den großen Märkten in den USA und Japan haben sich verlangsamt. Darüber hinaus hat sich auch das in den vergangenen Jahren stetige Wachstum auf aufstrebenden Märkten abgeschwächt. Das schlägt sich auch in den Toyota-Zahlen nieder: 2014 hatten die Japaner noch 10,23 Millionen Autos verkauft.

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Volkswagen (Konzern) – Gesamtjahr 2015

Der Autoriese muss 2015 im Jahr des Abgas-Skandals einen Rückgang bei den Autoverkäufen verkraften. Die Verkäufe von Europas größtem Autobauer sanken um zwei Prozent auf 9,93 Millionen Fahrzeuge. Allein im Monat Dezember musste der Konzern noch einmal ein Absatzminus von 5,2 Prozent hinnehmen. Damit fallen die Verkaufszahlen wieder unter die Marke von zehn Millionen. Gleichzeitig schrammte der Konzern an seinem Ziel vorbei, 2015 so viele Autos zu verkaufen wie im Jahr zuvor, als die VW-Marken zusammen noch knapp 10,14 Millionen Fahrzeuge losschlagen konnten.

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Volkswagen (Marke) – Gesamtjahr 2015

Die Delle geht vor allem auf das Konto der Kernmarke VW. Der Absatz sackte im Dezember um 7,9 Prozent ab. Unterm Strich ist VW im vergangenen Jahr mit 5,82 Millionen Einheiten 4,8 Prozent weniger Autos losgeworden als ein Jahr zuvor.
Vor allem in China, dem wichtigsten Absatzmarkt des VW-Konzerns, mussten die Wolfsburger ein schmerzhaftes Minus beim Verkauf einstecken: Auf Jahressicht ging es bei den Verkaufszahlen im Konzern um 3,4 Prozent abwärts. In Europa und Nordamerika, wo VW in den vergangenen Monaten die Auswirkungen des Diesel-Skandals am heftigsten zu spüren bekam, stieg der Absatz dagegen auf Jahressicht. In Deutschland konnte Volkswagen zumindest verteidigen: Der Golf bleibt das mit Abstand beliebteste Auto, auch auf den Rängen zwei und drei liegen VW-Modelle.

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Skoda – Gesamtjahr 2015

Besser lief es bei der tschechischen Tochter Skoda. Trotz des VW-Abgasskandals konnte Skoda im vorigen Jahr die neue Rekordzahl von 1,06 Millionen Fahrzeugen ausliefern. Das sind 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Deutschland stieg der Absatz demnach um 6,2 Prozent auf 158.700 Autos. Auf dem Heimatmarkt Tschechien fiel der Anstieg mit plus 21,1 Prozent auf 85.000 Fahrzeuge besonders stark aus. In China blieb der Absatz stabil. Skoda profitiert unter anderem von dem 2015 eingeführten Flaggschiff Superb (im Bild), dessen dritte Generation sich sehr gut verkauft. Derzeit arbeitet die VW-Tochter an einem eigenen SUV.

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Porsche – Gesamtjahr 2015

Gute Zahlen hatte auch der neue Porsche-Chef Oliver Blume bei seinem ersten Messe-Auftritt in Detroit im Gepäck. Der Sportwagenbauer hat im vergangenen Jahr mit 225.121 ausgelieferten Fahrzeugen und einem Plus von 19 Prozent einen neuen Rekord aufgestellt. Auf das gesamte Jahr gesehen war China stärkster Einzelmarkt für den Sportwagenbauer. Dort kletterten die Auslieferungen um 24 Prozent. Auf dem China-Erfolg sollte sich Blume aber nicht ausruhen, denn die Flaute auf dem chinesischen Automarkt hat sich zum Jahresende in den Auslieferungen von Porsche bemerkbar gemacht. Im Dezember ging die Zahl der an Kunden übergebenen Fahrzeuge in dem Land gegenüber dem Vorjahr um 42 Prozent auf 3707 zurück.

Der Absatz als Erfolgsmaßstab sei für Porsche allerdings zweitrangig, sagte Blume. „Viel wichtiger sind für uns Kundenbegeisterung, Rendite und sichere Beschäftigung.“

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Audi – Gesamtjahr 2015

Audi hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal mehr als 1,8 Millionen Autos verkauft. Die deutlich höhere Nachfrage in Europa und den USA machte den geringeren Absatz in China mehr als wett. Dennoch konnte Audi nicht die Delle ausgleichen, welche die Marke Volkswagen in der Konzernbilanz hinterlassen hat. „2015 hat gezeigt, dass Audi wetterfest aufgestellt ist“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Mit dem Verkaufsstart des neuen Modells des meistverkauften Audi A4 und des großen Q7-Geländewagens hofft Audi jetzt auf einen stärkeren Wachstumsschub.

Im vergangenen Jahr legte der Audi-Absatz um 3,6 Prozent auf 1,803 Millionen Autos zu. In Europa stieg der Verkauf um 4,8 Prozent auf rund 800.000 Autos. Nach dem Start des neuen A4 in Europa schnellte der Absatz hier im Dezember um 17,5 Prozent hoch. In den USA, wo Audi im Vergleich zu BMW und Mercedes noch eher schwach unterwegs ist, legten die Auslieferungen im vergangenen Jahr um 11 Prozent auf 202.000 Auto zu. Im größten Automarkt China dagegen, wo Audi Marktführer in seinem Segment ist, sank die Nachfrage um 1,4 Prozent auf rund 571.000 Fahrzeuge.

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Daimler – Gesamtjahr 2015

Deutlich selbstbewusster kann sich Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigen. Mit 1,99 Millionen verkauften Autos stellte der Stuttgarter Konzern 2015 einen neuen Verkaufsrekord auf – ein Plus von 14,4 Prozent. Wichtig für den Vergleich mit den anderen beiden deutschen Premium-Autobauern sind jedoch nicht die Absatzzahlen des Konzerns (mit Smart und Mercedes-Benz Vans), sondern die der Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars. Hier kommen die Stuttgarter auf 1.871.511 ausgelieferte Fahrzeuge – und schiebt sich damit wieder an Audi vorbei.

China hatte die USA im Laufe des vergangenen Jahres als größter Einzelmarkt mit 373.459 verkauften Autos der Marke Mercedes-Benz abgelöst. Daimler verbuchte dort ein Plus von 32,6 Prozent und wuchs damit weitaus stärker als der schwächelnde chinesische Automarkt. Daimler war allerdings deutlich später auf den wichtigsten Automarkt der Welt gekommen und reicht beim Absatz in dem Land noch nicht an die Rivalen Audi und BMW heran.

Daimlers Verkaufsschlager war die kompakte C-Klasse mit 443.909 verkauften Autos – ein Plus von 40,1 Prozent. Den Absatz seiner sportlichen Geländewagen (SUV) steigerte Daimler um 26,6 Prozent auf 525.866 Fahrzeuge. Die neue E-Klasse, ein besonders wichtiges Modell für Mercedes, soll den Absatz auch 2016 hoch halten.

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BMW – Gesamtjahr 2015

Dank guter Geschäfte in Europa hat BMW 2015 einen weiteren Rekordabsatz eingefahren und den Spitzenplatz im Dauer-Dreikampf mit Mercedes und Audi verteidigt. Die Verkäufe der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stiegen um sechs Prozent auf insgesamt knapp 2,25 Millionen Fahrzeuge. Die Kernmarke BMW legte um fünf Prozent auf knapp 1,91 Millionen Fahrzeuge zu. Mit einem Vorsprung von rund 33.700 Fahrzeugen hielten sich die Münchner auf Platz 1 im Oberklasse-Segment, wo sie seit 2005 führend sind. Eigentlich wollte Audi schon längst ansetzen, BMW als größten Oberklasse-Hersteller zu überholen, doch stattdessen fiel die Marke mit den vier Ringen hinter Mercedes zurück. Audi hatte sich 2011 an den Stuttgartern vorbei auf Platz 2 geschoben und in den vergangenen Jahren kräftig vom Marktwachstum in China profitiert. Daimlers Oberklasse-Marke holte dort 2015 deutlich auf – die Volksrepublik ist jetzt für alle drei Premium-Hersteller der größte Einzelmarkt.

Die BMW-Kleinwagenmarke Mini steigerte den Absatz im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf rund 338.500 Fahrzeuge. Bei der Superluxusmarke Rolls-Royce sackten die Verkaufszahlen dagegen um fast sieben Prozent auf 3785 Wagen ab, vor allem weil die Kunden in China sich zurückhielten.

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Opel – Gesamtjahr 2015

Opel hat trotz des Rückzugs aus dem russischen Markt im abgelaufenen Jahr europaweit so viele Autos verkauft wie seit vier Jahren nicht mehr. 2015 seien mehr als 1,1 Millionen Fahrzeuge vom Band zu den Kunden gerollt, 3,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit sind Opel und die britische Schwester Vauxhall etwas stärker gewachsen als der europäische Gesamtmarkt, der Marktanteil liegt bei 5,8 Prozent. Dieser habe in zehn Ländern zugelegt. Besonders gut verkauften sich der Mokka und der Corsa. Auch der Nutzfahrzeugverkauf legte zu, um 24 Prozent auf mehr als 100.000 Stück.

2011 hatte Opel nach jahrelanger Krise die Wende eingeleitet. Die Rüsselsheimer legten mit einem Sparprogramm die Grundlage für massive Investitionen der US-Mutter in neue Modelle der Europa-Tochter. Die Modelloffensive habe sich ausgezahlt, resümierte Opel-Vertriebschef Peter Christian Küspert. Die Rüsselsheimer seien zuversichtlich, den Erfolg 2016 fortschreiben zu können. "Ein Grund für unseren Optimismus ist der neue Opel Astra." Obwohl das Modell in den meisten europäischen Märkten erst seit November verkauft werde, gebe es bereits mehr als 80.000 Bestellungen.

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Renault – Gesamtjahr 2015

2015 hat Renault dank neuer Fahrzeugmodelle 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert – so viel wie niemals zuvor. Damit wuchs der französische Autobauer mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und verteidigten ihre Position in den Schwellenländern. In Deutschland konnte Renault über 110.000 Autos verkaufen. Nach dem Rekordjahr setzen sich die Franzosen auch neue Ziele: "Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern", so Vertriebschef Thierry Koskas.

Gleichzeitig sieht sich Renault aber auch mit einem Problem noch unbekannten Ausmaßes konfrontiert. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es bei Renault im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen zu Durchsuchungen kam. Die Aktien verloren zeitweise knapp 23 Prozent an Wert. Welche Folgen – etwa Rückrufe, Schadenersatz- oder Strafzahlungen – daraus resultieren, ist noch unklar.

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+++13:56 Uhr+++

Die VW-Abgas-Affäre ist nach der Einschätzung von Autoverbandspräsident Matthias Wissmann ein Rückschlag für die Strategie, den Diesel in den USA populärer zu machen. "Es gibt Kräfte, die versuchen werden, den Diesel als solches in Misskredit zu bringen. Das wird vor allem in den USA leichter sein als in Europa."

+++13:54 Uhr+++

Die VW-Aufsichtsratsitzung dauert Insidern zufolge länger als gedacht. Das Gremium berate nicht nur über die neue Führung, sondern auch über die künftige Struktur des Wolfsburger Konzerns, sagten zwei mit den Beratungen vertraute Personen zu Reuters. Die Sitzung werde sich voraussichtlich bis zum späten Nachmittag hinziehen.

+++13:48 Uhr+++

VW-Konkurrent Daimler bekräftigt, dass seine technischen Motoreneinstellungen korrekt und gesetzeskonform waren und sind. Eine Software, die die Wirksamkeit der Abgasnachbehandlung unzulässig einschränke, gebe es bei Daimler-Motoren nicht.

+++13.46 Uhr+++

Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass deutschen Verbrauchern aus dem VW-Abgas-Skandal Schadenersatzansprüche entstehen. Wenn eine Kaufsache nicht die vereinbarte Beschaffenheit habe, verletze der Verkäufer seine Pflicht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Das gelte auch, wenn sich der Käufer auf öffentliche Äußerungen des Verkäufers verlassen habe, erläuterte er und fügte hinzu: „Darunter können unter Umständen auch Abgaswerte fallen.“ Anspruch auf Schadenersatz könne sich immer dann ergeben, wenn das Verhalten des Verkäufers schuldhaft sei. Ob das im Fall der manipulierten Abgaswerte bei VW-Dieselautos der Fall sei, könne man aber noch nicht sagen, die Aufklärung laufe noch.

+++12:53 Uhr+++

Nach dem Vertrauensverlust wegen manipulierter Abgastests droht VW weiterer Ärger. Diesmal sind rostende Erdgastanks das Problem: Im Extremfall können die Fahrzeuge sogar explodieren. Mindestens zwei schwere Unfälle beim Tanken des VW Touran EcoFuel sind bekannt. Dabei wurden Autos zerstört und Menschen teilweise schwer verletzt, als die mit 200 Bar Druck befüllten Erdgasflaschen explodierten. Wie "Auto Bild" exklusiv berichtet, weiß der Hersteller von dem Problem. Bereits 2012 gab es wegen korrosionsanfälliger Tanks des VW Tourans (Bauzeitraum 2005 bis 2009) eine Rückruf-Aktion. "Volkswagen behauptet, dass sie seitdem den Lackaufbau verbessert haben", so Auto Bild-Redakteur Matthias Moetsch. "Tatsächlich berichten auch Besitzer deutlich jüngerer Tourans von Gammel-Tanks. Außerdem tritt das Problem bei anderen EcoFuel-Modellen von VW auf."

+++12:22 Uhr+++

Nach seinem Rücktritt als VW-Konzernchef neigt sich für Martin Winterkorn wohl auch seine Zeit als Vorsitzender der Dachgesellschaft Porsche SE dem Ende entgegen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen erfuhr, soll der 68-Jährige unter keinen Umständen an der Spitze der einflussreichen Unternehmens bleiben. Der Porsche SE gehört die Mehrheit von Volkswagen. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet, dass Winterkorn im Amt bleiben wolle. Ein Unternehmenssprecher wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern, verwies am Freitagmorgen aber darauf, dass Winterkorn bei der Porsche SE weiterhin im Amt sei.

+++11:37 Uhr+++

Der Volkswagen-Aufsichtsrat ist in Wolfsburg zu seiner Sitzung zusammengekommen. Das 20-köpfige Gremium entscheidet über den Nachfolger des zurückgetretenen VW-Chefs Martin Winterkorn und weitere Konsequenzen des Abgas-Skandals. Favorit für den Chefposten ist der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller.

Eine aktualisierte Studie des Forschungsinstituts ICCT zeigt, dass auch der CO2-Ausstoß in echten Fahrsituationen um rund 40 Prozent über den Hersteller-Angaben aus Labortests liegt. Diese Differenz habe sich damit seit 2001 vervierfacht. Seit 2010 gebe es damit in der Realität praktisch keine Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes bei Autos.

+++9:03 Uhr+++

Das ZDF-Politbarometer hat eine Umfrage zum Thema VW veröffentlicht. Danach gehen 54 Prozent der Befragten davon aus, dass die Manipulationen VW dauerhaft schaden werden, 44 Prozent glauben das nicht. Das Vertrauen in die Angaben von Autoherstellern ist demnach generell nicht sehr groß: 76 Prozent sind der Meinung, dass bei Abgaswerten sehr häufig (29 Prozent) oder häufig (48 Prozent) Falschangaben gemacht werden.

+++8:22 Uhr+++

Vor Beginn der Sitzung des VW-Aufsichtsrates ist am frühen Freitagmorgen bereits das Präsidium des Kontrollgremiums in Wolfsburg zusammengekommen. An der Vorbesprechung nehmen der Interimsvorsitzende des Präsidiums, Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Großaktionärs-Vertreter Wolfgang Porsche sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Stellvertreter Stephan Wolf teil.
Das oberste Kontrollgremium von Europas größtem Autobauer will die Weichen für die Neubesetzung des VW-Chefpostens stellen. Top-Favorit für die Nachfolge ist Porsche-Chef Matthias Müller.
+++8:10 Uhr+++

Die Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen zieht weitere Kreise. Die indische Regierung hat eine Untersuchung der Volkswagen-Abgaswerte angeordnet. "Wir wollen wissen, ob das, was in den USA passiert ist, auch bei uns passieren könnte oder nicht", sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung "Mint". Unterdessen werden Forderungen nach einer Entschädigung für betroffene deutsche Autofahrer laut.

+++6:38 Uhr+++

Strenge Umweltgesetze hatten Dieselfahrzeuge schon einmal fast von US-Straßen verbannt. Im Skandal um getürkte Abgaswerten droht VW nun der Zorn der Umweltbehörde – und deren Schadenersatz-Anspruch ist nur der Anfang. „Wir bereiten uns gerade auf bedeutende Vollstreckungsmaßnahmen vor“, so Nichols am Donnerstag in Sacramento. Es sei noch zu früh zu sagen, welche Strafen gegen VW verhängt werden.

+++19.06 Uhr+++

Nach seinem Rücktritt erwartet Winterkorn eine Rente von fast 30 Millionen Euro. Hinzu könnten weitere Millionen an Abfindungen kommen - darüber entscheidet noch der Aufsichtsrat des Konzerns. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Dokumente des Unternehmens. Laut dem letzten VW-Jahresbericht stehen Winterkorn möglicherweise zwei üppige Zahlungen zu.

+++16.44 Uhr+++

Porsche-Chef Matthias Müller wird einem Insider zufolge neuer Vorstandschef von Volkswagen. Der Aufsichtsrat werde den 62-jährigen Manager am Freitag zum Nachfolger von Martin Winterkorn bestellen, sagte eine mit den Beratungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sowie dem Handelsblatt. Am Freitag soll die Personalie offiziell verkündet werden. Am Vormittag trifft sich der 20-köpfige Aufsichtsrat von Volkswagen, um die Spitzenposition im Konzern endgültig zu bestätigen. Am frühen Nachmittag wird mit der offiziellen Verkündung gerechnet. Müller gilt als Eigengewächs und ist bereits seit rund vier Jahrzehnten im Konzern. Seit dem Jahr 2010 führt er den Sportwagenbauer Porsche, der unter ihm von Rekord zu Rekord eilte.

+++16.34 Uhr+++

Der VW -Betriebsrat will mit dem Vorstand in den kommenden Tagen über die finanziellen Zusatzlasten durch den Abgas-Skandal sprechen. "Hierbei werden wir uns auch darüber unterhalten müssen, wie wir unserem Effizienzprogramm einen Turbo verpassen, um die Milliardensummen, die wir jetzt verlieren werden, zu kompensieren", schrieb Betriebsratschef Bernd Osterloh in einem Brief an die Belegschaft, der der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag.

+++16.33 Uhr+++

Das Abgas-Desaster bei Volkswagen bekommt eine neue Dimension: Der Wolfsburger Konzern räumte nach den Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ein, auch in Europa bei Tests die Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. "Es wurde uns mitgeteilt, dass auch in Europa Fahrzeuge mit 1,6 und 2,0-Liter Dieselmotoren betroffen sind von den in Rede stehenden Manipulationen", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Ein VW-Sprecher verwies auf eine Mitteilung vom Dienstag, wonach weltweit bis zu elf Millionen Fahrzeuge von Unstimmigkeiten in den Messwerten betroffen sein könnten. Dazu gehöre auch Europa. "Und Deutschland auch, das haben wir schon zugegeben." Eine Aufschlüsselung der Stückzahlen nach Marken, Ländern und Modellen solle so bald wie möglich bekannt gegeben werden.

+++14.43 Uhr+++

Die Gerüchte um hochrangige Manager, die den VW-Konzern verlassen müssen, mehren sich. Neben Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und Porsche-Entwicklungschef Wolfgang Hatz müsste auch VW-US-Chef Michael Horn seinen Posten räumen, sagte eine Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Spiegel Online berichtet, dass Hackenbergs Nachfolger als Entwicklungsvorstand bei Volkswagen, Heinz-Jakob Neußer, nach dem Willen des Aufsichtsrats gehen muss. Volkswagen lehnte eine Stellungnahme ab.

Das Ausscheiden der Manager wäre die Folge der gestern angekündigten Konsequenzen aus der Abgas-Affäre. "Alle Beteiligten an diesen Vorgängen, die einen unermesslichen Schaden für Volkswagen angerichtet haben, werden mit aller Konsequenz belangt", hieß es in der Erklärung des Präsidium des Aufsichtsrates. Die Personalien würden jene Manager treffen, in deren unmittelbares Arbeitsfeld der Skandal fällt.

+++14.39 Uhr+++

S&P prüft eine Herabstufung der Bonitätsnote von VW. Hintergrund sind der Ratingagentur zufolge die Rückstellungen für den Abgasskandal. Auf VW kämen substanzielle Strafzahlungen zu.

+++14.31 Uhr+++

Die Furcht vor einem Rückschlag für die deutsche Konjunktur durch die Volkswagen -Diesel-Affäre hat den europäischen Börsen am Donnerstag zugesetzt. Genährt wurden diese Spekulationen von einem Zeitungsbericht über überhöhte Abgaswerte bei BMW -Dieselfahrzeugen.

Die Aktien des Münchener Autobauers brachen daraufhin zeitweise um knapp zehn Prozent ein und rissen den Rivalen Daimler mit. Dessen Papiere verbilligten sich um bis zu sechs Prozent. Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils knapp zwei Prozent auf 9433 beziehungsweise 3031 Punkte.

++++13.54 Uhr ++++

Nach dem Rücktritt von VW-Konzernchef Martin Winterkorn sollen einem Zeitungsbericht zufolge auch die Entwicklungsvorstände von Audi und Porsche ihren Hut nehmen. Das Ausscheiden von Ulrich Hackenberg und Wolfgang Hatz solle auf der VW-Aufsichtsratssitzung am Freitag beschlossen werden, berichtete die "Bild"-Zeitung vorab aus ihrer Freitagausgabe. Die beiden sollten die technische Verantwortung für die Abgas-Affäre übernehmen. Die beiden Manager waren viele Jahre für VW tätig, Hackenberg als Entwicklungschef und Hatz als oberster Motorenentwickler. Der Einbau der verbotenen Software fällt dem Bericht zufolge in ihre Amtszeit. Volkswagen, Audi und Porsche lehnten eine Stellungnahme ab.

Hackenberg war 2007 zusammen mit Winterkorn von Audi nach Wolfsburg gewechselt. Er gilt als Erfinder des Baukastensystems, das Volkswagen derzeit bei immer mehr Marken einführt. Später kehrte Hackenberg nach Ingolstadt zurück, um Audi mit neuen Elektroautos auf die Sprünge zu helfen.

++++13.14 Uhr ++++

Die von der Abgas-Affäre schwer gebeutelten Aktien von Volkswagen haben Boden gut gemacht. Die Papiere legten um bis zu 7,8 Prozent auf 120,25 Euro zu. Bereits am Vortag hatten sie mehr als fünf Prozent gewonnen, nachdem Vorstandschef Martin Winterkorn wegen des Skandals um manipulierte Abgaswerte seinen Hut genommen hatte.

Trotz der kleinen Erholung kosteten die VW-Aktie aber immer noch rund 26 Prozent weniger als vor Bekanntwerden der Affäre. Viele Analysten sehen die Talsohle für die Papiere noch nicht erreicht. "Die ersten Schnäppchenkäufer greifen bei den Aktien zwar schon wieder zu, aber das Ausmaß des Schadens bleibt noch sehr schwer abzuschätzen", sagte Marktexperte Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. "So gleicht die Suche nach einem Boden bei der Aktie von Volkswagen dem Stochern im Nebel."

Nach heftigen Schwankungen stand der deutsche Leitindex gegen Mittag 0,66 Prozent im Minus bei 9549,51 Punkten. Die BMW-Aktie fiel um mehr als sechs Prozent. Im Gefolge verloren auch die Aktien von Daimler und des Autozulieferers Continental annähernd drei Prozent. Am Vormittag hatten sie noch zu den besten Werten gezählt.

++++13.00 Uhr ++++

Die EU-Kommission will in allen Mitgliedsländern Untersuchungen wegen möglicher Manipulationen bei Diesel-Abgasen anregen.

++++12.15 Uhr ++++

VW prüft nach eigenen Angaben, ob in Italien verkaufte Dieselautos ebenfalls die in den USA aufgefallene Manipulations-Software an Bord hatten.

++++12.13 Uhr ++++

Volkswagen hat nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Abgas-Manipulationen auch in Europa eingeräumt. "Es wurde uns mitgeteilt, dass auch in Europa Fahrzeuge mit 1,6 und 2,0-Liter Dieselmotoren betroffen sind von den in Rede stehenden Manipulationen", sagte der CSU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Die Zahl der Fahrzeuge sei noch unbekannt. Dobrindt ließ offen, ob diese nun aus dem Verkehr gezogen werden müssten. Zugleich kündigte er an, die angeordneten Abgas-Nachprüfungen würden auch auf andere Marken als VW ausgedehnt. Dobrindt sagte: „Wir werden deswegen auch weiterhin intensiv daran arbeiten, gemeinsam mit Volkswagen genau herauszufinden, um welche Fahrzeuge es sich im Detail handelt, um auch die Öffentlichkeit weiter darüber zu informieren.“ Seinen Angaben zufolge geht es um Fahrzeuge mit 1,6- und 2-Liter-Dieselmotoren.

++++11.21 Uhr ++++

Nach dem Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn wird der VW -Aufsichtsrat Insidern zufolge am Freitag weitere Personalentscheidungen im Abgasskandal verkünden. Das Kontrollgremium werde weitere Verantwortliche nennen, die das Unternehmen verlassen müssten, sagte eine Person aus dem Umfeld des Aufsichtsrats am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein weiterer Insider bestätigte dies.

+++11.08+++

Laut einem Bericht der "Auto-Bild" hat auch BMW bei den Abgas-Werten bei Diesel-Fahrzeugen getrickst. "Auch der BMW X3 xDrive 20d hat bei Straßentests des International Council on Clean Transportation (ICCT) die europäische Abgasnorm (Euro-6-Grenzwert) um mehr als das 11-fache überschritten", schrieb die Zeitung. "Es gibt bei BMW keine Funktion zur Erkennung von Abgaszyklen. Alle Abgassysteme bleiben auch außerhalb des Abgaszyklus aktiv", zitierte "Auto-Bild" zudem BMW.

++++10.52 Uhr ++++

VW bereitet unter Hochdruck eine Liste der von der Abgas-Affäre betroffenen Dieselwagen vor. „Wir arbeiten dran, können aber noch nicht sagen, wann sie veröffentlicht wird“, sagte ein VW-Sprecher der Deutschen-Presse-Agentur. Möglicherweise werde die Liste noch in dieser Woche vorliegen, erklärte der Unternehmenssprecher am Donnerstag. Erst danach kann über eine mögliche Rückrufaktion entschieden werden.

Europas größter Autobauer hat zugegeben, dass weltweit elf Millionen Motoren vom Typ EA 189 mit einer Software zur Manipulierung des Schadstoffausstoßes ausgestattet sind.

++++8.42 Uhr ++++

Auf den Volkswagen-Konzern kommt Medienberichten zufolge wegen der Manipulationen von Abgaswerten bei Dieselautos eine Flut von Sammelklagen in den USA und Kanada zu. Rund 40 solcher Klagen sind dort nach Informationen des NDR und der „Süddeutschen Zeitung“ bereits bei Gerichten eingereicht worden. Kläger sind demnach vor allem private Autokäufer, in einem Fall auch ein Autohändler. Die Käufer sehen sich in Sachen Umweltfreundlichkeit von VW getäuscht.

In den Klageschriften werden dem Konzern dem Bericht zufolge Betrug, Vertragsbruch und weitere Gesetzesverstöße vorgeworfen. VW war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.


++++7.06 Uhr ++++

Volkswagen hat bereits im April Briefe an kalifornische Diesel-Fahrer geschickt. Darin wurden die Besitzer von VW- und Audi-Fahrzeugen dazu aufgefordert, ihre Autos zu den Händlern zu bringen, um eine neue Software zu bekommen. Diese solle die Emissionen optimieren. Der Konzern wollte diesen Brief nicht kommentieren.

++++5.30 Uhr ++++

Volkswagen ist nach dem Rücktritt von Konzernchef Martin Winterkorn weiter um Schadensbegrenzung im Abgas-Skandal bemüht. Winterkorn hatte am Mittwoch angesichts des enormen Ausmaßes der Affäre seinen Posten geräumt; über seinen Nachfolger will der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung an diesem Freitag beraten.

Die Aufarbeitung des Debakels werden den Nachfolger und den Konzern aber noch lange Zeit in Anspruch nehmen. Die Folgen der Manipulationen von Abgaswerten bei Dieselautos sind noch immer nicht absehbar.

++++5.00 Uhr ++++

Die Grünen im Bundestag haben wegen des Abgas-Skandals bei VW von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Überprüfung auch anderer Hersteller gefordert. „Er muss nicht nur gegen VW vorgehen. Im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung muss er auch Modelle von anderen Herstellern prüfen lassen“, sagte die Vorsitzende des Umweltausschusses, Bärbel Höhn, der „Saarbrücker Zeitung“ (Donnerstag). Zugleich warf Höhn Regierung und Industrie „Kumpanei“ vor. So habe die EU vor einigen Jahren auch Deutschland aufgefordert, „die Nutzung der sogenannten Abschaltvorrichtungen durch Autohersteller unter Strafe zu stellen. Nach meiner Kenntnis ist das nicht passiert“, sagte Höhn dem Blatt.

dpa, AP, rtr
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